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Der Orient · 1851-03-08 · Heft 10 (8.3.1851) · p. Seite 149-150

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Journal
Der Orient
Volume
12 (1851)
Issue
Heft 10 (8.3.1851)
Date
1851-03-08
Page
Seite 149-150 (sequence 5)
Language
German
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149 150 Kunstausdrücke der hebr. Poesie. Ha-Lewi sund Mose Jbn Esra, nicht^ur für die hebräische, sondern für die gesammte orientalische Literaturgeschichte deutenden Werth haben. Ihre Werke sind nur noch so wenig bekannt, und die von ihnen bekannt gewordenen Stücke sind noch nicht gehörig erläutert und ästhetisch gegliedert dem Leser vorgeführt worden. Diese Dichter waren alle ebenso gelehrt als geistreich, ebenso gedankenvoll als phantasiereich» Je hu da Ha-Lewi hat in einem seiner Gedichte die Worte JTOSpMhn Kl; D1»' HTÜ NMN IT'nn DK (Ist die Weisheit ein Meer, so sind Gedichte ihr Schaum.) In diesen Worten liegt das Geheimniß aller Poesie. Mir werden auf diese Stelle später zurückkommen.) Diese Dichter haben, obwohl sie in ihren weltlichen Gedichten von dem eigentlichen M usiv styl nicht viel Gebrauch machten, biblische Bilder mit einer solchen Meisterschaft gebraucht, daß man dieses einen höher» geistigen Musivstyl nennen könnte. Wenn Jehuda Ha-Lewi den Gedanken ausdrück'en will: daß, wo Große sich beugen, die Kleinen nicht wagen dürfen, sich etwas herauszunehmen, so sagt er D'E& nEMinrwvnjn nmj? nts» mn»' nVi (Anführer von Zehn dürfen keine Herrschaft sich anmaßen, m die Befehlshaber von Lausenden sich beugen.) Das Anbrechen der Morgenröthe drückt Jehuda Ha- Lewi mit den Worten aus K^nVfsn-p 'Jidtjo -m (Der Morgen läuft wie der Jugendsrische (David) einher, die Nacht zu schwächen, welche gewaltig wie der Riese (Goliat) war.) Von ,einem Gesichte schön weiß und roth gefärbt sagte derselbe UHU Tnr.JtW (Rose und Lilien sind gemischt gesäet) Der Begriff ist allgemein,, der Ausdruck ist speciell biblisch, mit Bezug auf B. M. 111, 19. Unterhalten ihre lieblichen Bilder die Phantasie, so ergötzen die Formen ihrer Gedichte das Auge. Die Formen, der sie sich bedienten, sind sehr mannigfaltig, und die Meisterschaft ihrer Metrik tritt überall hervor. Einige Kunstformen derselben dem Leser vorzuführen, und mit den nöthigen literarischen Nachweisungen versehen, ist der Zweck dieser Zeilen. Folgende sind zu betrachten, a) ö\3Jn b) ntSOD c) <*) rran. a) Das OW^niS)1 / Ueber diese Form haben wir bereits in diesen Blättern (1843 S. 359 Note 12) einige Notizen mitgetheilt. Vgl. auch Hammer-Purgstall in den Wiener Jahrbüchern (1828 Bd. 44 S. 91). H ar iri in seinen Makamen (K. 27) nach Alchar i slls Uebersetzung läßt Jemanden sagen nnnaj d-^d wiiNsin ikw -mn ruya ns’?on ’jupo DIN) DTN 1D3 DHIDJ DITJ’JJD CHI .... Spater ist der Ausdruck ni^D ’BtntJ* üblich geworden/ so sogt Salomo 1) Mber das 1DD des I e h u da den Balam haben wir bereits in diesen Blättern (1848 S. 453) gesprochen. Da siero in einem seiner Gedichte D7n2^3 mDpnb nlD-tsr — Auch Mose ben Chabib in seinem Opu Wl (gegen das Ende) sagt: rpnJH OÜ mot^n tjinjp* Derselbe führt keine allen Beispiele an. In dieser Äunstform sind folgende 2 Werke zu nennen. 1) piy nDD des Mose Jbn E^sra (auch Larschjsch) genannt. Wir haben bei verschiedenen Gelegenheiten Proben aus diesem interessanten Werke mitgetheilt.', sowohl in unserer Blumenlese (S. 117. 132. 137. 195), als auch in diesen Blättern (1848 S. 242. 1850 S-. 306). Viele Proben haben wir auch in der Ankündigung zur Herausgabe dieses Werkes mitgetheilt. Herr Edelman hat in dem -nDDpK M ebenfalls einige Stellen daraus mitgetheilt. 2) p3j/n idd des Jehuda Alcharisi. Auch aus diesem Werke haben wir sowohl in dem TiDDpN *'1X1 (S.47) als in diesen Blättern (1830 S. 217 Note 52, ebend. S. 522) Proben mitgetheilt. Eine Strophe wollen wir auch hier folgen lassen. » ■ bip hy obynoi hm n'nn vS‘b> D'rpw hm m)w :D,q pm onb' p mo pw* hm 6) Das nwiü (Muwafchach). Ueber dasselbe vgl. Freitag arabische Metrik 'S. 421 Buchst. G. und Hamm er-Purg stall im Journal asiat. 1839 S. 167. Derselbe in den Wiener Jahrbüchern 1838 B. 84 S. 142 ff. Der Erfinder dieser Gedichte Jbn Abu Rebihi starb 940. Diese Art Gedichte sind sehr kunstreich gebauet. Das Wort penö selbst taucht nur in der Oxforder 'HS. (Po<oke74) auf, voraus wir bereits in den TiDDpK U3J) (S. 39. 40) Proben mitgetheilt haben. In dieser Weise gebaute Gedichte findet man auch in dem rrilfP 5Q nbifD z. B. büß daselbst (S. 38) befindliche, anfangend fibp xbrr D^iXH '2W pH. Da Luzzatto nichts von bem. Worte ntäno satzt, so scheint es-, daß dieses Wort gar nicht in dessen Handschrift vorkommt. In der Oxforder Handschrift befinden sich verschiedene Gedichts welche diesen Namen führen. Diese Gedichte sind oft unkorrekt, und ohne alle metrische Abtheilung für das Auge, in bloßer Prosaform geschrieben^ Wir lassen hier als Probe eines dieser Gedichte des R. Jehuda ha-Lewi folgen. EsistanAbn Ibrahim b. Esra (den Bruder des Mose den Esra) gerichtet, dessen hebräischer Name Isaak war, wie der Leser aus diesem Gedichte selbst ersehen kann. nhm min m iTODn nxbDii nipnn'nwo nd »iPpt7 xb ^bn-nnbcar -ms n^b nyaw xb onrn *njn Dnni nynu' nyon,'ta nnm mm -mi 10*

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