Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 12 (1851)
- Issue
- Heft 5 (1.2.1851)
- Date
- 1851-02-01
- Page
- Seite 75-76 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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75 76 Studien. Nachricht über Abu'l-Walid Jbn Ganüch rc. von Munk. Dieses Werk enthielt wahrscheinlich grammatische Regeln und' ein Wörterbuch, sei es. über alle hebräischen Wurzeln, oder über diejenigen, deren Erläuterung einige Schwierigkeit darbieten.^ 'Wir kommen endlich zu Abu'l-Walid Mervün Jbn GAnäch aus Kordova, der, nachdem er Ln verschiedenen Schriften die Lehren des CHÄjjüg behandelt und sie in ihren Einzelheiten verbessert und ergänzt, alle bis dahin durch die jüdischen Grammatiker und Lexikographen gewonnenen gewissen Ergebnisse vereinigte, dazu noch die seiner eigenen Studien hinzufügte, zum ersten Mal ein vollständiges Gebäude errichtete und als der erste ein hebräisches Wörterbuch verfaßte, das in Wahrheit dieses Namens würdig ist. . Es begegnet uns mit Jbn (ä'a näd) was uns im Allgemeinen mit fast allen jüdischen Berühmtheiten des Mittelalters begegnet: wir finden wohl genügende Belehrungen über seine Werke, allem um dahin zu kommen, einige Umstände seines Lebens zu erkennen, sind wir genöthigt einiger Ausdrücke uns zu bemächtigen, welche der Zufall hie und da in seine Schriften geworfen, um gewisse geschichtliche Angaben miteinander zu verbinden, und daraus unbekannte Begebnisse fliesen zu lassen. Bis auf unsere Zeit war man sogar über die Zeit)- in welcher Jbn GAnüch g.cblühet, im Irrthume und man hat ihn fast um ein Jahrhundert zu spät angesetzt.^ . 4) Iehuda Jbn Ballam nn.feinem Traktat über die Partikeln, bei Artikel *1^, und in seinem Traktate über die Denominativ«, Art. tt/wx (hebr.HS.d. Bibl. Nqt. AF. n. 497) führt ctn pnp*iri des Huja Gaon an, was wohl mitdemBuche identisch ist; denn im andern Falle würde Jbn *Esra gewiß nicht ermangelt haben, es besonders zu erwähnen. Anderer Seils beruft sich David Kr'mchi in feinem Wörterbuch (v. auf Buchstabe Dalet des Buches des Hüja, was entschieden auf ein Wörterbuch hinweist, wo die Wurzeln, wie in dm arabischen Wörterbüchern, .angeordnet warcn nach her alfabetischen Reihenfolge der letzten Wurzellaute. 5) Wolf und de Rossi bestimmen, daß er um 1121 gelebt; ebenso G e seniu s in mehreren seiner Schriften. Hr. Ewald, welcher besser unterrichtet sein konnte, sagt gleichfalls, daß Jbn Ganüch in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts gehlühet ^Beiträge 1. S- 126). Sein Mitarbeiter, Hr. D uk e s ( das. U. S. 169) näherte sich wohl mehr der Wahrheit, wenn er Jbn GA nach zwischen 1050 und 1070 setzt; aber er ist im Unrechte, wem, er Wüsten seid citirend (Gesch. der arab. AerzreS. 86) sagt, daß nach Jbn A h i-O f e ibiA unser Jbn Ganüch um N21 gestorben sei. Jbn Abi- OseibiA in seiner kurzen Bemerkung, welche er dem Jdn GanLch gewidmet, giebl gar kein. Datum an; das von 515 der tzegfta oder 1121 ist bloß ein Zusatz des Hvn° Wüstenfeld. Worüber man sich noch am meisten wundern muß ist, daß de Rossi, der von der Polemik, welche zwischen Ihn GAnäch und Samuel ha-Nazid qest. 1055 (üir. stoiv S.73 und 74) — entstanden, spricht, nichts desto weniger an einer andern Stelle sagt (das. -I. S. 136), daß Jby GAnüch um 1121 gelebt. Der erste Schriftsteller, welcher den Jrrthum erkannt, war Hr. Rapaport, welcher bevor er noch von den zwischen Samuel ha-Nag id und Jb n GAnuch ge? wechselten Streitschriften eine Kunde erlangt hatte, doch zeigte, . Eine Stelle der Grammatik Jbn GAnZch's bietet Ans einige Bemerkungen über verschiedene ansehnliche Punkte seines Lebens und seiner schriftstellerischen Laufbahn. Nachdem er eine neue Erklärung über eine Stelle in den Sprüchen (8, 1) gegeben, beklagt er sich darüber, daß neidische Menschen ungerecht alles Neue das er in seinen Schriften entdeckt, bekritisiren, oder es Verfassern zuschreiben, die niemals existirt haben; hierauf fügt er wie folgt hinzu6: „Ich will dir an dieser Stelle erzählen, was mir mit Leuten unter meinen Freunden begegnet ist. Es fragte mich Jemand zu Kordova über einen schwierigen Gegenstand der. Schrift; derjenige welcher mich befragte war von meinen Freunden, und der Gegenstand, über den er mich fragte, war noch von Keinem unter Denjenigen erklärt worden, deren Werke auf uns gekommen sind. Als ich ihm das was ich darüber dächte gesagt hatte, erhob er sich und umarmte mich, so sehr wer er über das was ich ihm darlegte erfreuet. Nach einer gewissen Zeit verhängte Gotft daß wir von Kordova nach Saragossa, wegen der Wirrnisse die da zum Ausbruche kamen, auswandern mußten, und mein Unterredner war unter der Zahl derer, die mit nach Saragossa wanderten. Der Zufall wollte, daß etwa nach Jahren Abu Ju suf den Chasda, aus Kordova zu uns kam.7 Dieser fragte mich über denselben Gegenstand und ich gab ihm denselben^ Bescheid; er war darüber verwundert und freute sich sehr damit, und beschwor mich bei der zwischen uns verhandemn Freundschaft, (ihm zu sagen), ob ich dies gehört-Hätte, oder ob ich es^in einem alten Schriftsteller geLesen. Ich sagte ihm: nein, und daß entschieden Niemand vor mir es gesagt hätte. Nachdem er mich verlassen, begegnete er denjenigen, der mich zuerst gefragt Hat, und er sagte zu ihm sich darüber rühmend: .„der und der har mir heute eine ßehr nützliche Belehrung über den Gegenstand, einer gewissen Stelle der Schrift gegeben; das ist etwas Merkwürdiges, Niemand hats vor ihm gesagt und es ist das Folgende." Allein kaum hatte er an» gcfangen, es ihm zu erzählen, als der Andere sich beeilte, es zu beendigen, sagend: „ Ich habe dieses schon gehört von Seiten eines andern u.s. w." Dasselbe begegnete mir auch bei Gelegenheit einer'andern Frage mit einem andern von meinen daß man Jbn GAnüch in das 11l Jahrh. setzen müsse. Siehe dessen Toldot des Natan, des Berf. des*Aruch, in Bikkure ha- 'Sttim 1830.©. 42?nm..40. 6) ^Citab el - Luma Kap. 28 (Bodl. Bibl. HS. Poe. n. 136. Bl. 102). Die ganze Stelle wurde schon hebräisch veröffentlicht von Hrn. Dukes (Einleitung zu den Sprüchen in Tb. XlV. der Cahen'schen Bibel \\> 13), nach der Uebersetzung welche auf der Nationalbibliorhek sich befindet; wir begnügen uns. hier blos eine Uebersetzung zu geben. 7) Da diese letzten Zeilen sehr gewichtig sind, so geben wir vier den arabischen Text! jn ■ r&>N 13p ]Dt |D ]fOS ni.N'ri 'ba je ri'DDpiD rütrp s'2 so'^s npopiD.^N ]’bN.i^N nboj p ’p WpW Nin tfroi nto mrb npi naDip p. nj^n -nrjN ponwi rbba npm wnen Für p'Npb.v ma5 man vielleicht lesen 4 die hebr. Uebersetzung hak