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Der Orient · 1851-02-22 · Heft 8 (22.2.1851) · p. Seite 119-120

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Journal
Der Orient
Volume
12 (1851)
Issue
Heft 8 (22.2.1851)
Date
1851-02-22
Page
Seite 119-120 (sequence 7)
Language
German
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119 120 Ueber talmudrsche Religionslehre. jenigen historischen Objektivität und theologischen Freiheit entbehren, die man für solche Arbeiten verlangt, werden jüdischen Bearbeitern von großem Nutzen sein. 2) Nächst dem biblischen Schriftthume als Quelle für die israelitische Theologie kommt sodann die Theologie der nach biblischen jüdischhellenistischen Literatur, wozu das große Gebiet der Apokryphen und des jüdisch alexandrinischen Schriftthums als Quellen gehören. Noch ist freilich diese Seite des jüdischen Schriftthums, welche die Zeitstrecke zwischen 312—32 v. Ehr. ansfüllt, nicht im ganzen Umfange durchforscht, noch hat man nicht einmal eine übersichtliche Darstellung dieser Literatur erhalten z aber die gelehrten und trefflichen Einzelarbeitcn, die wir für diese Klasse des Schriftthums von Frischt, Bretschneider V I er ich en", Dähne", Stahls Großmaun", Bryan t", Schröter", Gfrörer^, Grim", Brücker", Sartorius", Gierig^ und Georgi^ 7) Bruno Bauer, die Religion des alten Testaments. 2 Bde. Berlin, 1838-9, 8. — 8) S. H. Frisch, Vergleichung zwischen den Ideen, welche in den Apokryphen des . alten Testaments und den Schriften des neuen Testaments über Unsterblichkeit, Auferstehung, Gericht und Vergeltung herrschen. Eichhorn's Bibl. IV. 653. — 9) C. G. Br et schneid er, systematische Darstellung der Dogmatik und Moral der apokryphischen Schriften des alten Testaments. 1. Thl. Dogmatik. Leipzig, 1805, 8. — 10) J. G. Jenichen, de petendo rerum, quas libri NT. apocryphis illustratione. Wittenberg, 1786. 4. 11) A. F. Dähne, geschichtliche Darstellung der jüdischalexandrinischen Religionsphllosophie. 2 Bde. Halle, 1834, 8. 12) E. H. Stahl, Versuch eines systematischen Entwurfs des Lehrbegriffs Philo's von Alexandrien. Eichhorn's Bibl. IV. 769-890. 13) C. H. L. Grossmann, quaestiones Philonianae. I. De theologiae Philonis fontibus et auctoritate. 11. De Xöyco Philonis. Leipzig, 1829, 4. — 14) J. ßryant, the Sentiments of Philo, concerning the Xoyog, or Word of God. London, 1797, 8. — 15) I. Ehr. Schröter, Philo's Ideen über Unsterblichkeit, Auferstehung und Vergeltung. Keil und Tzschicner's Analektcn.' I. 2, 95-146. 16) A. Gfrörer, Philo und die alexandrinische Philosophie. 2 Bde. Stuttgart, 1831, 8. 17) I. Chr. Grim, Etwas von der alexandrinischen Philosophie und deren Spuren im Buche der Weisheit. Annaber Q, 1773, 4. — 18) Jac. Drucker, de vestigiis philosophiae Alexandr. in libro Sapientiae. In dessen Miscell. p. 187— 225. — 19) F. W. Sartorius, comm. crit4 de Metenipsychosi pythagorica, a discipulis Chr. et gente judaica ante excidium Hierosoi. secundum, non recepta. Lübeck, 1760, 4. — . 20) G. F. Gierig, genetische Entwickelung aller Bedeutungen des Wortes Geist in den Grundsprachen der Schriften des alten u. neuen Testamem's. 2 Programme. Dortmund, 1793, 4. — ( - 21) I. M. L. Georgs, über die neuesten Gegensätze in besitzen, wo theils daß Verha'ltniß zum altbiblischen Schriftthume, theils die Beziehung zu dev später aus dem jüdischen Elemente sich abzweigenden christlichen Literatur entwickelt wird, bilden auch eine fast ausreichende Vorarbeit für eine jüdische Theologie dieses Zeitabschnittes. 3) Die tal murr i sch e Religionslehre oder Theologie, wozu noch keine wissenschaftliche Vorarbeit, wenn man nicht.die gemein feindlichen von fanatischem Iudenhaffe erfüllten, in schimpflichster Absicht und ohne Spur von wissenschaftlicher Befähigung und ehrlichem Willen koncepirten und ausgeführten Schriften eines Calixt^, Calow", Danhauer^, Hulsius^, Mai^, Gerson^, Eisenmenger" dahin rechnen will, bis jetzt vorgekommen. Sie ist noch vorerst, wie erwähnt, aus dem talmudischen Schriftthume von 32 v. Chr. bis 498 n. Chr. als eine systematische Wissenschaftzu gewinnen, und es versteht sich von selbst, daß ein dahingehöriges Material von dem hohen oder tiefen Stand der Auslegung des Talmuds abhängen müsse, insoweit dasselbe doch nur durch Auslegung resultirt und die Reproducirung der gewonnenen Resultate von der hermeneutischen und exegetischen Gründlichkeit und Umsichtigkeit bedingt wird. Aber außer dem Zusammenhänge der talmudischen Theologie mit den erwähnten zwei ihr vorangegangenen Kreisläufen der jüdischen Theologie, die in dem heiligen jüdischen und in dem apokryphisch-hellenistischen Schriftthume ihre Quellen haben , giebt es noch für das specielle Verständnis; der talmudischen Theologie zwei andere Bezüge, welche in der geschichtlichen Erforschung dieser Disciplin nicht unbeachtet bleiben dürfen, nämlich 1) das Verhältnis zur samaritanischen und 2) das zur muhamedanischen Theologie. Auf die samaritanische Theologie hat bei aller Einwirkung des alexandrinischen Iudenthums, bei allem Einflüsse des ursprünglichen heidnischen Bewußtseins am meisten die talmudische Theologie eingewirkt, wie man sich leicht aus einer Zusammenstellung der theologischen Anschauung derselben bei Gese- Auffassung der alexandrinischen Religionsphilosophie, insbesondere des jüdischen Alexandrinismus. In Jllgen'6 Zeitschrift Bd. IX. — 22) Fr. Ulr. Cal ixt, de religione judatea, Helmstädt, 1686, 4. — 23) Abr. Calov, de statu Judaeorum ecclesiash et polit, Wittenberg 1679, 9. — 24) J. C. Dan hau er,' de ecclesia judaica etc, Straß bürg, 1662, 4. 25) A. Hulsius, theologia judaica. Breda, 1653,4. 26) J, Hnr. M ai, synopsis theolugiae judaieae veteris et novae etc, Gießen, 1698, 4. — 27) . Ch r. G erson, Abriß, der jüdischen Theologie nach dem Talmud. Ausgenommen in dessen: Jüdischer Talmud. Goslar, 1607, 8, Gera, 16l3, 8z Ib’ 1618, 8; b. 2l. Leipz. 1698, 8. — 28) I. Andr. Eisenmenger, neu entdecktes Iudenthum, oder wahrh. Bericht von den Lästerungen, Irrthümern und Fabeln der Juden. 2 Theile. Ff. a. O: 1700, 4 z Königsberg-Lerl. 1711, 4. —

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