Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 12 (1851)
- Issue
- Heft 3 (18.1.1851)
- Date
- 1851-01-18
- Page
- Seite 39-40 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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39 40 Studien. Masoretifche Studien. Won S. Baer. vielen Jrrthümern und Verwirrungen werden mußten. Ost bezogen sie ein solches Winkwort auf einen Vers, der gar nicht damit beabsichtigt war; oft lasen sic ein D wie 3, 3 wie 3, 1 wie i, n wie N u. s.!v.; oft auch übertrugen sie aus alten unleserlich gewordenen Vorlagen und urteilten bei mangelhaften Stellen nach Gutdünken u. dgl. und irrten so häufig Ln der Stellenangabe. Hieraus lassen sich die unzähligen Fehler unserer jetzigen Masora erklären. Ebenso erging es nun auch der Mas. von die in den frühesten Büchern' gewiß so lautete: 'yw , ny3D , .1303 'O ,)'UQp 'n ni2^j7 , 1M03 , .l3Nb , pN , pN , yv. Das erstere yw war dem späteren Schreiber unleserlich und er las: i3ty, schrieb daher den Vers Jes. 19, 7; das zweite ip&y verstand er irrthümlich von Spr. 12,22; ebenso glaubte er HDNb auf Er. 35, 35 zielend. So entstand denn die fehlerhafte Stellencmgabe der pop n, die in allen ' folgenden Abschriften fortdauerte. —> S. 31 zu Z. 6.bnb nb, — Das Nipj.i b miDOT D"y wo des PimktatorS gründet sich auf jene Stelle in Nlipn nnm, welche tautet: '□ |0 13 ]w m bi ppn np33 jn mpbo-'pDiy fnear oyN 4rni Nip3n-b oSim lpl3i oyo. Daß übrigens diese Stelle fatsch ist und dafür der Vers pniON "pKrb* (Psalm 138, 2) stehen muß, versteht sich ven selbst. Der Jrrthum entstand hier ebenfalls nach unsrer Ln vorigerNummer gegebeneuBemerkung. Es hat der Schreiber das rnasoretische Winkwort ^0!^ mit '0L7 verwechselt. —> S. 40 zu Z. 2 von unten: — Die Mas. in Dan. 5, 11 kann keineswegs als Richtschnur dienen, 'da sic durchaus korrupt ist. Ueberhaupt sind die Ausnahmen von n"03 13"31 Ni".1' nirgends zuverlässig gegeben. Wir haben darum bei unserer Masoretbearbeitung alle masoretischen sowie sämmtliche grammatikalischen Angaben sorgfältig verglichen und nach vorhcrgegangencr Klassifikation der 003 137-Regelri, folgende Mas. als die leitende aufgestellt: 1b3D Nb N)",t 303 ptswi 6 , (N , l"D OIOK') nNI ]1!T30D1 HDD 133 j1,130 O^NZ V Dy , (n"1 'd) 11N3 130^ '0 , ( N3 's) 11301 3r,i? O'iDi) rw* rvoy., (ib '□) PN3 idt , (/' '©) bb "NNdu , (b , i"3 nyw) 1313 yiski 5 0"o . N'131.1 , (t"3 , n nw) NM-ß niiipn ' ('□ , "3 .tdh) pnio© N33D , (3 's) rom , (3 , 3 ‘wii) N'idoi hx'rt) nosrß nooro , (” 's) vorn , (n , 3 b\n) N^> DONI , J1.T30D) , fOHIN pHN3 f' tfDJSl; (n"' , n ,Nb) -pO cy '3 N^ HON'1 , (3 , 1"' 0'K\V13) 31D13 o honi , (D"-> , n"' mdw) tcnnn 11? iidni , (□"' , n rrW03) DipOO P IDIp , (f* f IDON) rD3H )Cip , (sb , 3"' nw) 'Qy ynn 1N.^ wp , (3"' , V"'. 3"' n^w) in'3tß/n , (i'd , 3 D'i3i) ii3y: 'y^ übc\) »m .INI' (ri 'ih 0^31) 1'3N , (l"D , , N'p) n* ’PNip , (d#1 nvüiD'n ii^n , (? , ib .(n"' 'd) .i-> oid' , (n S. 41 zu Llnmerk.: ,,Weun die^ — Die Randmas. m Jes. 34, 11 ist nicht schwierig, wie Hr. Fr., auch nicht korrnpt, wie Hr. Heinem an n glaubt. Ihr Nl-yt, N31 Hfn'b TDD! 1 heißt nämlich: Nl'yn N31 und ist das 1 Abrcv. vonxoi. Sie giebt hier blos an, daß nach hörbarem Vav (Nil) und Jod (Ni'ys) der Buchstaben «1,1' auch gegen die Regel Stellen ohne Dagesch zu finden sind. Wo? dies sagt eine andre Randmas. in Ez. 43,42: pp)D9 J , .13 )bw .pi , '.IN y , D3 '31N pDbno, wo das j'sbno (so viel als ^31 .p ]'NyT) deutlich von der Richtigkeit unsrer Erklärung zellgt; daß nämlich beide Randmasorets sich auf einander beziehen und eine die andere ergänzt. Franks, a. M. S. Baer, Lehrer. * * Zn diesen Bemerkungen des Hrn. B., die mehr auf einzelne Bemerkungen hmauslanfen, will ich hier nur noch Einiges hinznfügen, um ein mögliches Gesämmtbild von diesen 2 Abhandlungen den Lesern zu geben, ruld ich beginne mit der Ben-Asche?schen von DukeS wieder abgedrucktcn Abhandlung. Jeder der Gelegenheit hatte, auf diesen Rest des Ben - Ascher'schen ITDIE, wenn auch nur in der mangelhaften Venediger rabbinischen Bibel von 1518, einen Blick zu werfen, gewinnt sofort die lteberzeugung, daß er hier nur dürftige zum Theil sehr korrumpirte Bruchstücke eines Werkes vor sich.habe, und auch diese verbesserte Ausgabe bestätigt dies vollkommen. Die gedruckten Stücke sind: I. ein künstliches Gedicht über die Accente in der Schrift, mit Ausnahme der Bücher n'DN, nämlich über die zwölf stärt'ern und wichtigeren, die.er zwar nicht wie sonst gewöhnlich Drob) (Herrscher) nennt, jedoch von ihnen sagt: itcn 1,33' pD3 , 1DN31 .1! oy nt, (S. 34), und über die sieben sich anschließenden und schwächeren, die er DTD&7D ny3L/ (die 7 Diener) nennt. Dieses Gcdichtchen beginnt mit der Strophe: 110 110 0.10 , ü'D'ipo nniNOO , o'oi^i iry dw , D'oyon □'3133 '03 , D'DbJ Nb) D^nnn , 0'01 0.101 D'3üp O'Oinn b^ DIDO , O'ODm und schließt mit der Strophe: , o'oino N^i 0^130 , 0'0'y3 o'ii^oi , o'oyon bb nt /O'l^l D0N3 ,D'Ob^ "lyh D’DIDD*) ,D'0D1 onoio '00 Dieses Gedicht, das in Bezug auf Zählung und Eintheilung der Accente, in Bezug ans die Namen und auf die wenn auch äußerliche doch höchst eigeitthümlicheBeschreibung, sich leicht als das älteste Denkmal über die Accente darstcllt, ist im Ganzen genommen nicht sehr stark verderbt, wenn auch der Abdruck mehr als nachlässig bezeichnet werden muß, und könnte mit geringer Mühe bei einiger Kenntniß der Accentlehre, namentlich in ihrer geschichtlichen Entwickelung vellsiändig übersetzt und erklärt *) Die letzten zwei Berszeilen sind so zu korrigiren.