Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 12 (1851)
- Issue
- Heft 16 (19.4.1851)
- Date
- 1851-04-19
- Page
- Seite 247-248 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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248 247 Zur Kultur- und Literaturgeschichte in Asien. Das. Jod konnte nicht vor dem Mem gesetzt werden, da es dann einer Plural-Endung ähnlich gewesen wäre. Koh. 4, 8: Mehrere solcher Jods haben wir oben erwähnt. Endlich kommt ein hervorhebendes He häufig vor, z. B. rnilT statt j-j'ff'p Neh. 11, 17 , um das beliebt Hodn- CH or zu heben. —Das Poetische He in Prosa 1 Chron. 26, 10: 1TON statt ’i'GN. Weit der Vater als Haupt über die levitischen Pförtner des Tempels — ebend. 16, 38 —> den Sohn zu einem Haupt ernannte. — So das paragogische He in mehrern Wörtern z. B. Rut 1, 8. — HTy Hab. 3 s. Kimchi z. B. Ps. 42, 9 statt -^i^' ein Lied, Parallel zu dem folgenden Wort rfen. So die He's und Waw m °nnb | r^ruD | Jos. 7, 21: 'SlNH M.°nbnNl in demselben Vers; dahingegen DUED im selben Vers ohne Waw oder defekt, d. h. Las Verbergen in seinem wahrscheinlich großen (*n) Zelte hat dem pp doch nichts geholfen gegen Gottes Wort; ebend. V» 10 — ähnlich, verächtlich, sind Wörter gegen die regelmäßige Orthographie defekt geschrieben: ohne Jod zu Ende, und ohne Waw statt 2 Kön. 17, 31, um die Heiden mit ihren Götzen dadurch hcrabzuwürdigen. So Dau. 11, 38: ohne Waw nach dem Lamed. So drei Mal.im A. E. das Wort Qi'-wfr ohne Jod nach dem Schin, offenbar verächtlich, 8. a. Liederchcn oder profane Lieder der Heiden im Gegensatz „der des David." Aehnlich fehlt das Jod in psi 1 Sam. 18, 9, ganz wahrscheinlich, um Den Saul wegen seines Neides geringer als David zu schätzen: Wie nun mehrere der defekt geschriebenen Wörter Herabwürdigung andeuten sollen, so wie gesagt die plene geschriebene Hervorhebung oder Bemerkungen. In Poesien oder Poemen kommt, wie schon bemerkt, selten oder gar nicht Kerl und Ketib vor, denn öa müßten die Koncrpienten mehr Ernst beobachten. Wir glauben das Gegentheit von dem Sinnin dem entstellten welches nämlich Stärke zeigen soll, —- in dem defekt geschriebenen — 2 M. 3, 15 — zu finden, nämlich es soll Schwäche anzcigen, es soll „nicht so ewig als bedeuten: 3) Die Endung n*V nehmen wir — mit Gesen. unter n’w und rfjTl*}-an, hat ihren Grund in der Endung ff. Dieses beweist das Nomen gentile iTTIN.» I Kön. 11, 29. Dieses paßt zu unserer Ansicht des hervorhebenden He's mit Cholam, da p und ff?, von oder — Verstärkung anzeigt. Daher mtn wohl njrjD s. V. a. Jiyi©. So wohl auch — vgl. fwfa und rtabl# Rut 4, 20 und so: nW’ s*~ 7a. und endlich so und die andern Wörter mit dem vergrößernden oder auszeichnendem He. Dieses He wurde ein ansge.- weitenes und auch vorn gebraucht, wie oben in — Der Koncipient nämlich wollte damit gleichsam sagen: Leider, daß die Nachkommen des hier benannten Patriarchen diesen heiligen Namen m*T> nicht immer erkannt haben, wie es bald darauf auch heißt: ^iotch "pnbfr* D^# Er wollte nichts mehr und nichts weniger als einen Wink senies Unwillens gegen Den späteren Hang zum heidnischen Kultus zu erkennen geben. (Beschluß folgt.) Zur Kultur- und Literaturgeschichte der Juden in Asien. Die ersten drei Jahrhunderte nach Abschluß des Talmud. Eine Skizze von Julius Fürst. (Fortsetzung.) . 13)^(694-712). Mar Nehilai aus Rare sch folgte 694, fungirte 18 Jahre und starb 712. — 14) (712—730). Mar Jakob aus Nehar-Pekod folgte 712 und starb 730 nach 18* jährigem Amte.^ Wahrend seines Rektorats zwischen den Jahren 718—720 kamen viele Lehrer der Hochschule zu Pum- Badita zu ihm herüber, weil sie den Hochmuthdes dortigen mit dem Exilarchen verschwägerten Rektors nicht vertragen mochten. —- 15) (730—748). Rab Mare den Mar Samuel wurde 730 Rektor. Von ihm sagt Scherira^: Rab Mare war von der Hochschule zu Pum-Badita und ein Nachkomme des Amemar, des Genoffen Mar Afche's. Sein Vater Mar Samuel mar Sohn des Mar Raba, welcher zu Pum- Badita den Mar Jizchak im Lahre 670 im Rektorate folgte, und mit welchem gleichzeitig Mar Hunai in Sora fungirte. Da keine ausgezeichnete Persönlichkeit 730 in Sora anzutreffen war, fo wählte der damalige Exilarch Salomo ben Chasda diesen Pum - Baditaner als Rektor für Sora. Er war ein großer Gelehrter, seine Kinder blieben in Pum-Badita und von den Nachkommen waren noch im Jahre 967 Manche an der heimathlichen Hochschule wirkend und zum ZHeil verschwägert mit der Scherira'schen Familie. Er starb 748. — 16) (748 — 757). Rab Mare Kohen aus Nehar- Pekod folgte im Rektorate und starb im 8. Jahre seines Zimtes 757. — 17) (758). Mar Acha ben Abbuhu fungirte dann als Rektor 6 Monate. — 18) (759—763). Mar J eh ritz a i b e n Na ch m a n, wie Mare ben Samuel auch aus Pum- Badita, wurde ebenfalls von dem Exilarchen Salomo nach Sora berufen und trat sein Rektorat 759 an. Von ihm, dem letzten dieser Periode, sagt Scherira: „Weil kein berühmter 96) Scherica SR. t. e. Es fehlt diese Angabe in GR. 97) GR. S. 40. —