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Der Orient · 1850-12-21 · 51 (21.12.1850) · p. Spalte 807-808

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Journal
Der Orient
Volume
1850
Issue
51 (21.12.1850)
Date
1850-12-21
Page
Spalte 807-808 (sequence 4)
Language
German
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807 Studien. Abhandlung über Jbn Ganuch rc. von Munk. 808 möglich sein, einige Nachrichten über diesen Schriftsteller und über seine Schriften zu geben. Du nasch wurde zu Anfang des 10. Jahrhunderts, wahrscheinlich zu Kawawän geboren; seine Familie aber stammte aus Bagdad.4 Er erfreuete sich des Glückes des vertraueten Umganges von Seiten des Arztes Isaak JsraNi, was nicht ermangeln konnte, einen glücklichen Einfluß auf seine Studien zu machen, welche zugleich die heiligen Bücher der Juden, die Philosophie, die mathematischen Wissenschaften und die Heilkunde umfaßten. In seinem Kommentar über das Buch Jezira, welchen er um das Jahr 345 der Chag'ira ft. h. 955—956) verfaßt/ gedenkt er mehrerer seiner vorangegangenen Werke, besonders: einen Traktat über die indische Rechnung;G einen Szattat über Astronomie in 4) Wir haben in dem Vorhergehenden gesehen, daß er von Jugend auf in Kcurawan gelebt. Jbn °Esra in dem Buche Mosnajim nennt ihn „den Babylonier", was bei den arabischen Juden häufig dem el-Bag hdüdi entspricht; anderswo (Komm, zu Gn. 38, 9; Koh. 12, 5) nennt er ihn vrilDH „den Morgenländer." Aber einJrrthum war es, daß man daraus geschlossen, Adonim b. Temim habe im Morgenlande gelebt. Man wird weiterhin sehen, daß aus demselben Grunde sein Namensgenoffe Adonim b. Labrat zu Fas ebenfalls el-Baghdüds genannt wurde. Wir können eine Menge von Beispielen anführen über diese Art zu benamen bei den arabischen Schriftstellern. Wir wollen nur noch die Bemerkung machen, daß Jbr/Esra (HS.) von N. Haja Gaon sprechend, der im Morgenlande wohnte, ihn nicht mir sondern mit vQDS bezeichnete. Uebrigens wird Dunasch b. Temim von Mose Jbn *Esra ausdrücklich el-Karrawani genannt, und zwar in den zwei Stellen, die man weiterhin finden wird, und aus einer Stelle Jbn Beitar's , welche wir anführen werden, ergiebt sich indirekt, daß unser Schriftsteller Irak nicht kannte. Hr. Zunz, welcher glaubte, daß Dunasch als Verfasser eines Kommentars über das Buch Jezira mit Isaak JsraUi identisch sei, hat die vorgebliche Vermuthung gemacht, daß es einen zweiten Dunasch b. Temim im Morgenlande gegeben, welcher der Grammatiker war, von dem Jbn *Esra spricht. Siehe: Haarbrücker, R. Tanchumi Hierosolymitani comment. arab. ad librorum Sam. et Regum locos graviores (Lpz., 1844, 8) S. 9. Anm. 5) In einer Stelle, worin er von der Schöpfung spricht, sagt er (soft 70 r.): nm nJK/ NW U . . . . vVn ('i) dje' wro myn 'izoob. Die HS. hat was ein Fehler ist. In der Münchner HS. . (s. Kuntr. ha-Mos. S. 80) ist die moslemitische Acre durch bezeichnet, in unserer HS. scheint der dritte Buchstabe, der nicht deutlich genug ist, ein He zu sein. 6) In einer Stelle, wo er bei Gelegenheit der 10 Sesirot von der Zählung und von den indischen Zahlen spricht, da sagt er (fol. 68 v.): .11 b]l 1331 i n 3 3 i? n 3Non M'i nin jt3tyn3 vrän itj\x isd3 löjiri 1DDD IDlJnni, d. h. „ich habe darüber bereits zur Genüge gesprochen in einem Buch, welches ich versaßt über die indische Rechnung, bekannt unter dem Namen oLmä. ^Luüt das heißt die Staub - Rechnung." Diese Stelle, die ich bereits Hrn. Reinaud mitgetheilt hatte, wurde von ihm in seinem Memoire geographique, historique et scientifique sur l’Inde (besonderer Abzug S. 399) angeführt, wo drei Theilen, wahrscheinlich in Bezug auf den jüdischen Kalender, und den er an Chasdai ben Isaak zu Kordova überschickt/ ein großes Werk über Astronomie, gewidmet dem fatimitischen Khalifen Jsma'i'l ben el-Kajim, mit dem Beinamen el-Man für/ endlich ein oder zwei Werke über Physik und Metaphysik, die er nicht deutlich bezeichnte/ man Aufklärungen über den Ursprung der Benennung von Chisab el-Ghobar findet. Einige Stellen dieses bedeutenden Memoire's (S. 298 u. flg.) können, dazu dienen, das große Interesse zu würdigen, welches für das 10. Jahrhundert eine Arbeit wie die des Dunasch darbieten müsse. , 1) Nachdem er nebenher von den Phasen des Mondes gesprochen, da fügte er hinzu (fol. 72 v/: ni . lHNn ‘"'ÜDI dn bx inuwriniran im msoa mosri )b waian mW nnwnu pnsr p won .ppiv pic^nn pbm ty>p!?n Nini. ■m'DJüDp mnoo nDDnü rronn p^»nm * NMN nyn^ mroon -p-ra w'bm) 8 i)2m tbjd , d. h. „wir haben dieses schon erklärt durch Beisetzung von Zeichnungen in unserem Buche, das wirverfaßt und überschickt an Abu- Jusuf Chasdai b. Isaak als Antworten auf Anfragen, die an uns (durch den Weg) von Konstantinopel gelangten. Es besteht aus drei Theilen: der erste Theil handelt über die Erkenntnis; der Ordnung der Sphären; der zweite von den für die Astronomie nöthigen Kenntnisse der Arithmetik; der dritte über den Gang der Sterne." Man könnte sich wundern, daß Chasdai seine Briefe an Dunasch über Konstantinopel sandte /— denn wir denken nicht, daß es sich hier um die untergeordnete Stadt Konstantine in Afrika handelt —; aber es ist wahrscheinlich, daß die Eifersucht und die Feindseligkeiten, welche zwischen ^Abdel-Rachman 111. und dem Khalifen von Afrika herrschte, den Verkehr zwischen Kordova und Ka'irawan sehr schwierig machte, und daß Chasdai für seine Korrespondenzen die freundlichen Beziehungen, welche zwischen dem Hose von Kordova und dem von Konstantinopel bestanden, sich zu Nutzen machte. Wir werden noch weiterhin von Chasdai' b. Isaak sprechen. 8) Ein wenig weiter (fol. 72 v. 73 r.) liest man: by\ v'33i3>i ]’i no3n npy nts6ro uisrw 131303 uiön p moro uisdd wn p!?nn ni,i mn isDni * Pi D'N-p p b’jiDDN najon .1.132 nw by ioin lruntyWun d. h. „darum haben wir gesagt in unserem Buche, welches wir zur Widerlegung der Grundsätze der sterndeutenden Astrologen u. s. w. Dieses Buch ist die zweite Abtheilung unseres Werkes über die Astronomie (I. Theil desselben), verfaßt in dem Sinne des Mohdi el-Man für Jsma'll ben Kajim". Das Wort oder besser jnjon ftas ich ausspreche )NDN) ist ohne Zweifel die Uebersetzung von ein Titel, welchen die ersten fatimitischen Khalilifen angenommen. Man sieht aus dieser Stelle, daß Dunasch wie Isaak Jsra'üi Beziehungen Zu dem Hofe gehabt, wahrscheinlich in seiner Eigenschaft als Arzt. 9) In der auf die Schöpfung bezüglichen Stelle (fol. 70 c.) liest man: }rw Tin? ni dm by nsnni pbö Niw rrnnn np'yrsi ni pvd in:w Nip' n!?N. DnNDb PN' ' D’fDI] . fi'iS'N'D 1D1D1 Dmyjl Ü'toyü Dm am ri'DIT Ninty, d. h. „derjenige, welcher diefe Erklärung verstehen will und der deshalb nicht schlafen kann, der möge das Buch lesen -, welches wir über

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