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Der Orient · 1851-01-25 · Heft 4 (25.1.1851) · p. Seite 53-54

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Journal
Der Orient
Volume
12 (1851)
Issue
Heft 4 (25.1.1851)
Date
1851-01-25
Page
Seite 53-54 (sequence 5)
Language
German
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53 Studlen. Konstruktion der kanonischen BB. Esra-Nchemia. doppelte.« Namensfocmen32d), oder Schreibfehlern,^ Zahlbuchstaben u. dgl. erklären lassen — aber durch das Verzeichnis der Chronik wird es zweifelhaft, ob wir hier überhaupt ein vor- oder nachcxilisches vor uns haben, noch mehr also ob es auf Neheinia's Zeit passen könne. Lase man nur die Chronik, so würde wohl Jeder aus dem Eingänge und nach dem ganzen Kontexte der vorhergehenden Kapp., welche-die alten Zeiten zum Vorwurf.und den Pentateuch, Josua, Samuel rc. zu Parallelen haben, nicht anders denken als daß wir hier ein Berzeichiuß der „ersten Bewohner Jerusalems zu Davids Zeit vor uns hatten. Das kann nun freilich nicht sein; dann würde aber dem natürlichen Sinne nach auf Serubabels Zeit, nicht auf diejenigen gehen, welche auf Nehemias Antrieb nach Jerusalem zogen. Indessen kann das nicht entscheiden, sondern cs kommt auf eine genaue Betrachtung des Verzeichnisses selbst und dessen Vergleichung mit den Parallelstellen, hier und in Esra und Chron., an. Da ist nun besonders V. 11. in beiden Verzeichnissen anstößig; rpl^ (nmy) Sohn des Chllkia u. s. w. ist als Tempelvorsteher genannt und scheint nach der Genealogie in 1 Chr. 5 Ende mit dem bei der Eroberung Jerusalems umgekommenen Seraja identisch zu feint320) In Nehemia selbst scheinen V. 17 und 22 einander zu widersprechen, nach V. 17 lebt Mattanja zu Nehemia's Zeit, nach V. 22 aber dessen Urenkel Usi; an der Identität der Genealogien ist aber nicht zu zweifeln. Richtig scheint V. 22 zu fein, denn einmal erscheint Mattanja^) auch 12, 8 als Zeitgenosse Serubabels, sodann tritt bei der Mauerweihe 12, 35 een anderer UrenkelEMattcmja's des 21 fafiten328) als Zeitgenosse Nehemia'S auf. Sieht man ferner wie in der Chronik £$..20 auf einmal DPtt'ö erscheint;^") wie es bei dem und (Reh. V. 23.24.) doch näher liegt nach Art der Chronik^d) an David als an den Perserkönig zu denken; wie endlich das Berzeichniß der Chronik von V. 34 und 35 an wieder unzweifelhaft in die vorexilische, ja vordavidische Zeit zurück- und ausläuft — so wird man. irre an der Zeit in welche diese Listen gehören. 324) Chr. V. 4, rpnp Neh. V. 4 u. bmm. 325) Chr. V. 11, ,7nt# Neh. 23. 11; oder wäre Dnty 's »TW nach 1 Chron. o Ende das Richtige? 326) Vgl. über S'raja Anm. 295. lieber Herzs.'s am Ende des vor/ §. Amn. *** angeführte abweichende Ansicht f. gleich weiter. 327) Die Identität bezeugt der Beisatz, dort nrrn ^iec 'üi nbnnn bw. 328) Der Großvater Mattanjas heißt hier V. 17 nirl; 12, 36 yfy 1 Ehr. 9, 15 i-qt, Nack) dem Grundsatz TIN* TW (Sofrim 6, 4) wäre also das o und -j geäen i und i richtig, zwischen und vor die Wahl. 329) Schon Kiwchi z. d. St. führt an, die diesen Pinchas für einen Andern als den Enkel Ahrons halten; es kann aber nicht sein. 329 b) Z. B. 2 Chr. 29 , 25 u. sehr oft, vgl. auch in unserm Kap^ V. -22. Wir können nicht weiter ms Einzelne gehen 33°); es. genüge (nach de Wette §. 187. S. 288 ff.) anzugeben, daß nach Keil das Verzeichnis der Chron. vorexilisch, nachDahler und Movers beide Verzeichnisse nachexilisch sind, de Wette selbst und Zu nz nehmen an, daß der Chronist es in vorexilische Zeit versetze, nach Berth old gehört fast die Hälsce der Namen m beiden Listen in Serubabels Zeit. Das Verzeichmß im Nehemia setzen dagegen Junz und de Wette (§. 189, 4 und §. 197 b) in dessen Zeit und letzterer halt das der Chronik für eine spätere Bearbeitung desselben-s), Alle 330) Selbst m de Wette's sonst so kurzgefaßten Handb. nimmt die Unters, über diese Stelle (Zur Chron. §. 187) einen großen Raum ein. Nach Pesachim 62, b waren über dieses Kap. der Chron. p d. h. zwischen 8, 38 und 9, 44) „400 Kameelolasten Auslegung" vorhanden, vgl. Ps. Raschi zu 1 Chron. 8 sin. Man wird es uns erlassen, diese verlornen nitSOl als ein .anderer Owiel ben Knas wiederherzustellen. Es muß hinzugefügt werden, daß im Texte nur die zunächst ins Auge fallenden, keineswegs erheblichsten Schwierigkeiten genannt sind. S. darüber de W. (das Chron. V. 18 genannte -j^Dn ">M, welches in dem genauen Verzeichnisse der Lhore des'nachexilischen Jerusalem Neh. 3 und 12, 21 ff. fehlt, scheint ein Tempelthor zu sein.) -j-) Diese Ansicht ist von Herz selb S. 398 ff., 312 ff. und passim in dem schon citirten 9. Ex cur s mit ausgezeichnetem Scharfsinn u» mit Gründlichkeit durchgeführt. Das Verz. im Neh. ist aus dessen Zeit, daß der Chron. eine etwas spätere Revision, daher da die Zahlen immer größer. V. 11 beider Verzeichnisse rettet er dadurch, daß er sagt: Seraja sei nicht der Hohepriester gleichen Namens. Dieser ist ben Chilkija bm SchaUum ben Zadok ben Achitub (1 Chr. 5, 38 ff.) der unsrige ein ben Chilk. ben Meschullam ben Zadok ben Merajot benAchituv; die Wiederholung gleicher Namen unter den Vorfahren können nicht auffalleZi, da es dasselbe Geschlecht sei. Er läßt sogar Seraja und Asarja richtig sein und hält Letzteren für des Ersteren jüngern Bruder, der znr Zeit des zweiten Verzeichnisses -jvtf war; ebenso bei 10, 3. (Letzteres wäre gegen unsre bei Anm. 323 geäußerte Ansicht, ist aber auch nicht nothig, denn rynttf und nnij/ ist auch Esra 2, 2 und Neh. 7, 7 verschrieben.) V. 17 im Neh. nimmt er Mattanja, wie Bakbukja und Abda, für Familiennamen, und stützt dies - weiter durch die Zurückführung aus die alten Familien Asaf und Jedütun. Ich verweise ferner auf seine Nachweisungen über Usi (23. 22 im Neh.) und über V. 12,, wo er in Paschchur ben Malkija den Jerem» 21, 1; 38, 1 genannten findet, so daß wir konstant in diesem Verz. das vierte Geschlecht von den Remigranten und das fünfte bis sechste von den Exulanten haben. — Alle Schwierigkeiten zu heben ist freilich auch ihm nicht gelungen und ohne Annahme von Schreibfehlern und Zusätzen rc. ist auch durchaus nicht durchzukommen, wie denn LXX in diesem Kap. stark variirt. <V. 25—36 halt H. für einen Anhang.) Im Allgemeinen aber ist seine Ansicht so wohl begründet, daß mcm sie unbedenklich adoptiren kann. Wenn er nun dennoch die Nehem. Abfassung der Liste bezweifelt, so rührt das daher, weil er das ganze Stück 8, 1—12, 26 für eine zusammenhängende Interpolation hält und auch 11, 1—2 dem Neh. abspricht. Dagegen ewige Bemerkungen, om Ende dieses §. — Ewald erklärt das.Verzeichniß in der Chronik für vorexiü'sch, das im Neh. als aus Serubabels Zeit bezüglich; Gründe dafür sind jedoch im r. Bd. nicht angegeben. . 4

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