Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 12 (1851)
- Issue
- Heft 2 (11.1.1851)
- Date
- 1851-01-11
- Page
- Seite 29-30 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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30 Studien. Einige MittHeilungen über die phömkische Sprache. 29 alte Liste zu Grunde legte, ff und es wird von Allen anerkannt, daß er selbst sie darum hier seinem Werke eiriverleibte. (Fortsetzung folgt.) Literatur - und kulturhistorische Miseellen von Leopold Dukes. Nabln Santo. Rodriguez de Castro in seiner ßibliotlieca rabinica espanoia. S. 198 spricht sich ausführlich über diesen spanischen Gelehrten aus/ und giebt auch verschiedene Proben aus seinen Werken. Er ist ausführlicher als Sanchez^ auf welchen derselbe verweist. Auch Bouterwek in feiner Geschichte der spanischen Poesie (S. 71) erwähnt denselben. Der Marquis vonSantilana in seinem berühmten Brief über die spanische Literatur führt denselben zuerst an. Dieser Rabbi Santo lebte zur Zeit des Königs Don Pedro im 13. Jahrhundert. Unter diesen Namen taucht er bei den Juden nicht auf. Es ist möglich, daß es Schemtob heißen muß. * Wir werden später die Stelle aus De Castro folgen lassen. Hier wollen wir nur vorläufig bemerken, daß in rn?,T> mw (<'d. Amsterdam 1655) S. 37 a summe stimmt." Dieser Kommenrar (von Raschi?) steht damit unbewußt auf ganz modernem Standpunkt. Anders Jbn Esra, dessen Ansicht jedoch von Jak. Abendana in einem ausführlichen Zusatz zum Michl. Josi widerlegt ist, des Letzteren eigene Ansicht ist überkünstlich. Sehr detaillirte, freilich dennoch fruchtlose Untersuchungen über diese zwei und die im E/A. enthaltene Liste hat Herzfeld S. 466—69. ff) Noch einen speciellen Grund dafür, daß Nehem. die alte Liste zu Grunde legte, statt eine neue Zählung zu veranstalten, findet Herzf. (S. 307) richtig darin, daß Polkszählungen ungern gesehen wurden. Für t£/rpnn als „zählen" citirt er Esra 8, 1. 3; 1 Chr. 7, 7. 9. 40. 1) Es ist dieses nebst den Auszügen aus den Akten über das berühmte Religionsgespräch zu Lortosa das beste in seinem Buche, welches von allen und neuen Fehlern wimmelte Das Merkwürdigste bei diesem Buche ist, daß der Verfasser auch jüdische Gelehrte überhaupt anführt. 2) Oolleccion de puesias casteilanos anteriores al siglo XV —-pur D. T h o m a s Ant'ionioSa lieh e z. Madrid, 1779. 3 Voll. 8. In dem ersten Band ist auch der Brief des Marquis de Santilana abgedruckt. 3) Im -)]Dn,mü S. 32 fQ) lesen wir unter andern: : V’t .3)0 .Dtp;n 3in D”sn 3D”tp nn — — NVItP D’tiMN 03^1103 pS’H D’tPJN DJ)D PODN HD1?,- .b"op — diddh non ipb noon (Warum treten wenige Menschen die Erde sgehen stolz einherj, während jene, welche sie beständig tritt immer und immer schweigen). Wir wissen weder, welcher Schem Lob hier gemeint ist, noch kennen ^vir das Werk oder das Gedicht aus weichem diese Zeilen entnommen sind. eine Unterredung des Königs Don Pedro mir einem Juden p Lp-Dtt und einen Christen NicoLaus de Valencia^ erwähnt wird. Es ist nicht unwahrscheinlich, daß entweder Santo oder des Sango ein Schreibfehler und dieser eine und dieselbe Person ist. Die Auszüge, welche De Castro aus einer Madrider Handschrift giebt, sind sehr interessant und beweisen, daß die Juden kn Spanien frühzeitig gewohnt waren, die Landessprache gut zu schreiben. Es herrscht ein edler Geist darin, und die Spanier schätzen diese Schrift sehr. Der Marquis de Santilana und Sanchez loben denselben sehr. Wir wollen hier nur die Namen der Werke, nach Sanchez und De Castro anführen. . 1) Consejos y docoinentos del Judio -Rabl Don Santo cel Rey Don Pedro (Nachschläge und Dokumente des Juden Rabbi Don Santo an dm König Don Pedros 2) Doctrina c'hri.stiana (christliche Lehre)." 3) Danza general en que entran todos los csfcados de gentes (Allgemeiner Lanz in welchen alle Stände eintreten). ~ Schriften für die jüdische Schule. 2) Präparcttiorr zur Genesis für bie ober.» Gymnasialktasftu und Universitäten von F. I. Lieb recht, Sprachlehrer. Berlin, 1851, Ad. Friedländer. Von dem Titel, als wäre dieses Präparationsbuch blos für Gymnasialklaffen und Universitäten bestimmt, darf man sich nicht gegen dasselbe einnehmen lassen und etwa denken, es passe für jüdische Schulen nicht, vielmehr ist es für jüdische Schulen gerade sehr gut eingerichtet, indem es nach wissenschaftlicher Methode eine nach Grammatik und Wörterbuch genaue Präparation liefert. Unter den in der neueren Zeit bekannten Hilfsmitteln zur Lesung der Schrift, insoweit sie 4) Dieser wird vo.n Rodriquez de Castro (a. a. O. S. 266) als Troubadour aufgeführt. 5) Diese führt der Marquis de Santilana unter dem Titel Pro verlies (Sprichwörter) an. 6) Diescs scheint vielleicht einen satyrischen Hintergrund gehabt zu haben. Vielleicht daß der Jude dem damaligen Christenthume, wie es in der Wirklichkeit war, die idealen Vorschriften des Stifters desselben, vorgehalten. Wolf bezweifelt übrigens, daß dieses Werk von R. Santo dem Juden ist. 7) Diese Idee des Todtentanzes, wo der Tov ein Pas de deux mit den Mitgliedern aller Stände tanzt, ist durch Holbeins Gemälde „der Todtentanz" berühmt geworden. Verschiedene Notizen über diesen Gegenstand findet der Leser in D 'Israe li Curiosities of Literatur in dem Kapitel überschrjeben Histoi^ of the skeleton of death und W o ls in den Wiener Jahrbüchern 1832 (Theil 59) S. 27 (ebendas. <S. 28 spricht er eine Vermulhung aus über den Ausdruck Danse macabre) und Ma ssm an ebendas. Band 58 Anzeigeblatt S. 1 ff.