Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 12 (1851)
- Issue
- Heft 2 (11.1.1851)
- Date
- 1851-01-11
- Page
- Seite 21-22 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/2360092-2360688-2360693--7257-3536220- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
21 22 Studlen. Masoretifche Studien. Bon S. Baer. die kleine sowohl als die große Mas. ans die Angabe ]’5>Dp 'n zurückkommt, auch Ben Balam und Kimchi und Lcvita von acht Ausnahmen sprachen. Wahr ist es', diese Mas. ist schwierig, steht auch in der handschriftlichen Mas. des Kodex 1294: ebenso korrupt; deswegen ist cs unö aber doch nicht erlaubt, ihre Berichtigung darin finden zu wollen, daß wir ihre drei fehlcrhastcn Stellen streichen nnd die Ausnahmen aus 5 rcduciren. Eine derartige Korrektur können wir erst als letzte Instanz, wenn gar kein anderer Ausweg mehr möglich wäre, gelten lassen. Wir fanden aber, daß das Fehlerhafte dieser Masorct nicht in ihrer Zahlangabc — die richtig ist —, sondern blos in der Anführung der Schriststcllcn besteht. Richtig muß fie nämlich so heißen: MV) hddd '2 , |in\3öDi , pLvp n rifc;yi nisty ib , ('d , i"v N'M') ntt’v1 2 3 4 w nn djjjd , (x"' , fa m) Dpi? nt?y nb rom , , 'i rvnD') Dpt? nt?y ,Dk?p 1DDM , so'' , Dt?) 11DDD pX Dl?p , ('' , b Dt?) NDxb i,DJiDl , (iD , XI Di?) 1IDDD px nox bi , ('d , ab ’bt?D) »sj t?Di ~nvy , ('.i , tv Au pnrra d'd p dd psap nnoi jip"m Zur Begründung dieses ist nämlich zu beachten, daß die ganze mas. magna, wie sie uns jetzt vorliegt, nicht die ursprüngliche ist. Vielmehr zeigte die Masorct ursprünglich ihre Angabe» nur in äußerst kurzen Winken an, nur mit einem, höchstens zwei Wörtern deutete sie auf die Stelle». In ihrer Zeit, wo Jeder, der mir einigermaßen zur Gelehrtenklassc gehören wollte, die ganze Bibel auswendig wußte, waren solche kurze Winke auch ausreichend. Dergleichen ursprüngliche Mas. sind in Svfrim noch eine Menge auzntrcffcu; wie auch unsre kleine Masoret aus ihnen floß. Später aber, als daS Studium immer mehr in Abnahme gcrieth, warm die Schreiber gcuvthigt, diese kurzen masorctischcn Andeutungen zu erweitern, woraus daun unsre jetzige was. wag. entstand. Zum Beweise einige Beispiele. 1) In der frühesten Mas. hieß cS: pH , nitdixd pspl V nyct?) mci?! dsd pnx.i ■>nn: niyiDt? .im XDpi pi'ri' •f> DDt?n ddi? bi , pD’t?ni Ti nw nun; pm’. Die später» Masorct -Schreiber erweiterten sie und lautet sie jetzt: p*? pbi , pi> DUD ’D , 11.TJDD1 DDinD pDpl d”’ NVPN myiDt? .INI, nbxi pb XDpi , N'DDN px b mnt?i , pb dsd , p°? 'N't?p hd , pb nm nin , pp nxDl , DlpDiD pvo pND' 'D , b'D!?' npvt?l , l'pn NX pD'wni , ~ib rpnn DU , DDDD 'D b N'!?P1 , DUNDID b fflJlSJD pD p>pl J’D N'DIDD pH DDt?H p^> DD!? bl , '.D piDQ. 2) Die, frühere Mas. sagt: pnrB d”' Onb t?Xl' DJIDD’ IDDni DtJlDDiD D1D D1D.D ’DX l!Di?N , X'DpD pIN'1 DNS pis.D'1 iNDnbsi t?xi,D'. Die spätem ausführlich: D'p;iDt?N 'S IbD'IDDl X'DpD pnns s"' Onb .DNX D1D D1DN NNX1 , DD'b '2X Dnb DI?X , pN'D 'DDD DN'l , >D"DD IDDNI , HD ODT NX 'PIN Npt?'l , pbü n’Dl , t?X!N' 'DDD DN'l , t?Xl' 'DDD DN'l , XDDp DPDD' DNS '.D’t ,. 1DLP1 1DD NDN1 , JDDD1D HDD DDJ1D b pap ud pbn DP Dnb X'NI , D'.Db. 3) Die ältere Mas. sagt : DS'DN PDt? ’b ppiDi , b'P' bip'. Die spätere führte sie aus: , b'y pnpi biJJ' pD’DD 'd , J)Dt? 'NDNVPN X'lp , piyDJ 'DX ID!?' PPD.1D1- , p.P'JDDl bn in'JJlV '.D'l , ’DDt? jSL'hx 'ID |Dl. sForksetzung folgt.) Einige Mitcheilungen über die phönikisch e Sprache. (Fortsetzung.) 3. Emen sichern Beitrag zur Erkennung des Phönikischen, sei es in seiner ziemlichen Einerleiheit mit'dem Hebräischen oder in einzelnen Wörtern überhaupt, die als phönikisch ausdrücklich bezeichnet sind, bietet zunächst der afrikanische Kirchenvater Aurel Augustin um 400 n. Ehr., der als geborner Afrikaner und als Bischof zu Hippo regius über das Phönikische der Punier gm unterrichtet sein konnte, zumal zu seiner Zeit es noch gesprochen wurde. Die Aeußerungen 2lugustin's in dieser Beziehung sind: „diese Sprachen, nämlich die hebräische und pu nische, sind unter sich gar nicht sonderlich verschieden^^ „den Gesalbten (Christum) nennen die Hebräer IT^/2, welches'Wort im Panischen fast ebenso lautet, wie auch sonst viele andere u. fast alle dem Hebräischen gleich sind^z^ „verwandt und ähnlich sind nämlich diese Sprachen, die hebräische, punifche und syrische^? Bei Gelegenheit der Erklärung des neutestamentlichen ^dficovag Mt. 6, 24z Luk. 6, 13$ 16, 9) sagt er: p&ft ist im Hebräischen der Name für Reichthum und damit stimmt auch der punische Namen überein; denn der Gewinn wird panisch jiföD genannt^ und endlich sagt er: „und er streckte aus seine §ant> (h^ Gn. 8, 9, nämlich T in der Bedeutung ausstrecken) halte ich darum schon für eine hebräische Redeweise, weil sie auch in der punischen Sprache sehr gewöhnlich ist, wo man Vieles den hebräischen Wörtern Uebereinstimmendes ftnbet'^5 Und sehen wir auch von den bei dieser Gelegenheit angezogmen punischen Wörtern Gesalbter, Gewinn, Reichthum, w die Hand ausstrecken ab, wenn gleich daraus schon klar genug die Einerleiheit mit dem hebräischen ersichtlich ist, so ist die ausdrückliche Behauptung Augustin's, daß das Punische mit dem Hebräischen fast einerlei gewesen sei, als Aeußerung j) Quae8tiorae8 in Jud. VH, 16. 2) Contra litteres Petiliani ii, c, ii4. 3) ln Joan. tract. 15. 4) De verbis Domini serm. 37; vergl» dessen de nione domine in monte lib. IL 5) Locutiones Zn Gen» 8, 9q %