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Der Orient · 1851-04-05 · Heft 14 (5.4.1851) · p. Seite 211-212

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Journal
Der Orient
Volume
12 (1851)
Issue
Heft 14 (5.4.1851)
Date
1851-04-05
Page
Seite 211-212 (sequence 3)
Language
German
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209 210 Orthographie der Eigennamen. Nun wegen Neh. 6, 6: Da der Statthalter Sanballat, der Schreiber jenes Ln Rede stehenden Brieses, sich auf die Acußeruug des Arabers —1 ebend. 6, 1 — als auf eine Autorität berufen' will, vgl. ,,Weisheit der Morgenländer", 1 Köu. 5, 10, so gab er dem den Ehrennamen oder fügte das hervorhebende Waw hinzu, d. h. ,, der kluge Araber Geschem ist auch meiner Meinung, daß du Empörung im Schilde führst. " Daher ist auch an dieser Stelle mit Nachdruck mit Waw geschrieben. Da§ zweite Mal kommt'dies Wort nur Josua 22, 29 vor, daselbst steht cs richtig ohne Waw, so auch nnnD mpfW ff* Natürlicherweise nehmen nicht alle Koncipieuten sich die Freiheit die wahren Namen der Personen abzuändern. Es gab natürlich auch welche, die keine Liebhaber von dergleichen Jovialitäten waren, fanden es anch oft nicht nöthig, wenn es auch allgemeiner Gebrauch war. Als Jovialität steht auch mitunter ein Pstk, gleichsam unser Gedankenstrich. So 1 Chron. 2, 3 Pmallelstelle 1 M. 38, 7, ist mit dem Pstk ein launiger Wink gegeben, daß in dem Namen njj/ transponirend, yn liegt jn j ny W; in den Poemen der HS. kommen selten 2YD1 np vor. als zweites Glied des n. p, und als erstes Glied, sind so unzweifelhaft Gottesnamen, daß man sich nur die damit verbundenen Eigennamen anzusehen braucht, um sich davon zu Überzeugen. , -irm.T , 'pmrp , yTi>T , fTl.T ,'Cnpvp:; ypn^rp /' OWj ymri': , üdwp , Tnwn*» , tm-p , jnJ'in’* tragen fchon darin den Beweis, dass ihr erstes Glied ein Gottesname ist, weil sie 1) als völlig gleich mit denen durch PP zu Ende gebildeten wechseln, z. B. 2 Ehr. 21, 17 heißt 2 Kön. 8, 24 z 2 Kön. 24, 6 auch 1 Ehr. 3,16.— 2) weil sie mit einem andern Gottesnamen, nämlich mit wechseln z. B. und , und gewiß kann man ohne Uebrrrreibung annehmen, daß 6ie genannten mit ysr^X , identisch sind in ihrer Bedeutungen. Dasselbe ist mit dem abgekürzten Gottesnamen y der Fall, da .mw ,. ssw> , "dip , pnn , jht u. s. w. ganz mir Venen auf zusammenfallen und oft in der Bibel wechseln.' Dasselbe ist auch mir rp und?,-p als hintenangefügtes Glied m den Eigennamen. Dieselben Männer, welche TON-,'iTTM*/ TIDN, HT)N, ,t6n, .TLVtt, nW3 nnni, nnst, rvprn, nybn, »Tun, waw, mby, »tt, rpira, rp:ns, n^na, rnsy, nny, my, nniy, rm »tcäd, : .Tp’rc, »Tarn, map, »tw, rryoty, ,T-)L7 beißen, kommen in der heiligen Schrift, wie man sich aus dem Wörterbuche leicht überzeugen kann, auch mit }p|> ftft fp vor und man müßte wahrlich mehr als rHßrri besitzen, um für alle diese Fälle einen Derasch zu suchen. -- Kurz n.T, ).r,.T/nr, -ta, v, wie sie bald vorn bald hinten zur Weihe des Namens angefügt sind, folgen keinen andern Gesetzen als wie bei allen Völkern, d. h. dem Behagen und der Liebe der Familie (vgl. Lheodorns, Dorotheus u. a.% — Wenn Hr. R. und ton oder wn und vergleicht, so ist das aus 'gramm. Gesetzen zu erklären, die gar nicht hierher gehören. Ja, man hat auch das hervorhebende Waw vor den Namen gesetzt, z. B. 1 Chron. 27, 4: trbpü) TJUJV Der Koncipient konnte das Waw nicht zu Ende des Namens setzen, weil es als Suffix angesehen werden konnte und dann sinnlos wäre. Auch könnte man dann glauben die Abtheitung Leviten dieses Namens (s. unsre ,,Forschungen über die Ueberschriften der Psalmen" S. 14) hieße fn^pv z dahingegen giebt das Waw vorn kein Mißverständniß, denn der Name n&pB kommt öfter vor, ebend. 8, 32 und 9, 37 u. 38. Um einem ähnlichen Mißverständniß vorzubeugen setzte ein Koncipient das hervorhebende Waw sogar am Ende des dem Namen vorhergehenden Wortes und es heißt daher iXD : @o soll DJ&3 hcrvorgehoben werden, als Prophet, daher 4 M. 24, 3: Tya?jn Dy*?n d. h. obgleich er Prophet war, wurde sein Fluch doch zum Segen. Bilam wollte den König hervorheben, daher ebend. 83/15: ->M jju. Um so leichter hatte es damit dieser Koncipient, da dieses vielleicht auch ein poetischer Ausdruck war. Ein Mann hieß ppfl 1 Ehr. 6, 19. Wo dieser als Ahn des Sehers Samuels vorkommt. 1 Sam« I, 1 heißt er Er hieß auch nm 1 Chron. 6, II, welcher Beinamen ihm im gemeinen Leben wohl gegeben worden ist und der Koncipient nahm diesen Namen auch auf, um zu zeigen, daß es ein und dieselbe Person sei. So gab man wohl im Leben dem König Joschia seiner Huld wegen den Namen wie Z. B. Tun s"r TTT]n Esra 3, 9, daher"Zach. 6,10 rWN"1 nnv ebend. V.' 14: — ‘ Es erklart^sich nun auch der Name des Propheten Wd# nach der in der heiligen Schrift angegebenen Etymologie von 1 Sam. 20 u. 28, wonach - sonst der Buchstabe Mem nicht paßt. 2lbcr weil er. von G o t t erbeten ist, wollten die Eltern er solle den Namen Gottes führen, daher nannte sie ihn etwa^^O von □tt/’ und und mit unserm Waw wurde es b>MüW S. Gesenius Handb. 4. Aufl. d. w. Es scheint daß im Leben dies Waw von Laien auch gebraucht worden ist: die Eltern des Samuels, Tatm. nvi pNrroy hwd Vgl. and) nrnoar :üon m mb LK7 mit emgestigtem Jod, welches vielleicht auch ebensowohl zum Hervorheben als zur Verbindung dasteht. 2 M. 6, 22: -jeh&n; als Fürst heißt er 4 M. 3, 30: so oster. Vgl. auch Haggai 1, 12 und 2, 2 voir 1 Chron. 3, 17: : Es gab auch Namen oder Beinamen, die die'Umstände des Namengebers, nicht die der Eltern berücksichtigen , 2 Sam. 12, 25; David nannte seinen Sohn, von der yairra, Solomo; der Prophet Natan nannte ihn Jedidja. Es war derselbe Prophet, der dem David im Namen Gottes jene große Sünde vergeben hat. Also

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