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Der Orient · 1851-01-01 · Heft 22 · p. Seite 365-366

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Journal
Der Orient
Volume
12 (1851)
Issue
Heft 22
Date
1851-01-01
Page
Seite 365-366 (sequence 29)
Language
German
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866 365 Die Zoologie des Sohar. den Leser weit weniger zu ermäßen. Auch gedenke ich diesen rückständigen Theil so zu redigiren, daß er für sich gelesen werden könne. Zunächst werde ich einige kleine Nachträge zu dem Erschienenen folgen lassen, die meist durch die verspätete Erlangung verspäteter Hilfsbücher nöthig geworden sind. Ueber das apokryphische Buch Esther oder die „Stücke in Esther" Härte ich zwar noch ausführlicher zu reden; doch soll die Sache nicht durch Anhänge'und Nachträge zu einem onb pw D'D rpo werden, daher mag jenes auf eine andere Gelegenheit verschoben bleiben. Treuenfe ls.; v. ' ■ Die Zoologie des Sohar. 1. Liwjatan. Im Sifra de-Zminta, Abschnitt 1 , erscheint der Luvsatan als Symbol: i 2 3mb.'l jNob) jndb jNWDro inN iNnm;'Olb^. Ausführlich schildert ihn der Sohar zu Parascha Bö (Sohar II., 34 a und K, 35 a ed. Amst.), wo wir lesen: N^rpNm 'di ijT’Jo inw pw-iniN11 yi^n b) nun1 worauf daun eine lange Schilderung des Mecrcsungeheuers folgt. Die Quelle des Sohar war Talmud Baba. Batra, 74 b: nna sti^b \iy * -« ropjn -dt jnv6 .*. pnbpy m) imb nnD .mDm .. . in^b bw vob nyrw biuno jrrob bw Tip!? jtp rpJW ny^a mnm *)bN. Ueber die naturgeschichtliche Seite dieses Thieres ist Bochart'ö Hieroz. und über daZ Fabelhafte desselben Kazwini's. KoSmographie^ eck. Wüstenfetd II., 132, Artikel [jjj3 .1) Dieses arabische Werk enthält sehr viele Materialien zur Erläuterung der talmudischm Zoologie, und wir wollen hier nur Einiges hervorheben. Die grotesken Erzählungen Rabba bar bar Chanah's in Baba Batra von wunderbaren Thieren haben allerdings eine ethische Tendenz, wie die Thierfabeln der Griechen und Römer, sie haben aber alle den Glauben des Orients an das Wunderbare zur Unterlage. Wie dieser seine Mährchen auf Seefahrer, inin3, zurückführt, so auch Kazwini, wo er von den ysüt ben Meereswundern, spricht. Der Letztere erzählt S. 125 von einem Fische, der hinter dem rechten Ohr die Worte: „Es giebt keinen Gott außer Gott", aufdem Nacken: „Muhammed", und hinter dem linken Ohr: „der Gesandte Gottes" ausgeschrieben hatte toÜ böot liU bjJ&Äi) U&LftS gbj #JJ\ &JU (&-UI J oo« einem andern, S. 134, 2Cc* SIaäJLuu/ den Seefahrer für einen Jaftl hielten, auf dessen Rücken sich Staub sammelte, der zu Erde wurde und Gras hervorbrachte (wie bei Rab-ba b. b. Ehanah: >r»D Ninn- NwN.mp) Nnbn rrb oqrpT, so bei Kazwini wör tlich: . J^Jaj . LjfjXJI gX&tj Lüoj.l ^Lo zir vergleichel:. Was aber die mystische Idee anlangi, deren Symbol Liwjatan ist, so ist deren Spür, bei dm Ophiten, den ’ Schla n g en b r i'rd ern, zu suchen. Diese Sekte^ war jüdischen Ursprungs, wie schon die in ihrem System vorkommenden Namen Jaldaboth (vergl. Beresch. Rabba I,; *pnn Vdj nrn obryn mb N3 otibmd bi ^D) )n3)'irrn)', Jao, Sabaoth, Adonai, Eloi^ (vergl. Sefer Jczira I., 1: dm!?« .‘niNba Hin1 rr) Prounikos, NpmD als auch die Vorstellungen über' das sich verdunkelnde Urticht (vergl. die vielen Aussprüche über im Anfang des Bcreschit Rabba) , dm vorwelttichen Christos und die verweltliche Eeclesia (vergl. NTN-Di.ib 'rDBraa nby bw row vnpon rrä, Beresch. Rabba. Anfang. Die ist die evvoia der Ophiten.) beweisen. Diese Ophiten hatten nun ein Diagramma (s. die Abbildung bei Matter, Geschichte des GuosticismuS II., 146 ff.),'in welchem zwei Kreise Vorkommen. Der erste umschließt sieben kleine Kreise und hat um die Peripherie das Wort jrpib, der zweite' umfaßt z ehn kleine Kreise und trägt das Wort morD. Die Deutung deS Liwjatan ist aber nicht, wie Matter will, die Sophia, die Weltseele, am Gegensätze zn Behemot, dem Symbol deS Irdischen (ähnlich deutet Salomo b. Adrat. Liwjatan und Behcmet: N,,") p7>)b msun lomb tm nh morn biuh, s. En Jakob. z. Stelle), sondern wie R. Abraham) der Sohn Maimuni's, in Milchemet Adonai eck. Wilna, S. 9 a sie aufstellt.) Er sieht in Liwjatan das Bild der Sünde, die in der Gestalt der Schlange dargestellt wird, die' auch in Ezechiel. 29, 3, br^n Mnn, gemeint ist, und welche die bestehende Welt zu zerstören sucht. bedeutet daher daS Verzehren und Aufhören der Sünde. Der Liwjatan bei den Ophiten ist demnach die Sünde, der böse Geist, die Schlange, Oph is, welche das Werk — Von dem Fische (l, mein' Sefat Chachamim s. -vO sagt er S. 138, übereinstimmend mit Chullin, 109, daß dessen Fleisch fett und gut sei, 2) Ich nehme für gewiß an, daß der Ausspruch Akiba's Abot 3, 17: nEDilb doppelsinnig ist, wie es bei vielen Sprüchen der Fall ist. Der Doppelsinn liegt darin, daß, wie wir von den Ophiten wissen, man im Reiche der Geister die erste Manifestation der Schöpfung GLyij Schweigen, die zweite crocpicc, We i sh ei t.nannte, und die zweite von der ersten auch auf Abbildungen (s. oben über dasDiagramma). begrenzt wurde. Daher haben die Worte npVI&y riDDnb .YO1 der Zaun der W e i s h e i t ist Schweigen, einen doppelten Sinn, einen gnostischen und einen lebcnsklugen. 3) Zwei andere Namen sind Oraws und Astaphaws. Wenn, wie Matter will, in ihnen das hebe. und nEDD^n liegt, so wäre damit urid O'v des Sefer Zezira zu vergleichen, Vielleicht hängt Astaphmos mit zusammen, nach der Erklärung des Talmuds: NiH UN 1 *1 'ftbiyb/ und das Dalet wie Osal ausgesprochen»

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