Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1850
- Issue
- 51 (21.12.1850)
- Date
- 1850-12-21
- Page
- Spalte 809-810 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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809 810 Studien. Abhandlung über Zbn Gansch ec. von Munk. In Erwähnung anderer Verfasser führt Dunasch ausser Saadja noch an den Verfasser der Logik, 10 wahrscheinlich Aristoteles, und den Geschichtschreiber Josef den Gorion." diesen Gegenstand und über die Grundsätze des Gesetzes verfaßt, die verborgen und begründet in dem Buch von der Schöpfung durch Andeutungen sind, und die man nur demjenigen mittheilen kann, der derselben. würdig ist, die freilich gering an Zahl und selten sind." In einer anderen Stelle, wo von den Elementen die Rede ist, liest man: vnDN "DD1 n^N ’p^n is^nm uw tn mn idoo r^ii -ihn Dipoo noN^on pdd D’nsio l^y moyni nnioin, d. h. „wir haben bereits an einem Orte außerhalb dieses Buches dargethan, wie diese Lheile der Elemente sich ändern und umgestalten und wir haben dazu di§ Beweise aus dieser Gattung der Wissenschaft ausgestellt " Bei dem Inhalte der ersten dieser zwei Stellen will ich noch bemerken, daß in der Münchner Handschrift, deren Redaktion mit der von Parma konform zu sein scheint, die Worte rn*nn * * vvop,> durch folgende ersetzt sind: piyi rrpavi np’j>i niuy -noo uahsi ijodn S»n ij-oco (i- Kuntras ha - Mas. S. 60). Aas dieser Stelle. ohne Zweifel hat de Rosst zu sehen geglaubt, daß der Verfasser dieses Kommentars auch einen Kommentar über das rabbinische Chronikon (Scder Dlam) verfaßt habe (s. Ns. cod. Lebr, n. 769; OiLionaii« sturieo degli airtori ebr. 1. S. 134). Allein hätte de Rossi die ganze Stelle mit Aufmerksamkeit gelesen, so würde er gesehen haben, daß hier nicht von einem Kommentar über eine Chronik die Rede sein konnte; die Worte ViD, wahrscheinlich die Übersetzung von D^Ny^N DTDn, bedeuten die Ordnung des All''s oder der Schöpfung. In einem kleinen anonymen Kommentar über das Buch Iezira, der erwiesener Maßen weiter nichts als ein Auszug des Kommentars von Dunasch ist, liest man an der entsprechenden Stelle: frnp^ nt np'y nyi1? njrpttf *di rTON^Q pjys UDfOtt/ oder nach einer andern Handschrift 5WN-):] -JDCQ Siehe Ms. hebi\ der National- Bibliothek AF. n. 222 fol. 192 v. und n. 255 fol. 8 v. Dieser Auszug wurde 1092 verfaßt; denn der Epitomctor setzt bei derjenigen Stelle, wo das Original 4716 u. d. Sch. hat, das Jahr 4852. 10) imn isD bjn fol. 67 r. 11) UV N'03 110NV Jl'OV fl?]D)’ "IDD fol. 74 V. Diese Stelle widerlegt die Ansicht Rapaport's, welcher behauptet hatte, daß das Buch Josippon zur Zeit des Saadja noch nicht vorhanden gewesen. ' Siehe seine Abh. über Elasar Ha-Kalir in Bikkure Ha-Jttim 1830 p. 102 Note 7. Wenn Dunasch das Buch des Josef den Garion schon als ein sehr altes, zur Zeit der zweiten Lcmpelzerstörung verfaßtes Buch anschen konnte, so setzte das voraus, daß es schon im 9. oder im 8. Jahrhundert da war. Dieses muß nun auch die andere Annahme abw-risen (an derselben Stelle), nach welcher Elasar Ha-Kalir, der das Buch Iosippon gekannt zu haben scheint, erst zur Zeit des Scherira Gaon (gegen Ende des JO, Jahrhunderts) gelebt haben soll. In der Lhat werden die liturgischen Lieder Elasar's bereits von Saadja in seinem Kommentar zum Buche Iezira angeführt (s. Dukes, Beiträge 11. S. 14 Anm. 6). Wir wollen diese merkwürdige Stelle des Saadja, nach dem arabischen Original zu Oxford, hier mittheilen. Nachdem Saadja gesagt, daß der Verfasser des Sefer Iezira die drei Ausdrücke *)pD , *)5D Dunasch Hai auch mediciirische Werke geschrieben, und insbesondere über die einfachen Heilmittel, wie wir es aus einer Anführung des Ibn Woitar entnehmen können, der von ihm eine Stelle in Bezug auf die Rose entlehnt hat.^ Was uns hier aber besonders angeht, das sind die Arbeiten, welche Dunasch über die hebräische Sprache gemacht haben mochte. 3bn "Esra in dem Buche MOsnajim beschränkt sich blos darauf zu sagen, daß Adonim den Lern im ein Werk geschrieben, Hebräisch und Arabisch gemischt, und er läßt uns vollständig über den Zweck des Buches in Unkeimtniß. Aber wir sind auf die Spuren dieses durch Dunasch selbst gelangt, welcher in der Vorrede zu seinem Jezira-Kommentar sich in folgenden Ausdrücken vernehmen läßt: „Wenn Gott mir helfen und mich länger leben, lasten wird, so werde ich das Buch vollenden, worin ich an- und ^DO gewählt, um drei Wörter zu haben, welche sich in Aussprache und Schreibung glichen, fügte er noch folgende Worte hinzu: blND fcän bin D?1 Dtsn’ -pt>y nsi.rmsi ins 'hdj-jx ocd 's -fh D‘n na.vE'no anbEfr “ikstik p*n lD’OO TO’J DIN D'“|DT ^NDOr6Pis‘tpN'Q i?Np pNip.V '2 on 10J/331 10)33 unip no’DJo o’Dni? iodid^ odid1?, d. h. die Gelehrten machen beständig dasselbe. Zuerst (findet man) in den prophetischen Büchern: Schrecken (Pachad), Grube (Pachat) und Schlinge (Pach) über dich, Bewohner des Landes (Ies. 24, 17), wo man drei Wörter gewählt hat, die in der Aussprache sehr ähnlich sind; dann in den Sprüchen der Lehrer: durch drei Dinge macht der Mensch sich kenntlich, durch seinen Geldbeutel sKis), durch seinen Becher (Kos) und durch seinen Zorn (Ka?as); und endlich in den Redeweisen der Dichter, wie da sagt Elasar: um mich zu bedecken (Sochechi), um mich zu schirmen (Moschi), um mich herrschen zu lassen (hassichi) durch die Herrschaft des Hochheiligen." Die Stelle von Elasar sha-Kalir) befindet sich, mit einiger Aenderung, in dem Machasor des Aschkena fischen Ritus in dem Pijjut zum zweiten Tag des Laubenfestes. 12) Siehe Ibn Beitar, Wörterbuch über die einfachen Heilmittel, bei dem Worte *p) (Rose), wo man Folgendes liest: PO' fW IDStf nJO }ö’ ipi D^DD p EOH nriDJ* nJN bxp'? .tiuni p?ny;>JO ton pnon^ th^n jo fnnibs pNOIN .1D7JD^N, d. t). „Duuasch den Temim c^sagt): Es giebt deren auch Gelbfarbige, und ich habe sagen hören, daß in Irük cs auch schwarze Rosen giebt. Die.beste ist die von Persien, welche, wie man sagt, sich nicht öffnet. Die auserlesensten Rosen sind diejenigen, welche stark riechen, hochroth aussehen und wo die Blätter der Blüthe übereinander gelegt sind." Also wie sch es oben gesagt ergiebt sich aus dieser Stelle, daß Dunasch nicht Irak bewohnt habe. Wir müssen hier noch bemerken, daß Hr. Sontheimer in seiner deutschen Uebersetzurig (U. S. 582) für den Namen Dunasch gesetzt hat Dawis, mit einem Fragezeichen alö Anzeige der ungewissen Orthographie. Ohne Zweifel hatte der Name in seiner Handschrift keine diakritischen Punkte. Ich habe mehrere Handschriften nachgesehen, die sehr deutlich und bestimmt haben.