Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 12 (1851)
- Issue
- Heft 4 (25.1.1851)
- Date
- 1851-01-25
- Page
- Seite 57-58 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2360092-2360688-2360697--7277-3536242- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Studien. Konstruktion der kanonischen BB. Esra-Nchemia. 57 Gonealogie einiger Leviten beweist dies. Zu Serubabcls Zeit lebt Kadmiel [ben Ieschua — den Hodaja) mit seinen Söhnen tEsra 3, 9***) vgl. 2, 40 und Reh. 7, 43); zu Esra's Zeit, bei den Festen des 7. Monats finden wir Ieschua [ben Kadnicel] und Kadmiel dessen Sohn (Reh. 9- 4. 5, wo erst Jeschua und dann Kadmiel; daselbst 8, 7 ist nur der Vater genannt). Wir erhalten so den Stammbaum; Hodawja oder Hodaja (Stammhaupt) Ieschua (Familienhaupt) i Kadmiel ZA Serub. Zeit/ | s Ieschua J | > zu Esra's Zeit Kadmiel s und so auch in unserer Lifte: erste Generation Kadmiel (V. 8), zweite Generation Ieschua den Kadmiel (23. 24). Endlich 54 wenn diese Liste von Nehemia selbst eingcrückc sein sollte, so würde er doch von seinen Zeitgenossen nicht gesagt haben , diese lebten zur Zeit Nehemia's." In dem Reste des Kapitels der Beschreibung der Mauerweihe von V. 27 an, haben wir wieder ein unzweifelhaft acht Nehemianischcs Stück; er spricht von sich wieder in der ersten Person (V. 3 t und 38) und tritt als Ordner und Leiter in den Vordergrund, wie überall in den eignen achten Stücken. Nach der bisher von uns festgehaltenen Angabe des Iosefus über die Nicht-Gleichzeit Esra's und Nehemia's ist nur die Erwähnung des Ersteren in V. 36 anstößig und kann ats interpolirt gelten; dies verthcidigt und erklärt Ber tbold mit Scharfsinn.33r) Indessen haben wir jene Angabe nirgends bestimmt adoptirr und hatten namentlich für die Unächtheit des 8. Kap. anderweitige genügende Beweise, können dies daher auf sich beruhen lassen, wie denn auch de Wette wegen dieser Erwähnung Esra's die Angabe des Iosefus verwirft. Die Beschreibung der Mauerweihe ist nun mit V» 43 zu Ende, gegen die Aechtheit der folgenden Verse, chchch) oder we- (Herzf. ist der Ansicht, daß der Schreiber von 8, 1—12, 26 den Nehem. durchweg irrig für Iojakims Zeitgenossen gehalten habe.) 335) Der ebend. genannte Ieschua gehört dagegen einer andern Familie an, das zeigt der Kontext u. 12, 8 wo beide neben einander stehen. 336) Vielleicht ist sogar V. 4 ÜD5) 5U lesen, da ein Bani nachher noch genannt ist. 337) Er sagt (S. 1032): man fand V. 33 einen Esra genannt, der schon wegen seiner Stellung hinter einem unbekannten Manne nicht der Sofer sein kann. Man hielt ihn aber doch dafür und fügte, um daß vermeintliche Unrecht seiner Nachordnung gut zu machen, bei „Esra der Sofer ging vor allen Priestern". — Sonst könnte man auch diese Interpolation lediglich wieder aus derselben Fusion, der wir schon oft begegnet sind, erklären iti) Herzfeld meint V. 27 und 43—47 zeige eine zu „individuell-chronistische Färbung" um nicht für Eigenthum des Chronisten erkannt zu worden. Ueber V. 44 siehe J* 18. 58 nigstens des letzten (47) spricht nicht blas die Nennung des Nehem. in der dritten Person, sondern auch daß die dortige Angabe in direktem Widerspruche zu 13, 10 steht. Man könnte freilich sagen, daß eben die im 13.Kap. erwähnten Bemühungen Nehennas das hier erwähnte Resultat, die regelmäßige Lieferung der Leviteni gaben, erzielt hätten — daraus folgt aber nur, daß die Stelle nicht falsch ist, ein späterer Erga'nzer oder Redaktor konnte diese Notiz mit Recht einfügen, Neh. selbst aber würde es doch nicht vorher berichtet haben, wenn er nachher das Gegentheil erzählen wollte. Deutlicher noch wird uns dies durch den Zusammenhang mit dem folgenden Dreizehnten Kapitel werden. Wie der Eingang desselben setzt dasteht, müssen wir es mit dem vorigen verbinden und das wnn Dl'D (D. 1) auf den Lag der Mauerweihe beziehen (vgl. 12, 44). und wenn wir nachher (V. 4) HID lesen, was wieder nach V. 6 auf die Abwesenheit Reh. von Jerusalem während seiner Reise nach Persien geht; so folgte daraus nothwendig, daß die Mauereinweihung erst nach Nehemias Rückkehr, d. h. nicht vor dem 33. Jahr des Artaxerxes,^) mithin dreizehn Jahre-nach der Vollendung derselben stattgesunden haben wurde; das ist aber ganz undenkbar 33!)) und die Zusammenstellung daher hier jedenfalls unächt. (Foritsetzung folgt.) Nachricht Über A b u'l-W alid M e i \n ä n Jb n ®'a n a ch u n d ii b e r einige h e b r ä i s ch e g r a m m a t i sch e S ch r i ft st e ll er des zehnten und elften Jah rh n n de rt ö. 9t e b st der E i n l e i rt u n g d e s K i t a b e l - L u m a tion Jbn ©'anad), arabisch rc. von S. Munk'. Ans dem Französischen in dem Journal AsiaLiqsie (Juli 1850) iu's Deutsche übersetzt von Jul. Fürst. (Fortsetzung» Vgl. No. 51 vor. I.) Es bleibt uns noch ein dem des Dunasch ähnliches Werk übrig, das seinen Zeitgenossen JehudaIbnKoreisch aus La Hort in der Derberer zum Verfasser hat, und den Jbn 'Esra in seiner Aufzählung der Grammatiker unmittelbar nach Ad o n i m ben Lemim setzt.* 1 Jbn Koreisch 338) Wenn man nämlich nM7> mit „ nach einem Jahr" übersetzt; siehe werschiedene Berechnungen über das Datum der zweiten Reise Nehennas nach Jerusalem bei Winer R. Wb. s. v. Nehem.; vgl. oben Anm. 273. 339) Auch hätten wir dann ein unerklärliches vateQOv tcqozsqov, indem die Mauerweihc zu früh erzählt wareferner bezieht sich 13, 5 (pijp£>) sichtbar auf 12, 44. 1) Hr. Rapaport setzt Ichu da Jbn Koreisch vor Sa*adja, zwischen 88*0 und 900, weil aus einem Girat des David Kinichi (WB. v. ,^^) sich ergiebt, daß Jbn Koreisch den Eldad ha-Dani gesehen (s. L^lldot des Sa^adja v. Hrn.