Mannheim
Compact Memory

Der Orient · 1850-12-21 · 51 (21.12.1850) · p. Spalte 811-812

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
1850
Issue
51 (21.12.1850)
Date
1850-12-21
Page
Spalte 811-812 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/8555529-9891031-9891103--6664-3536182
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

811 812 Studien. Abhandlung über ZLn Gansch rc. von Munk. -gefangen. guseinanderzusetzen,daß die Hebräische Sprache die -erste aller.Sprachen und die Sprachedes/ersten Menschen ist, und.daß nach ihr das Arabische kommt. Und (ich erklärte da) den Zusammenhang -des Arabischen mit dem Hebräischen, und erwähne alle reine arabische.Wörter, welche in der heiligen Sprache sich wiederfiuden und daß das Hebräische nur ein reines Arabisch und daß die Benennungen gewisser Dinge im Arabischen sind' wie hebräische Nennwörter. Und diesen Grundsatz haben wir von den Danaiten (^,-j ^3) erhalten, die zu uns aus Palästina gekommen."^ Aus dieser Stelle kann man schließen, daß Dunasch's Buch weiter nichts als etymologische Zusammenstellungen enthielt und daß es zu seinem Hauptzwecke gehabt habe, die zwischen dem Hebräischen und Arabischen vorhandene Ähnlichkeit hervortreren zu lassen und mit Hilfe des Arabischen die dunkeln Wörter der Schrift zu erläutern. Das ist es auch was Mose den 'Esra aus Granada uns gleichfaUs crrathen läßt, indem er in seinem Traktat über Rhetorik und Poötik, nachdem er von der Verwandtschaft der Wörter und der grammatischen Formen, welche der Grammatiker Abu - I b r a h i m 14 zwischen dem Hebräischen und mehrern andern Sprachen nachgewiesen, gesprochen, in folgender Weise fortfährt: „Schön Dunasch b. Temim, beigencnyt el - Sch e falg^i, war in "dem was die etymologische Verwandtschaft insbesondere und nicht die der Grammatik berrifft, vorgegangen; allein er hat nicht das Wahre so gut erreicht als dieser Mensch, wie es sich für diejenigen klar Herausstellen 'mußdie das Werk des Einen oder des Andern lesen wollen."^ An einer ändern Stelle 13) Die Stelle lautet.: V3P -niä ijnrjp Dt*; rfcnn ^npn o itab \bnnw naon D'bmr p)Wi" .-'myrT nriNi jmnn otx ptb mn'01 nm&bn n^isD wm \wbov nns nb b roy1? ^r, Dwy. nsppny/imy myn m &npn p^b '■rininubp nrbpyi nmay rmm jd btoitfi .pND ibw D'iOl (Siehe LB. d. Or. 1845 6. 563). Der Schluß dieser Slelle scheint sich auf den Reisenden Eldad Ha-Dani zu beziehen, welcher folgerichtig inKai'rawün um die Zeit des Dunasch angekomrnen sein muß. 14) Es ist mehr als wahrscheinlich, daß unter dem Namen von Abu-Ibrahim einer der bei Jbn 'Esra erwähnten Grammatiker verborgen istden Mose b. 'Esra hier mit seinem Beinamen, mit der Kunja vorführt. Das was letzterer von Abu-Ibrahim sagt paßt sehr gut auf Jehuda d. Koraisch, von dem wir bald sprechen werben. 15) Die Stelle heißt: m^pn DN'bb ^Qipn JJÖ “ipi uvn p tson -injb in jbwsh nbbx brbt* ,*nn. -rpNa-K .aai d*?i (!) Mb^ND djd^n ' HJ^KtSÖ >W ■pb TD* MD DDfi. HS. der Bodl. -23ib1. <‘<>d. Hunt. n. 599 (Urt*, hebr. 499) Toi. 22 v. Dieses Werk won Mose Jbn 'Eßra, das -von Wolf erwähnt Ist (BH. IN. p. 3 und 4), ist sehr wahrscheinlich dasselbe, -welches vonLanchum aus Jerusalem unter dem Titel PT&Tlzbw Nl'WNQb ..DInTÜ angeführt wird und daß man wiedcrgeben kann durch „Literarische Zusammenkunft." Siehe: Komm, des Tanchum über 1 'S. 18, dieses Traktats führt Mo f e ben "Esra eine Erklärung des Dunasch an„ welche ohne Zweifel aus dem fraglichen Buche gezogen ist. " Wir finden daraus auch eine andere in den Bruchstücken, die wir von Tanchum aus Jerusalem kennen." Obwohl jedoch Dunasch besonders den zwischen den Wurzeln und Wörtern beider Sprachen bestehende Zusammenhang behandelte, so schien es doch, daß er hie und da mit Hilfe des Arabischen auch gewisse grammatische-Formen des Hebräischen erklärte." Dunasch wird auch von Saadja Jbn Dan Ln, einem gelehrten Jaden aus Granada in der zweiten Hälfte des L5. Jahrhunderts, erwähnt, der uns mlttheilt, daß es arabische Schriftsteller gegeben, welche behaupteten, daß Du na sch den Temim ben Islam annahm." Diese Lhot, die wir.übri- 10 (6d. Haarbrücker p. 32, und die lateinische Übersetzung p. 34). Es ist auch von Abr. Gavischün in dem Buche nro^n 1QP (Livorno, 1748) angeführt. Siehe: Dukes, Moses ben Esra aus Granada (Altona, 1839,. 8) S. 6. . , Ich mnß erklären, daß ich die Orforder Handschrift jetzt nicht vor Augen gehabt habe; die Citationen, die ich aus dem Werke des Mose Jbn 'Esra gemacht, sind aus einigen Auszügen geschöpft, die ich der Gefälligkeit meines Freundes, des Hrn. Dukes, der gegenwärtig in England, ist, verdanke. Da Hr. Dukes über das Lesen einiger Wörter Zweifel hegte, so war ich genöthigt, hier und da zu Vermuthungen meine Zuflucht zu nehmen. ' 16) Auf Bl. 18 v. (der erwähnten HS.) liest man: Enrvty^B -^rpa idjm ]n ^Nn-pW cm p wn tap N'nni cbp ’D 'N ja pnt?D priDSl 7^^, d. h. „Dunasch b. Temim aus Kairawan sagt, daß WZ11 (Jes. 1 l, 14) von dem Verbum abgeleitet ist, d. h. sie wahrsagten vermittelst der Schulter-Mantik; aber dieses ist sehr gesucht und unwahrscheinlich." Ueber das was die Araber Db oder rjs»nDN^N cb nennen (d. h. die Kunst die Zukunft zu errathen durch Anschauung der Schulterblätter von gewissen Thieren) s. Hammer-Purgftall, cncyklopädische Uebersicht der Wissenschaften des Orients S. 466. 17) Siehe seinen Kommentar über 1 S. (oll. Haarbrück^r S. 8, lat. Uebers. S. 9) , wo .das Wort D'by erklärt ist durch das arabische was cine geheime Frauenkrankheit bebrütet. 18) In diesem Sinne betrachtet er dos Wort (Koh. 12, 3) als Denominativ von Siehe den Kommentar des Jbn 'Esra. 19) Oie Stelle des Saadja ben DanLn, entnommen aus seinem Gutachten (hebr. HS. der Bodl. Bi'bl., Ure 461), ist nach einer Mittheilung des 5orn. Carmoly in der neuen Ausgabe des'bibliographischen Buches von Asulai (Schem ha- Gedolim , 2. Th. Ff. a. M. 1847, 8. p. 145) bekannt geworden; mir ist sie zugleich nach der Oxforder HS. von Hrn. Dukes mitgetheilt worden. Saadja, bei Gelegenheit einer wissenschafclichen Verhandlung über die Neuchristen, spricht von d.en jüdischen Gemeinden, welche zu verschiedenen Zeiten gezwungen wurden, den Islam anzunehmen, und von zahlreichen jüdischen Gelehrten, welche genöthigt waren, ihre N«- ligion zu erheucheln^ indem er hinzufügt: Dl'n jn»

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.