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Der Orient · 1851-02-08 · Heft 6 (8.2.1851) · p. Seite 83-84

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Journal
Der Orient
Volume
12 (1851)
Issue
Heft 6 (8.2.1851)
Date
1851-02-08
Page
Seite 83-84 (sequence 3)
Language
German
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83 84 Nachträge zu den waforetischen Studien. Bon S. Bär. 10, 1; ibbü Jer. 6/ 4 u. s. w. Dieses Stück (S. 55—56), daß auch das n'p) bespricht, gehört zum 3. Fragment NMIden und müßte bei einer kritischen Edition .dort angefügt werden. V. Nun kommt das von Hrn. B. sehr gut erläuterte Bruchstück über die Emet-Accente, beginnend: nrö nw (©.56— 58) und mit rfrtf 'Q schließend. Dieses Stück müßte sich Fragm. I. anschließen - wo es die Accentlehre beschließen würde. Dann kommt über nblft und nno , Dnb , nsw (S. 38—61), das mit dem Borhergehenden keinen Zusammenhang hat, aber hinauf zu Fragm. L gezogen werden muß. Endlich kommen VI. sonstige masöretische Glossen und zwar a) die Bücher betreffend. Dann einzelne allgemeine Regeln (S. 62— 64) mit ho oder pD anfangend, die aus einem masoretischen Abschnitte genommen sein mögen. . . . (Fortsetzung folgt.) Nachträge, zu den masoretischen Studien. 1) Erwiderung auf die Bemerkung des Hrn. Redakteurs Orient Nr. 1. S. 5**). — Die Anfrage des Hrn. Red. ist uns etwas unklar, indem wir nicht wissen, ob mit dem: ,,W o k o itt in t dieser Nam e vor?" der Name ■ipiyb oder unser angeführtes „das zweite '.Zion" gemeint ist? Wir sind also genöthigt, dieselbe nach ihren zwei Seiten zu beantworten. Der Name?TtyE) .auf Tiberias kommt vor im Michlot S. 91-, wo KLmchi eine Stelle aus ym mm\.p n"i3nD■ citict. Levita im Ti schbi, Stichwort wiederholt diese' Stelle. Ferner kommt dieser Name, vor im Masoret ha Masoret des Levita dritte Vorrede; serucr am Anfänge des Buches moyion 'pnpn von, Ben-Ascher , gedruckt 1517; ferner erwähnt ihrer Ben-Chajjim in der mas. sin/ am-. Anfänge des Namens — Die Anfrage ") Hr. B. kann sie auf beide beziehen. ‘ *’)' Diese Erwiderung ist erst recht verfehlt. Meine Frdge kann sich doch nur darauf beziehen, ob dieser Name -JTU7Din der Bibel, in der Mischna, im Midrasch oder im Talmud für Liberias yorkommt, und wenn er vorkommt, ob er gelesen wird. Denn es gilt durch dieses Vorkommen den fremdartigen Zunamen in rrünft des A li b e n Jehuda H'a-Nasir erklären zu können. Wenn Kimchi im Mchlol .die' betreffende Stelle' aus dem Werke Ali's aufnimmt, und wenn Levita und Jakob ben Chajjim dann wieder aus Kimchi dieselbe Benennung ausnehmen und Hr. B. endlich .aus allen zusammen denselben Zunamen anführt, so 'versteht sich doch ganz von selbst, daß man diese alle nicht als ' besondere Citationen ansehen kann, um auf den häufigen Gebrauch dieses Namens zu schließen, sondern man kann ihn nur als einmalig in dem Werke Ali's betrachten. Die Ueberschrift in dem 1517 gedruckten Ben-Ascher'schm Fragmente, wo zu dem Ben-Ascher'schen Geburtsorte Labaria, den wir aus dem auf der andern Seite beantwortend, sagten wir nicht daß Liberias auch Zion als Eigennamen, sondern als Eh reu-Namen hatte (daß es aber so benannt wurde, verweisen wir kurz ans Jost's Geschichte IV. S. 70), und eben daraus schloffen wir auch cutf h'tyD als Ehrenname. Ihrem Einwande, daß es da aber Fragmente selbst vielfach erfahren, der Sammler oder Editor nach JTTyD gesetzt, hat dieses wieder nur aus Kimchi und Ben-Ascher hat damit nichts zu rhun. Daher ist die Kritik wohl berechtigt zu fragen: Wie ist der Name für Labaria, dessen weder Bibel noch Mischna, weder Midrasch noch Talmud, noch endlich sonst ein Schriftsteller gedenken und nur ein gewisser Ali ben Jehuda Ha-Nasir nach einem erhaltenen Citat gebraucht, zu verstehen. Daß der Beiname im Verlaufe von 2000 Jahren nur ein einzigesMa l vorkommt, und dies einzige Mal noch dazu bei einem verschollenen unbekannten Grammatiker A ti, der wahrscheinlich gar kein Nabbanite war, und der vielleicht gar arabisch geschrieben, ist wohl schwerwiegend genug, um nicht die Deutung so leicht zu nehmen. Es ist die Frage, ob das Wort nicht gar anders gelesen werden muß u. s. w. u. s. w. und die Konjektur hat noch einen weiten Spielraum. Auf welchen Beleg Jost sich stützt, daß Labaria Zion genannt wurde, kann ich jetzt nicht Nachsehen, da ich jene Geschichte nicht vor mir Hube, allein dies selbst zugegeben, so beweist dies doch nichts für rptyD. —• Wichtiger als diese schwachgestützten Vermuthungen, ist jedenfalls die Hin Leitung der Aufmerksamkeit auf den verschollenen Grammatiker Ali. Dieser Ali den Jehu da t/a-Nasir, welcher wie Ben- Ascher ein grammatisches Werk unter dem Namen rronD geschrieben, war auch wie jener aus Labaria, was mau schon aus Klmchi's Cirat im. Michlol (I. *c.), wo er Über die doppelte Resch - Aussprache der Tabarieuser sich ausläßt und die dortige Volksausfprache (^ ipo >am) aenau kennt, leicht ersehen kann. Aus einem alten handschr. grammatischen Werke eitirt bereits Dukes (Kunt. ha-Mas. S. 2) eine ]sby p nun1 miDD, And wenn wir beide identificiren sollen, so müssen wir nothw-rndig annehmen, daß der Verfasser mirp geheißen, und ddn oder seine Kunja war, und in der Lhat ist die Kunja Pn bei den Rabbinen häufig zu einem mit p geworden. Der Name würde also lauten n^n nnin' *by DN, daraus denn mrr? 'by p Tun, oder min' p by, oder n'^n "by p min1, oder ]N^Tp min1 und dieses ist in der Lhat wahrscheinlich, da Vpy p d. ty.^y'fclN wirklich als Kunja von Jehuda bei karäischen Schriftstellern vorkommt, wie überhaupt dort der Name Ali häufig ist. Nun wirb aber auch ein karäischer Lehrer vj-otsn ]by p minr d. h. ^-)2vn. *hy dm min' in Eschkolha-Kofer (Bl. 98 d) neben Saht den Mazliach angeführt, worauf schon Dukes aufmerksam macht, und es ist. nicht unwahrscheinlich, daß dieser mit dem Ali ben Jehuda des Kimchi identisch ist. Nehmen wir dieses an, so stellt sich seine Zeit nach Eschkolha-Kofer I. e. und nach Orach Zaddikim21b heraus, nämlich daß er hier neben Sa hl ben Mazliach und da vor Jehuda Jbn Koreisch. aufgeführt ist, und man kann ihn daher als Zeitgenossen des Ben-Ascher setzen oder noch etwas vor ihm, also um o. 880. Als Landsmann von Ben-Ascher in Labaria lebend, wo Masora und Grammarik blühete, hat er ein wie jener geschrieben, worin auch rniDD war, und als Karäer mag er auch Gesetzliches entschieden haben, wenn wir dem Eschkol Ha-Koser trauen. Je-

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