Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1850
- Issue
- 51 (21.12.1850)
- Date
- 1850-12-21
- Page
- Spalte 813-814 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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813 814 Studien. Bemerkungen über hebr. Eigennamen v. H. Ph. Ree. gens nicht weiter gefunden, hat nicht den leisesten Schein eines Grundes für sich. (Fortsetzung folgt). Ueber die Form „SCittimm": 2 Sam. 13, 20 1 1 ' und über die Form „le-Abschalom": 1 Chr. 3, 2. I.* Bei Gcsenius :— HW. ecl. 4 unter — heißt es: ,,-- Vielleicht ist eS Diminutivform '(nach arab. Weife durch Einschaltung des Jods gebildet) nur nicht (nach Kimchi) verächtlich gebraucht." Wir wissen nicht ob jemand sehen die verlängerte Ferm „Aminon" für folgendermaßen, erklärt hat: Die Einschaltung eines Buchstaben in einem N. pr. geschah bei den hebräischen Koncipienten um die Person herverzuhcbcn, wie "“pH und rjDirp/* Da aber niemand den Gedankeu-Raum geben wird, daß die Einschaltung des Jod in Aminon, bei der Erzählung von dessen schändlicher That, geschah um ihn hervor zu heben, so muß ja in jener Erhebung Erniedrigung liegen — dieses war vielleicht die Meinung Kimchi's. — Der Ausdruck Amiurw hüD nmb mn dw ono nsp by. d^n^d^d cnbtfi fl ’Nion byr D’ön p aun by Dnow. Mit Ausnahme des Jbn Beitar begegnete ich bis jetzt keinem moslemischen Schriftsteller, der von Dunasch spricht. Das was gewiß zu sein scheint, das ist daß irgend eine Verfolgung gegen die Inden Afrikas zur Zeit des Dunasch durchaus nicht stattgefundm. In einer beigegebenen Bemerkung, am Schluffe dieser Schrift, werde ich einige Nachweise über Chasdal ben Chasda'i, der im 11. Jahrhundert gelebt und der aus persönlichen Beweggründen den Islam angenommen, mittheilen. *) LB. des Orient 1850. Nr. 20. Col. 312. Z. 14 v. u. st. Jitzchak U die Höhen des Jschak. Nr. 21. Col. 324. Z. 16 v. u. st. aber l. oder. Nr. 25. C. 393. Z. 9 v. ü. st. Gott David l. Gott Davids; Z. 3. v. n...st, Goldblei l. Goldblech oder Blattgold; C. 395. Z. 12 v. o. lese: Im V. 14 des Pf. 50 von Assaf. Nr. 26. C. 403. Z. 13 v. ii. streiche das Wort: hierauf; C. 404. Z. 22 v. u. ft. la-mul I. lle-mul; C. 405 Z. 11 v. o. st. Bechabam l. Nechabam. Ferner noch Zweimal.. Col. 407. Z. 25 v. o. streiche das Wort: auch. ") So 2 Sam. 10, 10 ) nachdem er einen Sieg errungen heißt er ib. iö, 14. Die Einfügung eines Buchstaben in den Namen war gleichsam wie bei uns die Ertheilung eines Ordens oder Titels, entweder für Verdienst oder dadurch den hohen Standder Person anzuzeigen. So IfiNJ als Heerführer heißt er -tfON' 1 Sam. 14, 50. — Dlb&b^/ wo er aber als Schwiegervater des Königs vorkommt heißt er QlbträK 1 Kon. 15, 2. 10, welches Jod der Koncipient der Chron.' ihm aber wieder nahm 2 Chr. II, 20. 21, wegen der bamaligen Umstande. — non war nämlich eine Ironie, gleichsam: „war dem lieb er Bruder 2lmnon bei dir?" d. h. dem der Vater so ohne Bedenken jene - Bitte gewährte und du so ohne Bedenken zu ihm gingst und-kochtest-für ihn: —^ Durch diese Ironie wurde die Frage erhebend ausgesprochen, aber „verächtlich" gemeint.. Bei denc Charakter Llbschaloms ist dieser Ausdruck nichtbefremdend. —• — II. Mit dem Vorgesetzten Lamed in cnb&'-^b* 1 Ehr. 3, 2 hat es ein anderes Bewandtniß./Hier ist die Form des Namens nicht verlängert worden. Das Lamed ist Dativ, es bedeutet: dem Ab schalem, als stände Nachdem * die schändlichen Thaten dieses ungerätheneu Sohtles gegen seinen königlichen Vater David so bekannt waren, konnte der Koncipient diesen Namen nicht hinschreiben, ohne ihm launig einen Hieb zu geben. Dieses that er durch die Hinzusügung des Lameds: 2^b dem V ater gebü brt Friede, d>. h. n i ch t a b er diese m S eh n e. Der Koncipient befürchtete kein Misverstäudniß, da jeder ja wußte, daß der dritte Sohn Davids nicht Dlb&'INb hieß, solidem Mit andern Worten sagt es: 3$!? nicht nk-r Tib“|9^ — Daß tS nicht getrennt geschrieben ist darüber vcrgleiche man y^sbö. 1 Sam. 14, 49 und auch getrennt y^"">Oby 1 Ehren. 8, 33. 9, 39. — Bei Gesell ins a. a. O. urrter b, A. der. 5 heißt es: ,,— —- Vor dem Nominativ zu stehen schien mehrem 2tuslegeru (denen ich Lgb. S. 681 folgte) das b 1- Ehren. 3, 2: DteOttb der dritte (war) 'Absalon, vcrgt. 2 Sam. 3, 3, wo das b fehlt. Aber b ist hier kritisch sehr verdächtig, da e§ auch V. 1—4 vor den Namen der übrigen Sohne nicht steht, und in 20 Cod. fehlt." Nach obiger unserer Erklärung hat es feine Nichtigkeit, daß jene Sylbe vor den Nauleil der übrigen Söhne Davids nicht steht, denn der Hieb gilt ja nur dem ruchlosen Abschalom. Auch hat es seine Richtigkeit damit, daß „das b in 20 Cod. fehlt", denn die Abschreiber hielten die Sylbe wahrscheinlich für „kritisch sehr verdächtig." — Es wundert uns, daß Kimchi** u. a. nicht daran. ') — besonders in der spätem Zeit des Koncipienten der CHro a. — **) S. dessen Komm, zu 1 Chr. Kap. 1 u. s. f., wo cs heißt, daß man es nicht genau nahm bei N. pr. Die Freiheit, welche sich die spätcrn Koncipienten nahmen, war eine Folge der frühern — wiewohl mehr ernsthaften — Abänderungen und Zusätze in den Eigennamen, wie.z. B« 'y^irp für ytSOH> “Dy föt py, die Hinzufügung der Wörter nDE' cn zu dem Namen um, „als poetischer Eigenname Egyptens": Les. 5l, 9. Pf. 87, 4. idiü. 99, 11-