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Der Orient · 1851-04-25 · Heft 17 (25.4.1851) · p. Seite 265-266

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Journal
Der Orient
Volume
12 (1851)
Issue
Heft 17 (25.4.1851)
Date
1851-04-25
Page
Seite 265-266 (sequence 9)
Language
German
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265 Orthographie des Zü L. 266 als genug kommentirt angenommen worden. Um die Energie eines thatigen und tugendhaften Weibes bemerkbar zu machen Spr. 30, 16: heißt es'statt Daselbst V. 17 u. 25 steht daher auch ny ,, plene" und so mehrere Wörter, als V. 18 b'b statt — Um eine Frau wegen ihrer Güte hervorzuheben steht auch Mn flatt N’H : 1 M. 24, 44; wegen Weisheit steht 2 Sam. 20, 22: nnöDrD nmn „plene". So Rut 2,7: unm mit Waw. — Wegen der Kühnheit der Hebammen, sich des barbarischen llkases des Königs Pharao zu widersetzen, heißt es 2 M. 1, 21 ebenfalls mask. an1? statt jn^. Auch V. 17, 18 und 19 steht daher immer damit es in die Augen fallen soll Finat- Nun: | pnm fatt j-jj«*.. Alles um ihreWohlthat gegen die Hebräerinnen b e mci kbar jtt machen. So von den Schwestern der Zippoca, der Frau des Mose: ib. 2, 5: statt iitenM. — Der stärkere Nachdruck ist wohl auch der Grund des Wechselns der Mem in Nun , wie in pbo | pne* mit der Schreibart des Chaldäer. — Ein hervorhebendes Waw finden wir auch an obiger Stelle 2 M. 2, 6: "6'n HN?°n?oni um die Güte der Prinzessin, der Tochter Pharao's hervorzuheben; ähnlich im Buche,Nut 1, S und 9. In diesem Buche giebt es mehrere dergleichen Bemerkungen des Koueipieuten. Der Koneipient des Pentateuch hat das fcminate öfters bei niJE weggelassen, welches unsrer Meinung nach, dergleichen Bemerkungen halber geschah. Oesters steht *uo die Züchtigkeit, die Keuschheit, bemerkt werden 'soll das sich sittlich halten der Jungfrau. Man sehe dies nach in der Konkordanz, öfters vor rfcra. Einige Mal steht richtig myJ, welches auch vcrtheidigt werden kann, allenfalls dadurch, daß sein so viel als p-j-M ist. Der Sinn in der Stelle 3 M. 18, 18 glauben wir, ist als stände npJJ (■>1^)5 V. 14 als stände: 1^) ffkp'n. bemerken schließlich, zu dem Jod paragogieum in p2 1 M. 49, 1.1 und in baß wir nichtAeugnen wollen, daß diese paragogischen Buchstaben ursprünglich vielleicht btvs ,, zur Verschönerung" dienten, wie. mehrere He'ö, besonders in Poesien; sie wurden später auch zur Bemerkung gebraucht. Um mehrere Beispiele für das oben Gesagte anzufuhrcn, das ganze A. T. zu dnrchblättern ist uns jetzt zu weitläufig. Alle obigen Ideen aber zu vertverfeu, haben wir bis jetzt keinen Grund gehabt. Was Gesenius Handb. unter N)H sagt, daß der Idiotismus, daß nämlich NM als unser ,,eö" stehe, den Punktatoren fremd war n. s. w. und im Pentateuch sei Np gen ns cemin., so will dieses und mehreres, was er in diesem Artikel sagt, uns nicht einleuchten, da mehreres nicht an allen Stellen paßt. Auch scheint uns das in Pf. 37, 16 deminutiv, mit Rücksicht auf und Hiob 31, 18 mit Rücksicht auf nft] und py; nur Koh. 5, 8 scheint uns das nvj schwieriger Art. Dergleichen kommt aber nicht im „Pentateuch" vor und kann aus die eine oder andre Art auch gerechtfertigt werden, allenfalls dadurch, daß besonders an solcher Stelle ein einziges Mat einem Abschreiber auch ein Fehler entschlüpfen kann; vielleicht auch wegen der Worte ~\ho welches so viele Meinungen leidet ohne überzeugt zu sein welche die rechte, nach dem Willen des Autors war. Gesen. aber über yy und stehe mit „weggeworfenem Ales" u. s. w. so billigen wir diese Ansicht und den Beleg dafür „ n i ch t. Gegen seine Exegese, HWb. und 'in", 1 M. 49, 26 der Wörter: iiiN, die er mit Konjektur znsammenliest: „ewige Berge", ist Vieles eiuzuwenden» Da der Buchstab y wegen der großen Verwandtschaft mit leicht in mehrere Wörter einzuschieben war, wie wir im folgenden Abschnitt „II", über dieNamen der Idolen imA.T., hillsichtlich des Ajins im Namen des Idols: für mn Bel zu prodieircn, Vorschlägen werden, so glauben wir, daß jjp2 eigentlich p2 hieß, von p2 — vgl. den N. pr. ^1^2 — und daß matt das Ajilr alsbald hineiugefügt hat mit Rücksicht auf das Stammwort gleichsam das Gegeutheil von jj2 beschützen, z. B. ^2 begründetes und herrschendes Land, gleichsam Schützhcrr über die benachbarten Länder; hingcgcn jetzt verächtlich ]y$D pNv d. i. unterthäniges Land, rnit Rücksicht auf die Worte: |JE)2 1 M. 9, 27. Bei der Verachtung gegen die Kananiter wegen der Scheusale ihres Kultus, wie es z. B. heißt 3 M. 18, 24: „Verunreiniget euch nicht durch Altes dieses, denn durch Alles dieses verunreinigten sich die Volker, welche ich anstreibe vor euch hinweg", giebt die Einschiebung des Ajins in pD ja das schönste Wortspiel und den treffenden Kontrast. Dies wurde daher gleich bei den ersten Menschen dieses Namens 1 M. 9, 18 von dem Koueipieuten angewendet und so immerweg bcibehaltcn; fein Wunder wenn die Idolen mit benannt werden: 1 Kön. 11, 5 ff. 2 Kön. 23, 1*3 ff. Ueber bat gegenwärtigen Zustand derjüdischen Literatur in Deutschland. Don A. Treuenfels. (Fortsetzung.) Es kann zwar nicht geleugnet werden, daß in mehrere» dieser Werke (wir denken zunächst an das Buch von Zunz) einzelne Pactbien auch für den Laien nicht blos verständlich, sondern auch höchst ansprechend sein müssen, aber wer kann

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