Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 12 (1851)
- Issue
- Heft 17 (25.4.1851)
- Date
- 1851-04-25
- Page
- Seite 263-264 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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264 263 Orthographie des A. T. selbst daß die Verszahl der Hagiographen dort ü'übx n io heißen, muß, und das ü'obtf n ein bloßer Druckfehler ist. Ebenso ist die dortige Zahl des Pentateuchs 3D nn i'D nichts weiter als Druckfehler, und versteht sich von selbst daß es 2Dnn D’E&k n" heißen soll. Die Jalknt'sche Zählung differirt also mit der masoretischen um drei Verse weniger, welche gewiß darin zu stnden sind, daß der Jalkut den wiederholten Dekalogus (V M. 5) auch bei der Schlußzählung des V M. nur tu 10 Sätze theilt, also daß V M. 952 Verse hat. Midrasch imd Masoret stimmen also in ihren Zählungen überein, und wir können es nicht verhehlen wie leid es uns ist, daß mit diesen Erörterungen das so mühsam und künstlich aufgeführte Gebäude des Herrn Rapaport in seinem im Dip gelieferten Briefe zusammenstürzt. Denn wonimmt nun Herr Rappaport seine so mächtig kurzen Verse her?* Wie kann Hr. R. ferner den angeführten Midrasch auf die morgenländische Vorlesung baflren (affen (mp nir&n 10), wo doch dieser Midrasch -— wie erörtert — den Pentateuch zu noch drei Versen weniger als die Masor. zählt? Wie kann überhaupt Hr.R. so mit Gewalt den angeführten Druckfehler q»ö!?n ud fcsthalten wollen, wo doch aus der dortigen Schlußzählung deutlich die richtige Zahl rf hervorgeht? Daß Hr. R. auch in der masoretischen Zählung (S. 16) geirrt, bat, ist schon oben bemerkt. — , 2) scheint gegen diese masoretische Zählung zu sein die Stelle iw Soferim Abschnitt 9. § 3: „toriOT mm bw d^dd w , w nmb". Doch schon Norzi verbessert dieses DNL-u in um (III. M. 8, 8), und stimme« wir dieser Korrektur ganz bei, wenn wir erwägen, wie leicht es möglich war daß den früher» Abschreibern *m Vorgelegen ist, daraus sie dann statt hw irrthümlich DriWI machten. — 3) Eine andere Zählung hat der samaritanische Kodex, er zeichnet hinter 3. M. 7, 15: NnnnfH NÄa. Masorctisch verglichen hat er also 60 oder 61 Verse wen iger als der mistige, muß daher mehrere unserer Verse zusammengebunden haben. Zählungen hingegen,welche unsre masoretischen Verse in einzelne kleinere theilen, finden sich nur zwei; 1) eine syrische m der Pentateuch-Uebcrsetznng, Peschito genannt. Am Schluffe des Pentateuchs ist dort bemerkt: iDprw , 'MWnD mto Nnn?Ni njh foro p nbo„ „mvn mn pab#« Daß diese Zählung jedoch — obwohl sie mit den dort nach jedem Buche einzeln angegebenen Verszahlen übereinstimmt* — eine ganz un- Nun Mt die Midrasch-Stütze weg, so wird sich Hr. N. an der des Talmuds und der Peschito halten? Wie es aber mit dieser steht, wird sich weiter finden. — ') Die Dortigen einzelnen Verszahlen sind: nach 1 NND NPDItt , ND4HD richtige, gegen alle Satz- und Sprachregel ist wird Jeder einräumen. Denn nach ihr müßte beinahe jeder unsrer Verse in drei zcrthcilt werden; welch schöne Verse gäbe es dann z. B. aus 1 M. 2, 1; 23, 12; 26, 8; 23; 28, 10; 49, 18; 2M. 14, 1; 15, 18; 19, 25; 21, 1 und dergleichen tausend andere? Ebenso falsch ist 2) die tätmudische Zahl im Talmud Kiduschin 30 die den Pentateuch zu 5888 oder 8888 Versen amgiebt, je nachdem man dort D'O^tt n" oder n gelten läßt. Daß Beides falsch ist folgt aus dem dort Vorherstehenden selbst, wo es heißt nb-inm D*ppD bw pru Dr'eö masorctisch verglichen wäre nämlich die Verszahl um 320 größer, also im Ganzen 61.65 und nicht 5888 noch 8888 l Die Schlußfolge von Allem ist, daß jeder im Schriftgebiet Forschende nach all' seinem Suchen und Finden und hier- und dorthin sich verirren, endlich immer wieder, so er einen festen Boden haben will, zur masoretischen Uebcrliefernng zurnckkehren muß. Fkft im März 1851. S. Bär. Ueber Korruptionen und orthographische Verschiedenheiten in . einigen hebräischen Wörtern des Alten Testaments Namentlich in den Eigennamen. (Schluß.) Ja wegen des Hervorhebens nahmen mehrere Koneipieutm öfters nicht einmal das Genus tu Betracht. So z. B. 1 M. 36, 25 — im Ketib — Nin statt; Der Charakter der ihre Mannhaftigkeit, ihre kühne Staudhaftigkeit sott gehoben werden, wie Jehilda im folgenden Vers selbst sagt: ,,Sie ist gerechter als ttf)." Daß dieses ^1.1 geflissetttlich statt KP hingeschrieben ist, ist ja einleuchtend. ES ist gar nicht daran zu denken, daß ein hebräischer Schriftsteller, .selbst nur eilt hebräischer Abschreiber einen solchen Fehler machen oder wenn er ihn gemacht, stehen lassen werde, nachdetn er in selbem Athemzuge mehrmals zeigt daß er wisse, daß von einem Weibe die Rede ist: ,,Sie ward hinauSgesührt nNü?D fein., sie schickte nr6&y fein. ff. — Nein, mit dem Nil maöe. soll, wie gesagt, ihre Mannhaftigkeit hervorgehoben werden. Aehnlich in Ezech. 13, 20 die männliche Endung in statt sonst überall So ist Dies der Fall mit mchrern Wörtern, die nach 2 M. NrPNI pDJN.ttND n&JI pfrtf Npn , NDanD nach 3 M. KNQ yZHNl pta pn /vND.lHD nach 4 M. sm "Ntfö fiPDril pW,Nf)i?n , N0.1PD nach M. pyiemi NND JDSfi/1 pn , MDJnD