Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 12 (1851)
- Issue
- Heft 15 (12.4.1851)
- Date
- 1851-04-12
- Page
- Seite 237-238 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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237 Die kleine Genesis. 238 Anfang und Ende der Amtsverwaltung nur eine muthmaHliche Geltung beanspruchen kanfl. Diese Reihenfolge ist nun: 1) (498—503). Nach dem Lode Abina's Mittwoch den 13.. Kislew 498, des letzten Rektors der Lalmudischen Periode, wurde Rabbenu Sama ben Jehu.da 499 Rektor und starb 503.^ 2V (503—505). Mar Samuel den Je hu da folgt ihm und stirbt 505 im Monat Kistew.^ — Z) (505—514).. Mar Su traben Rab Chan ina folgt ihm, und er starb gleichzeitig mit seinem Bruder Mar Tachckna ben Chanina, der Rektor zu Pum-Badita war, im Jahre 514.89 —- 4) (514—546). Rab Ena folgt. Wahrend der größten Zeit seines Rektorats (614—546) ‘jp war Rab Simona Rektor .zu Pum-Badita.^ Er starb e. 5-16. — .5) (546 — 588). Rab Goda oder Gosa folgt. Dieser Goda wird als.der letzte der Saboraer angesehen.93 Mit diesem und zum TheLl schon mit Rab E na wird jene Lücke bis.zum ersten Auftreten der Gaonim gewöhnlich auszefullt. Nun folgt die Reihenfolge der sogenannten Gaonim, die für Sora noch immer dunkel und getrübt, im Ganzen aber es in den Verhältnissen lichter wird. ~ 6) (588 —608). Der unmittelbare Nachfolger des Rab Goda ist nicht bekannt; auch ist es möglich, .daßmehrere Nachfolger das an einem Faden hängende Leben der soranischen Schule zusammenhielten. — 7) (608—613). RabMare ben Mar Huna hat bas Rektorat, während in Pum-Badita ebenfalls ein Rab Mare (ben Mar Dime) Rektor war.^ — 8) (613—630). Mar Chananja oder Chaninai hat das soranische Rektorat, und unter ihm die muhammedanische 87) Scherira SR. 117 b sagt: Die Geonim in .ihren Gedenkbüchern berichten, baßSama ben Jehuda im Monat Siwan 503 gestorben.. In der GR. steht fälschlich 787 d. s. Aer. d.h. 475. Um dieselbe Zeit war Rabbenu Jose zu Pum- Badita Rektor. - S. oben Anm. 16.> 88) Scherira SR. 15.: Im Jahre S17 d. h. 505, starb Sam. b. Jehuda, der aus Pum-Badita war. David Consorte in Kore Ha-Dorot 2 b chat in. der Umwandlung der Jahreszahl 817 in 505 den Jrrthum begangen, 517 zu setzen. Die GR. 11). hat aber richtig 818, was aber, da er in Kislew starb, 505 ist, der Vatersname Rabbahu anstatt Je h u da ist jedoch unrichtig, denn dieserwar in Pum-Badita. In Pum-Badita war damals Achai b. Hüna. 89) Während dieser Zeit waren in Pum-Badita Rabina aus Umza, Acha bar Kalma, Mar Lachrna ben Chanina, von; welchen letzterer 514 starb, wie sein Bruder. In beiden Receusionen des Scherira ist bei diesen Brüdern Sora und Pum-Badita nicht auseinander gehalten, wie überhaupt ungenau. — 90) Nach RAM starb Simona 540. — 91) In den Jahren von 514—519 war dort Jose 11. 92) Ses. Keritot und Seder Lannairn erwähnen diesen als letzten der Saboraer zu Sora, wie Simona in Pum-Badita. Er war Zeitgenosse des Rabai aus Ro b, und weil zu ihren Zeiten die Zerrüttung der jüdischen Hochschulen sehr groß war, kam es, daß. beide oft gar nicht mchr in Betracht gezogen wurden. — 93) Scherira GR. 1. o. Die Jahreszahl 825' d. s. Aer. , in der SR. ist die Angabe des Todesjahres, was 613 ist. — Aero im Jahre 622 begonnen.* *" — 9) (630 — 670). Eine Lücke. — 10) (670—679). Mar Hunai ist Rektor in Sora, während damals in Pum-Badita Mar Raba Rektor war. Die Herrschaft der Araber hatte bereits durch die ersten vier Khallifen eine weltgeschichtliche Bedeutung gewonnen. -r- 11) (679 —688). Mar Schischna ben Lach Ufa war foranisch er Rektor, während in Pum-Badita Mar B o sa i das Rektorat bekleidete. Auf seinem Siegel (Chumrata) führte >er den Namen Mescharschija ben Tachlifa. — 12) (688—694). Mar CH an an ja aus Nehar-Pekod folgte im Rektorate und starb 694.93 (Fortsetzung folgt.) Literarische Aualekten. Die "kleine Genesis nwna). Auf meine in diesen Blättern 1846 Nr. 1—6 veröffentlichte Abhandlung obigen Titels ist Hr. Dr. Fürst seither mehrfach zurückgekommen. Neuerdings (1850 Nr. 45 — 46) theilt er ein von Hrn. Pros. Konst. Tischiendorf in griechischer Sprache aufgefundenes Bruchstück aus dem,, Buche Adams" (besser: Leben A.) mit. Letzterer Gelehrte hat nun in Ullm. u. Urnbr. theol. Stud. u. Krit. (1851, 11. S. 420 —56 besond. 432—29) bei Besprechung von Lücke's ^Versuch, einer Einleitung in die Osfenb. Joh. und die apokalypt. Lit. üderh." auch selbst über jenes Fragment* geredet und auch meine Abhandlung der Beachtung gewürdigt. Indem ich die dafür sich Jnteressirenden auf jene Ztschr. verweise und Hrn. F.. an die versprochene Mttheilung des äthiopischen Fragments'und seiner eigenen Bemerkungen erinnere, will ich heute nur einige Punkte zur Sprache bringen. Hr. Prof» T. zieht zunächst die Identität der Apokryphen Moses mit der „ allberühmten" Isnzrj ytvsGLg in Zweifel, denn Syncellus und Cedrenus sagten nur rjv (seil. IzTtz. ysv.) %cd Mcovgecoq üvvti cp aal zivzg anond- Zv'ipLv. Das hatte auch ich schon a. a. O. Sp. 82 bemerkt und glaube noch bei meiner Ansicht von Ux Identität stehen bleiben zu können. Ich gebe zwar Hrn. T. nach, wenn er (gegen meine Argumente) behauptet, in der? Stellen bei Syneellus pag. 48 u. 49, Bonn, (bei mir Sp. 60. 61) wo der Name Apokal. Mos. für sich steht, sei eben auch nicht gesagt, 94) Scherira GR. eS?39. — 95) Scherira SN. S. 118». In der GR. ist hier eine Lücke und die Worte: Chanrasch Schenini und Batrch Mar Rab Nehilar mi-Naresch" fehlen. — *) Dasselbe liegt in Venedig (nicht in Florenz, wie im Orient steht), ein anderes von T. ebenfalls verglichenes in Mailand; ein drittes schon von Lambeeius und nach ihm von Fabrieius citirtes in Wien. lieber letzteres vgl. in meiner Abhandl. Sp. 82 Anm. 25. — T. theilt auch einige Stellen griechisch mit.