Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 12 (1851)
- Issue
- Heft 5 (1.2.1851)
- Date
- 1851-02-01
- Page
- Seite 73-74 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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74 73 Studien. Nachricht über Abu'l-Walid Jbn Ganäch rc. von Munk. sind aber auch die Verschiedenheiten in der Trennung der Bestandteile vollständig aufgezählt; anderweitige bestehen noch darin, daß nach H. das Kap. 8—10 Erzählte nicht hinter Esra 10 gehört und in Nehem. Zeit und zwar nach der Maueriveihe fällt, weshalb er meint, daß 12, 28 ff. ursprünglich weiter vorn gestanden habe und vom Chronisten da /.weggeschnitten " sei. Dies Alles hängt mit der unter ä genannten Differenz zusammen. Nachricht über Abu'l-Walid Merwän Jbn G'ana.ch und über einige hebräische grammatische Schriftsteller des zehnten un d elften Jahrhnn de rtö. Nebst der Einleitung des Ki täb et-Luma von Jbn G'anckch, arabisch :e. von S. Mrin^k. Aus dem Französischen in dem Journal Äsiatique (Juli 1850) in's Deutsche übersetzt von Inl. Fürst. (Fortsetzung.) Indem wir die ganze Wichtigkeit, welche die behandelten Gegenstände in den zwei ersten Werken Chajjüg^s für die semitischen Sprachen haben, betrachten, so begreift man wie seine Arbeiten eine völlige Umgestaltung ln der Wissenschaft der hebräischen Grammatik bewirken mußten, u.nd wie sie die vorangegangenen Abhandlungen der Vergkssenheit übergeben konnten. Man wundert sich daher'gar nicht, daß die späteren Grammatiker unerschöpflich des Lobes für Abu - Sak a r ij j a Chajjüg" waren, und mit ihm das Zeitalter der hebräischen jedenfalls alten Vers, und die „Wegschneidung" der Mauerweihe zeigt) gewaltsam aufgeführt ist.. Nach uns stand die Mauerweihe in Neh. Denkwürdigkeiten ganz an der rechten Stelle, denn es ist sehr erklärlich, daß dieselbe erst nach der Uebersiedelung neuer Kolonisten nach Jerusalem (II., 1—2) stattgefunden haben wird. Ferner ist nach H. das Glück 8, 1—12, 26 eingeschoben worden, um „eine Vorgefundene große Lücke in Nch. Denkwürdigkeiten auszufüllen." Aber wo ist in diesem (d. h. im ersten Theiles, selbst wenn 11, 1—2 nicht zu derselben gehört Härte, eine Lücke? Zwar mag zwischen 7, 4 uw 12, 27 eine Zeit von etwa 6 Monaten liegen (das Datum vom 7. Ijar kann.ganz richtig sein), aber mußte in Neh. Denkwürdigkeiten wie in einer Mönchs Chronik aus jedem Monat etwas erzählt sein? Und nun soll diese Lücke mit etwas ausgefüllt sein, was sich, nach H., nach der Mauerw. zugettagen hätte, und mit einer Erzählung, die zu dem Vorhergehenden in schneidendem Widerspruche stehen soll. Man sieht, wie man nach H. von dem Red. des Buches Neh. sagen müßte rT NSD N1?! — Auch das ist auffallend, daß Herzf. sich auf Joftsus beruft, um zu erhärten, daß es eine alte Meinung war, 'Iojakim und Esra seien ungefähr gleichzeitig gestorben, während er die von Josefus ebenfalls gegebene und damit norhivendig f zusammenhängende Notiz, daß Esra vor Ntt. Ankunft gestorben sei, gänzlich ignorirt. (S. oben Anm. '" hinter 323.) Grammatik beginnen lassen? Man wird sehen, daß Jbn G"anach, der feine Arbeiten fortgeführk und ergänzt, seinen Verdiensten all die Gerechtigkeit zollt, die er ihnen schuldig ist. Zwischen Chajjütz" und Jbn G^anüch setzt Jbn /Esra noch einen Grammatiker des Morgenlandes, den Gaon H L j a, Sohn des S ch e r i c ä. Diese Stelle ist ihm von Jbn'Esra nur kraft der chronologischen Reihenfolge gegeben^; denn es scheint nicht, daß die Arbeiten Ch ajj ü g^s damals im Morgenlande verbreitet gewesen sein, oder noch weniger daß sie denen des HL ja zur Grundlage gedient haben. Die Arbeiten H Lj a's über die hebräische Sprache waren niedergelegt in feinen Bibelkommentaren und in einem besonderen Werke, welches Jbn "Esra rjONDn -0$ nennt, und daß arabisch ( e l - CbLwi, der Sammler) geheißen; unter diesem Mel wird es von Kanchum aus Jerusalem angeführt.3 1) Wir können es uns nicht versagen, bei dieser Gelegenheit eine ungedruckte Stelle von Tauchum aus Jerusalem anzuführen. Dieser.Schriftsteller sagt im Vorwort seines talmudischen Wörterbuches, überschcieben el-Murschid el- KLfi IWltbtf)*, nachdem er von.den Fehlern des "Aruch von. Natan den JechieL gesprochen, der noch der alten Gewohnheit in Hersetzung zwei und sogar einbuch- ' stäbiger Wurzeln folgt, Folgendes: das eben wie die alten Lexikographen alle Zeitwörter als zwei und einbuchstäbig annahmen, bis Abu - Satarijja Chajjüg" erschien, welcher durch Beweise und Gründe zeigte, daß kein Zeitwort von weniger als drei Buchstaben vorhanden fei, und welcher das Geheimniß der weichen,, sich verzehrenden und sich umgestaltenden Buchstaben lehrte. Seitdem stellte sich die Wahrheit fest und wurde offenbar und alles das was außerhalb derselben war fand sich - beseitigt. Nach ihm Um der berühmte Lehrer Abul - Wal id MervLn Jbn rZ/anLch, welcher die Sache noch klarer und überzeugender gemacht." 2) Haja starb um 1038, 69 Jahre alt. lieber sein Leben und seine Schriften haben wir bereits einen ausgezeich- . neten Artikel von Rapaport, eingesügt in Bikkure ha-Jttim 1830 p. 79 flg. -3) Siehe die Auszüge seines Kommentars über bas Buch der Richter, veröffentlicht von Schnurret unter dem Titel: R. Tanrhum. Hieroso^mitani ad libros V. T. coninienrarii ai-abici speciimMi, Tübingen, 1791, 4, für Besprechung des Wortes j?ti (8, 16) sagt Tanchum: V) D*vl njh djh.1 jijhv mj/?N b)p' 'wnbx D non fpyniw ’D ijn toi ' ' N$/Dn pj/?T bd- und R. HL jo in dem Chäwi hat das yiu in Zusammenhang mit dem arabisch enZeitwörte gesetzt, in dieser Phrase: „ sie werden gewaltsam gestoßen^ werden in die Hölle"; allein dieses ist unwahrscheinlich, sowohl in Bezug auf die äußere Form als auch auf den Sinn." Man sieht aus-diesem Beispiel, daß HL j a noch die unregelmäßigen Zeitwörter von verschiedenen Wurzeln vermengt habe, denn das nur von jj-p, fosnmt, kann unmöglich mit verglichen werden. *) Siehe meine Aüsg. seines Ctzabak.'s Komm.'s p. 6.