Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1850
- Issue
- 52 (28.12.1850)
- Date
- 1850-12-28
- Page
- Spalte 821-822 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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821 Studien. Der Roman Amadis. 822 zog. Da nun unglücklicher Weise in der Druckerei die Angabe dieser Stelle ausficl, ein Fall, der besonders bei Zeitungsartikeln nicht vereinzelt dasteht, so sagt G. in seiner Zeitschrift (V. S. 463) /f85oit diesem Zweifel del Medigo's ist aber.durchaus Nichts bekannt, im Gegentheile rühmt ihn dieser auch mehre Male und ganz besonders in seinem Briefe au Serach (Melo Chof. S. 21), und Herr C. kann zu dieser Behaus t u n g n u r e t w a durch eine Verwechselung in Benutzung einer von mir über Isaak Abarbanel gemachten Bemerkung verleitet -worden sein; von diesem nämlich deutete ich an, daß d. M. seinen Ruhm nicht für so ganz wohlbegründet halte (vergl. das. A. 70 S. 68 und A. 84 a. S. 75)." Wer diese mit solcher sicheren Genügsamkeit niedergeschriebencn Worte liest, der ist zu dem Glauben berechtigt, daß G. genau alle Werke del Medigo's gelesen, und nachdem er von diesem Zweifel in denselben Nichts gefunden habe, er glauben konnte und durste, daß ich durch eine Verwechselung in Benutzung einer von ihm gemachten Bemerkung verleitet sein müßte, so sehr auch die Bescheidenheit des Hrn. G. durch diese Selbstschätzung leiden würde. Wir wollen jedoch den Nachweis liefern, daß der Satz rpNl niw W eine vollkommene Wahrheit ist, und daß Mancher auch die Biographie eines Gelehrten schreiben kann, ohne daß man, wie es die Wissenschaft erfordert, dessen Schriften genau inue habe. Die Stelle nämlich, auf die ich anspielte, befindet sich iu Noblot Chochma S. 651) und lautet also: nno n)i)o nnrn nwn im tvw rin n.m v nW jna Vinw n"n^ rn72wra rwxu .jniN bn by nvrh bpii noana nbipo vom bw rnyaün rmrw inyn syb wan# ana Nim 'üi niDjwn rm n"a Dmoai anpon bn nm' an nm’» (iL7n p) nMa nyn n1^ na o^ai mra nw no vjjt n) •ow nxan "inw )aza n^itaam ropaon n"a hn pn nryaian nioana na nw noi iobt n? pya Dnaai t>aa nwyb n^dd diso mm 5"4 nmw m lrAno rmn ian<r in? nyw mnj — " Van bww Ynn Dieses Eine Beispiel famt einen Begriff geben von der gründlichen Kritik G.'s über dic ersten Bände meiner Zeitschrift, der man außer einigen gerügten Druckfehlern nur solche selbsterdachte literarische Vergehungen andichtet, mit der mich die unwissende Bornirtheit einer Cameraderie schon seit Jahren verfolgt. Und doch war es G. selbst, der mich zuerst wegen meiner Angabe der jni 'vi miD Dr'o gegen meine Vorläumder in Schlitz nahm, und er selbst mußte auch die Schrift ne ccm nn.lN, deren Dasein man mit frecher Stirne täugnete, edireu. Durch die Erwähnung dieser Schrift nehme ich Veranlassung Maimuui's Gedicht, das G. S. 48 korrupt und unvollständig abgedruckt, aus einer sehr kostbaren Gedichtsammlung, von R. Isaak beu S ch eschet, Josef b. Ha-Kadesch b. Abr. ALmosnino, Abr. Taul b. Isaak. Cha sid u. v. A., die ich besitze, hier vollständiger mitzutheiten. iVivs n^nnn oa"Dn) iw na?D ma nan iws iqd ipny mi rma^n vno napi pmyn ntsw ma ipia iprn dn ntsw Ma dw -vys na bm nan ipyy ntsw * ua nra inaw ruv btt bt* )\>wn mb wvna muh pan ma b n^an ‘nsü1? ipn na) nDan ns hde» aio nur tN ‘pbn n^pD opoa nra Literatur - und kulturhistorische Miseellen von Leopold Dukes. Die hebräische Uebersetzung des Amadis von Gallien. Romane sind für ein etwas gebildetes Publikum wws der Brandtwein für die untern Klassen ist. Um das Elend oder die Langeweile des Gebens zu vergessen gehet der eine zur Schenke, der andere zum Romane. Zu den Romanen, welche einst viele Leser unterhalten haben, gehört Amad is v on Gallien. Dieser Ritterroman enthält viel Wunderbares, Gebilde der Phantasie, Kämpfe der Ritter unter einander, fabelhafte Reisen, Gebrauch magischer Künste u. st stdieses machte sein Glück. Die Betrachtung der Romane von der kulturhistorischen Seite ist einem kräftigen Forscher überlassen. Dieser Ritterroman, welcher im 16; Jahrhundert sehr berühmt war, und welcher durch Cervantes noch berühmter wurde, erschien beinahe in allen europäischen Sprachen übersetzt. Kein Bibliograph hat unseres Wissens angemerkt, daß er auch hebräisch übersetzt wurde. * Dieser Roman wurde ursprünglich spanisch geschrieben und 1510 herausgegeben^ Die Urtheile der Gelehrten über 1) Vergl. darüber Wiener Jahrbücher der Literatur 1826 Th. XXXlll. S. 18 ff. In meiner Bibliotheca Judaica I. S. )7 würde Hr. D. die bibliographische Angabe darüber, wie über den Uebersetzer Jakob t>. Mose el - Galbast), den span. Titel und die span. Ausgabe, wie auch den Drucker angeführt gefunden haben. Ich will nur noch bemerken, daß Almauzi ein schönes gedrucktes Exemplar davon besitzt. .Red. 52