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Der Orient · 1851-02-08 · Heft 6 (8.2.1851) · p. Seite 91-92

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Journal
Der Orient
Volume
12 (1851)
Issue
Heft 6 (8.2.1851)
Date
1851-02-08
Page
Seite 91-92 (sequence 11)
Language
German
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91 92 Historisches und literarisches Sündenregister. : ' Ehe wir vvu diesen bibliographischen Sünden zu einer andern. Kategorie übergehen, muß ich noch der Sünde eines Ungenannten als hierhergehörend den vorgeführten Sünden anreihen. Es wurde nämlich im Orient v. I. No. 37 eine Abhandlung „ b ie letzte Presse rn Zefat" abgedruckt. Obgleich chiese Abhandlung mit. Fleiß und Gründlichkeit bearbeitet zn sein schien, so erregte die Notiz de« Redaktion, daß sie einem Berliner Blatte^ entnommen sei., mein Mißtrauen in ihre anscheinende Genauigkeit, welche durch die Angabe des Verfassers gerechtfertigt wurde, .weil er sagte, daß die neue Presse in Zefat erst 1832 errichtet wurde, und daß sich in der Bibt. Michael nur zwei Weüke aus dieser Presse befanden, nämlich ^pninbwn nab und oy D'b'nn ftpn nQa.)^;'nTOOl int während der Katalog (H.271) nach einer daselbst erschienenen Schrift gedenkt, '»ninün sllb^ inbi^b 'tw dw ■'Dip1?! Jnn mo wbnN tittd: 'n ^pn im was beweist, daß die Mich. Bibl. mehr als zwei Werke aus dieser Presse besitzt und dast letztere schon 1830 in Gang war. Da nun aber der Michael. Katalog ebenfalls ein .Berliner Fabrikat ist, so suchten wir aus anderer Quelle die Zefatischen Druckwerke. herbei und fanden nun, daß die Schrift jnblt^n HND erst 1836 erschienen ist, hingegen macht der Vers. des Katalogs irrthümlich den D ru ck er zum Verfasse r dieser Schrift, wahrend beide ausführlich auf dem Titelblatt genannt sind: (>'^51 NnüDJI )/n?nün \nbw 1DD -ipjcfr msDn’pD D'bcc/nb ifinn^iann no y'i'uvh Ol' bn.in m^n tid -wio mby. .22222 °nnm ]nbnsfnby rann bin yrö pis? byib iddd pai nispa f^rr a'\>ty2 im nn^ipi n^ob'(»nsbn , nnr, ms?D , nhdj) n? dj d n n s p rp m i ü'dj '"y , ninon. jnb^n by )"n bNit^v n'to vDivn :m nbyo fy , uo 'nSkv hd ss pn'y p'byn'b'b:! m ddu . p2 q.tdk n”io anrp 2'O bi nttbn t^bcm* nnojea ruty vin tnra 44®c. 12. Außer dieser auf dem Titelblatt gegebenen Jnhaltsanzeige .enthalt dieses Schristchen noch eine Kalender-Rechnung auf 5 Jahre, bis 5601. In diesem Jahre kam Israel Bak mit seiner Druckerei nach Jerusalem und erhielt vom Rabbinat aller heiligen Städte das ^Privilegium als palästinensischer Drucker. Das letzte uns zu Gesicht gekommene Werk aus dieser Presse ist das 1848 erschienene p*jtj von iiyDN r2 pnsp 22, Alle dort erschienen Werke haben auf dem Titelblatt das Druckdatum, den Druck'ort und den Namen des Druckers, nur das 1845 dort gedruckte plin erschien s. a. und 1. und hat auf dem. Titelblatt nur die Anzeige -DTWDN3 DDUCF 1DD. Dieser Drucker, Israel Wak, ist ein 2) In einem Aufsatz desselben Blattes, den der Orient No. 46 abdruckte, wird über das Stillschweigen der indischen Presse von dem sehr verdienten Mann Chajim Farhi Klage geführt, wobei der viel belesene Vers, außer Acht ließ, daß die Hevue orientale (1841) eine ausführliche Biographie dieses Mannes, nach französischen und deutschen Quellen gegeben, was beweist-, daß F. weder in Frankreich noch in Deutschland so unbekannt ist, wie der Vers, vorzugeben sich bemüht. gelehrter Mann und zu den meisten seiner Ausgaben schriied er schöne Vorreden, wie z. B. in den Schriften rnpy rö nnri, "idd; "nsp p"p jnJöD.Vus« nibon -nb;; .ttmprj n'bL'N'. Seine Edirionen sind überhaupt schön und korrekt; 'besonders ausgezeichnkt sind in dieser Beziehung die Schriften nimm no jn’bim’pny yruoi nmncm nnpnn; mj)D ny bsn crvnpb. «rus? piNv-o pns’ 2 * * * * 7-i pwb n.'.-nyiD .5 pnn. b"n d"' m~.p; oibtp n:i nobt? nmyi cm mbin; trnp. vnpov . Seiche Fehler und Ungenauigkeitcn hat der Michael. Katalog wch diele, und obgleich er besser als der Oppcnh? ist, so darf man ihn doch, besonders bei den von keinem ander» Katalogisier« gekanntem Werke kein unbedingtes Vertrauen schenken. (Fortsetzung folgt). ' Ueber den talmudischen Ausspruch: OI'Nlb O'dr2112lv. 2112 ,/der beste der Aerzte zur Hölle/^ Die Satyre hat oft an die Thüre der Aerzte geklopft; irr allen Sprachen findet man Denkmale der Satyriker. In der hebräischen Literatur des Mittelalters findet man mehrere Gedichtchen, mehrere Schilderungen, welche den Stachel in sich tragen. So z. B. ndvt »Tn b'DDb p? ton D^n nyn dtv ':o nm UD OwbO by pnrp 'Ttin wmn pn'T on o Werde Arzt", sagt-e die Zeit zum Thoren, „so kannst du Menschen tödten für ihr eignes Geld. Vor den Todesengeln hast du den Vorzug dann, denn diese tödten den Menschen umsonst«") Ein Ungenannter hat in dem O'^ONn nW2 ebenfalls seinem Witz freien Lauf gelassen.^ Auch Kalony- 1) Dieses Gedichtchen ist unter andern im ü'ywyw IDD erwähnt. Auch Schem TobPalqueira in seinem wpoß führt es an. Salomo Dafiero hat dieses parodirt. Er sagt : LLDN Tn U2n : sOf 2m nmy Mbb l72bn ab ’oqj b5 by ib |nn’ nein 11NV i^b' o . („Werde Arzt, rief die Zeit dem Klugen zu, für deine List kannst du dann in Scharlach einhergkhen, du hast vor dem Weisen den Vorzug dann, denn diese gehen schwarz für ihre Weisheit. ") Die List der Aerzte ist ihre Charlatanerie. In diesem Sinne sagt ein i ta l ien.isch es Sprichwort: 1 Salernitani inganarono il diavolo („bie Salernitaner betrügen den Teufel"). Die medicinische Akademie zu Salerno war im Mittelalter sehr berühmt. - 2) Dieses Werkchen befindet sich bei dem TyiL^y^ IDO. Es ist dieses Büchlein witzig geschrieben und rhetorisch gehalten. ^r. M. Steinschneider theilte mir mündlich die Bermurhung mit, daß das Ganze eine Parodie der Aphoris-

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