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Der Orient · 1851-04-05 · Heft 14 (5.4.1851) · p. Seite 213-214

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Journal
Der Orient
Volume
12 (1851)
Issue
Heft 14 (5.4.1851)
Date
1851-04-05
Page
Seite 213-214 (sequence 5)
Language
German
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211 Ueber einen Machasor - Kommentar, 212 jetzt soll der Sohn Batscheba rpTO: der von Gott geliebte (Sohn) heißen. Auch finden wir ein solches Waw in andern Wörtern: Um den Segen Jakobs hervorzuheben heißt es 1 M. 49, 20: I°Qttb--O2TOr. Sonst kommt dies Wort nur noch zwei Mal mit Waw vor und zwar im Jer., wo das Waw ebenfalls verstärken oder einen Nachdruck geben soll. Jer. 18, 8 und 33, 19. (Fortsetzung folgt.) Handschriftlicher Machasor - Kommentar aus dem Jahre 1301. Ich erhielt eine HS. auf Pergament — 193 Blatt stark, jedes Blatt von 4 Kolumnen, jede Kolumne 36 Zeilen, jede Zeile von o. 21 Buchstaben — geschrieben im Jahre 5061 (13011 von Isaak b. Jakob für Isaak b. B Ln j amin und die Schrift, ist von deutschem oder vielmehr französischem Duktus. Das MS. enthält einen Kommentar über das ganze Machasor, vorn und hinten vollständig, ohne jedoch irgendwie den Namen des Verfassers anzugeben. Das Ritual scheint mir französisch, d. h. das der Losasistm, weil darin auch ein Kommentar zu den bekannten Asharot des Elijja ha- Sakeri, nii rOT - npN beginnend, -sich findet, welche Asharot bekanntlich die der Losasisten war; ferner ein Kommentar zu der Ordnung nJID nrw;:. *>« ebenfalls vornehmlich in den alten Losafot erwähnt sind, wie auch noch zu andern liturgischen Liedern, die in Deutschland nicht gebräuchlich waren, wohl aber in dem AFM-Ritual d. h. in dem von Asti, Fossano und Monacho, das bekanntlich auch französisches Ritual heißt, weil Piemont durch die Vertriebenen aus Frankreich folonijtrt wurde. Der Kommentator lebte entweder vor dem berühmten Rabbenu Lam, oder er beachtete ihn nicht; denn in dem Kommentar zu Strophe 38 der Asharot schreibt er: -)^y pi ynt^b TOibs to 'ara , DW-ryb din ntb-> dk p)dd iniN b^bD royn nnw n# dw, anstatt daß Lam, glaubend daß dies der Halacha entgegen sei, du Worte IO^QI hinzugefügt hat. 2n Betulat bat Jehuda S. 10 habe ich bereits mitgetheilt, daß zu n^Qr\m IlO noch ein Einleitungsgedicht sich findet, beginnend y?non bdrb nbnn JHN, und in Kerem Chemed M. S. 292 habe ich aus einem Machasor Vitry Ms. ein GA. von Rabbenu Tarn zum Lobe der Pijjutim angeführt, worin die sonderbaren Worte Vorkommen: nbnn jns- D'IIDDH DP V7D IO' TOI und ich bezeichnete diese Sonderbarkeit, durch zwei Ausrusungszeichen; jetzt finde ich aber in vorliegender Handschrift diesen Gegenstand ausführlicher verzeichnet. Hier heißt es zu diesem Seder wie folgt: m> /p fr TOI (p)..pyottf „nbnn ihn" nrb ipncy -mb nrn rinwn my ^dhd (3 vnb>) Mai ns or6a To’ ba 'VN hjoa miry den nvwA bbi 'o .utb. ynvf?’- naa>n ~r nVtp* D'aiiD rnty O’SänBn ö'ptcn^ bat< ,5 i'dnd Pdno rrn && jnir6 onaa ~on djis bat, piaru ira"prb “bbnvn %b,, nattn "nbnn jnx,, ’-idni 6ie”3 , '‘bn nsu nV„ d^iybw "mnw,, bm "nab,, mbw niDiNri p ’piDisb /'Nin naba„ bN nsun w' ip’nv, / ira’nca "iT ihn1 ]\vi„ , nm jai 3n , vr D’pbn 8j)tsn iniN 'piD^b , iroEfnoD iDm Nb , "tijjj Nb ans 9 yy by nbru ba« lama rpbsn nPk? 1) Gerade in diesem merkwürdigen Stücke ist Einiges ausradirt, um dafür, wie es scheint etwas anderes hinzufchreiben. So stehen hier die Worte 'DnD m> 'p auf einer radirten Stelle und ich weiß nicht, was da wohl früher gestanden haben möchte. Vielleicht stand “non IOI, wofür ein ausradirender Geistlicher 'p d. h. BTIp St. Petrus, geschrieben haben mag." L. In npo. p pyo^ oder vielmehr richtiger pyot# .TOD, wie im Machasor Vitry-Mskr., ist deutlich genug der Apostel Petrus bezeichnet, der bekanntlich .i^'I geheißen Ioh. 1, 42. Wenn also hier heißt, daß diesen Lobgesang rfrrin JDN der erste Apostel Petrus geschrieben, so konnte nach dem Worte fr ppty, die doch nicht ausradirt wurden, offenbar weiter nichts gestanden haben, als sein mehr bekannter Name für den ungewöhnlicheren nDO pyDttf. Der in jüdischen Polemiken gebrauchte Ausdruck “non “)ÜD für BTipn 1C0D konnte hier aber gar nicht gestanden haben, da er hier als Gegner des Christenthums, als begeisterter Bekenner der Gotteseinheit dargestellt ist, und wenn, wie Hr. Luz. meint, ein Geistlicher diese Rasur gemacht hätte, so würde er gewiß dieses Ganze den ersten und größten Apostel vom Standpunkte des Christenthums aus verläumdende Stück ausradirt haben. Es ist also nur anzuneymen, daß für 'p 'DHD m früher ein anderer populärer Name gestanden, aber kein lästerlicher, da Petrus hier als Jude erscheint» Fürst. 2) Das Wort ist hier ausradirt und das offenbar von einem Juden, weil ei» Christ doch wohl geschrieben haben würde. F. 3) Das Wörtchen ^nb ist vom Schreiber vergessen worden. L. 4) In der Handschrift steht korrumpirt O'OI DnV. r. 5) , Hier ist wieder ien ausradirt. L. 6) Hier ebenso. L. 7) Von hier an beginnt die Erklärung und Deutung des hier folgenden Liedes, das man zum Verständniß vergleichen muß; die Stellen, des Liedes sind durch Anführungszeichen kenntlich gemacht. F. 8) Die Worte ym imK ftnb radirt, vielleicht aus Furcht vor Verfolgungen. F. 9) Die Worte nbn3 sind radirt. L. 10) Daß daß Kreuz ein 2NI ^y war beruht auf die Sage Ialkut zu Ester Z. 1059. F. Diese sprachlich vollkommen verständliche Stelle in einem so alten und wichtigen Machasor-Kommentar ist seines eigenthümlichen Inhalts wegen wohl geeignet, die Neugierde der Forscher zu reizen. Der Apostel Simon Kaifa, der gewöhnlich St. Petrus aus Rom genannt ist, soll, nach dieser Mit- 14*

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