Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 12 (1851)
- Issue
- Heft 4 (25.1.1851)
- Date
- 1851-01-25
- Page
- Seite 61-62 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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61 62 Studien. Nachricht über Abu'l-Walid JEm Ganäch tc. von Munk. nasch Ibn Labrüth Ha-Lewi, geb»«n zu FLs von einer aus Bagdad stammenden Familie,^ unterwarf die Arbeit Menachem's einer kritischen Prüfung, die unter dem Namen „Entgegnungen (nnwn) des Dunasch" bekannt sind, und Menachem widerlegte sodann diese Angriffe.'' Diese zwei Grammatiker blühcten höchst wahrscheinlich zwischen 960 und 970? Wir wollen uns übrigens nicht weiter verbreiten über ihre Arbeiten, welche gegenwärtig hinlänglich bekannt sind.9 Gegen Ende des zehnten Jahrhunderts empfing endlich die Kenntniß der hebräischen Grammatik eine feste Grundlage durch die Arbeitm des Zehuda CHajjug"oder Abu-Sakarijja den Da'üd, den Iim^Esra in seinen verschiedenen Werken das H a u p t d er Gra mma t ike r (oyipion ipso) oder auch den ersten Grammatiker (pfcwvi p7p“l?3n) nennt. In der Lhat, wie groß auch die Erfolge sein konnten, die man bis dahin durch die Aasleger und Grammatiker für die Deutung der Wörter und die Erklärung gewisser grammatischen Formen erhalten, so war es doch unmöglich sich eine genaue Rechenschaft von der Natur der Wurzeln und von einer Menge wesentlicher Formen der Zeit- und Nennwörter zu verschaffen, ebenso wie man schlechterdings die Gesetze der Verwandlung, Unterdrückung und Verähnlichung, denen gewisse Wurzelbuchstaben unterworfen sind, nicht kannte und die doch eine große Rolle in der Grammatik der semitischen Sprachen spielen. Unter allen Grammatikern, welche Abu-Sakkarijja vorangegangcn, hatte nur ein einziger, wie es scheint, einige schwankende Begriffe von diesen Regeln." Aber dieser 6) Mose Ibn Esra (1. c.) nennt ihn tDJOab p MN ’DNöbN »unjnVt« '-.Hw. 7) Einige Stücke dieser Replik sind angeführt von Profiat Du ran in seinem M<?ase Efod c. 7 und 8. Siche: LV. d. Or. 1849 n. 3. 8) Hr. Dukes, als er Menachem zwischen 1000 und 1020 gesetzt (Beiträge, p. 119) hatte vergessen, daß er selbst von einem Gedichte gesprochen, das Menachem an Chasdai den Isaak, der unter el-Chakam gestorben ist, gerichtet hat. Siehe: LB. des Or. 1843 p. 230. In letzter Zeit hat Hr. Luzzatto ein höchst merkwürdiges Aktenstück veröffentlicht, das ein neues Licht auf das Leben des Menachem und auf sein Verhältniß zu Chasdai wirft; dieses ist nämlich rin Sendschreiben, in welchem Menachem die bittersten Klagen an Chasdai richtet, der anfangs fein Beschützer und Wohlthäter, spater das Ohr den übelwollenden Einflüsterungen gegen ihn geliehen und ihn mit der größten Harte behandelt und in seiner Entblößung gelassen. Man erkennt auch aus diesem Aktenstück, daß Menachem nur auf die Einladung des Chasdai. seine Geburtsstadt (Tortosa) verlassen, um sich in Kordova niederzulaffen. Siehe: S. D. Luzzatto, "ISINH ■ rPD / Bibliokhera in qua hebraica ejus scripta exegetica etc. atque variorum codi cum hebiaicorma notitia et excerpta coutinentur. Fase. I. (Lemberg, 1847, 8) S. 36. 9) Siehe de Nossr Mss. ct>d. hehr. n. 132; lDukcs, Beiträge, [K 119. 154. 40). Ibn 'Esra sagt von ihm ppn ÄT DW 'l p") ri/Wn TWD DyD d. h. nur R. Adonim Ha-Lewi allein erwachte aus dem Schlafe der Unwissenheit. Siehe: Sasa Berura e<l. Lippmann (Fürth, 1839, 8) x. 25. v. war in Spanien, das durch fein gründliches Studium der arabischen Sprache und ihrer Grammatik die Juden zu einer vollkommenem Erkenntniß der Regeln der Hebräischen Sprache führte. Mose Ibn "Esra in seinem eben bereits citirtm Traktate (fol. 29 y.) äußert sich in dieser Beziehung in folgender Weift: ,, Als die Araber besagte Halbinsel Andalusien von den Gothen erobert hatten, (welche ihre Herren, die Römer, ungefähr drei Jahrhunderte vor der Eroberung der Araber, besiegt hatten), was um die Seit des el-W alid, Sohnes des Abd-el-Malik, Sohnes des Merwürr, eines der oma)- jadischen Könige von Syrien, im Jahre 92 des von ihnen angeführten Ereignisses, was sie Chag7ra nennen, geschehen ist, drang unsere Kolonie " (Goleh) am Ende einer gewissen Zeit in alle Gegenstände ihrer Studien, erwarb sich allmälig eine Kenntniß ihrer Sprache, zeichnete sich im Gebrauche ihres Idioms aus, lernte die Feinheit ihrer Ausdrucksweise,^ machte sich vertrant mit dem wahren Sinne ihrer grammatischen Biegungen, und erwarb eine vollkommene Erkenntniß ihrer verschiedenen Gattungen der Dichtungen: bis daß (dadurch) Gott ihr das Geheimnis? der hebräischen Sprache und ihrer Grammatik, das von den weichen Buchstaben, von der Verwandlung, Bewegung, Ruhe, Vertauschung, Einsaugung und anderer grammatischen Gegenständen offenbarte — lauter Dinge, welche durch Beweise und Stützen mit aller Macht der Wahrheit von A btt - Sa ka rijja Jach ja den D a'üd el-F asi, beigenannt lZh ujj ü g, und von seiner Schule bewahrheitet worden sind was die Gebildeten gewissenhaft aufnahmen, indem sie dadurch das lernten, was sie vorher nicht wußten." Aus dieser Stelle Ibn Esra's ergirbc sich auch, daß Ab u -Sakka rijj a aus F äs gebürtig, in Spanien lebte; und in der That ein wenig weiter nennt ihn Mose Ibn "Esra ausdrücklich rl - K u r t h u b uJ3 Solomo Parchon belehrt uns im Vorworte seines Wörterbuches, daß Chajjüg' in Bezug auf Grammatik der Lehrer des Samuel Ha-Nazid, der zu Kordova lebte, gewesen. Die Werke, in welchen Abu-Sakkarijja seine Lehren niedergelegt, sind: 1) eine Abhandlung über die Buchstaben Mflfc?/ dte weichen Buchstaben oder die d e r D eh n un g genannt, und über die Zeitwörter, wo diese Buchstaben als wurzelhafte sich befinden." 2) eine Abhandlung über die 11) Das heißt: die jüdischen Einwohner von Spanien. Das arab. Wort wie das hebräische ,i^, das die zerstritten Juden (Diaspora) bezeichnet. 12) Im Texte steht hier ein bildlicher Ausdruck, bezeichnend: all die Spitzfindigkeiten und Feinheiten ihrer Ausdrücke» ^jafpjo Plural von bie Geschosse oder das Ziel, nach welchen die Geschosse gerichtet sind». 3) Auf Bl. 31 ließt man: hinh p ”1T .KHDl. DM laEnj^N ori* ' V 4) In zwei Handschriften der Oxforder Bibliothek (Ure, hebr, n. 458 und 459), ist die ser Traktat überschrieben: