Mannheim
Compact Memory

Der Orient · 1850-11-30 · 48 (30.11.1850) · p. Spalte 765-766

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
1850
Issue
48 (30.11.1850)
Date
1850-11-30
Page
Spalte 765-766 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/8555529-9891031-9891098--6638-3536141
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

765 766 Studien. Literaturhistorische Miscellm von Dukes. dern überall dic in jenem Buche eine so große Rotte spielenden Scmbattat und Konsorten sammt allen darauf bezüglichen Geschichten weg. Man könnte versucht sein, das Ganze nun, so zu erklären: Josefus fand in seiner Quelle für die in ach biblische Geschichte den Schwiegervater Manasse's den Erbauer des samaritanischen Tempels, Sanballat genannt, hielt diesen für identisch mit dem des B. Neh., und da sich das mit der Chronologie nicht verträgt, so lies er zu Nehem. Zeit jenen Namen, sowie die Verschwägerung mit Jojadas Sohn und alles übrige auf ihn Bezügliche weg. Dagegen machen sich aber folgende Gründe geltend: 1) Warum sollte Josefus um dieses Namens Sanballat willen ganze Erzählungen in denen er vorkommt, namentlich 3, 33—38 nnd 6, 1—14 übergangen haben; es hätte ja genügt den Namen allein wegzulassen. 2) Hätte er jenen Namen im Nehem., in einem kanonischen Buche gefunden, so hätte er seine Geschichte nicht soweit hinab in die Zeit des Dariuö Codom. und Alexander M. rücken können. Er stellt das Prinzip auf, daß der Kanon mit Arta.rer.rcs LongimannS (st. 424) schließe; umgekehrt: daß alle Begebenheiten der kanonischen Bücher ni-cht später als in diese Zeit fallen können. Dies Prinzip ist bei ihm nicht etwa Nebensache, sondert! ihm zu Liebe (mag er nun selbst cs abstrahirt oder überkommen haben) hat er den Synchronismus der bibl. Geschichte und der persischen Könige geordnet und theilweise verrenkt. Daß er einer uachbiblifchen Notiz zufolge, Data eines kanonischen Buches aus der kanonischen Zeit herausgerisseu, resp. sie ganz übergangen hätte, ist gar nicht anzrmehmeu;^ hätte er, falls er wirklich zwei Sanballats, einen als Zeitgenossen Nehemias und einen als den Alexanders gefunden, denn nicht auf die Idee kommen können, daß das zwei nicht identische Personen seien? (Fortsetzung folgt.) Literatur- und kulturhistorische Miscellen von Leopold Dukes. Das Buch;n nin. Dieses bekannte Merkchen, dessen Verfasser verschieden angegeben ist, wird anonym von Lewi den Abraham 278) Man lese nur nochmals was er m unserer Hauptftelle conti-. Ap. J, 8 über die kanonischen und nachkanonischen Schriften sagt: die 22 Bücher rühren von Propheten her, sind glaubwürdig, in ihnen findet sich kein Widerspruch, „von Artaxerxes an ist auch Alles ausgezeichnet worden, dem wird aber nicht, solche Glaubwürdigkeit beigelegt wid dem Früheren."' Das ist doch wohl ein klares Bein seinem DWH^ni t^DJin TD eitt'rt, auch Abraham Abualsia in seinem Buche nmn *HDD (worin er sich HNnn Drrott nennt) erwähnt ebenfalls den NN -ohne.den. Verfasser zu nennen. Gewöhnlich schreibt man es dem Ben Tibbon zu. EinGedichtchen in einer Handschrift auf der Oppenh. Bibliothek scheint diese Ansicht einigermaaßen zu bestätigen , wenn sie auch nicht dadurch zur Gewißheit erhoben wird. Es ist dieses Gedichtchen als Beispiel von pno angeführt. Der Verfasser desselben ist nicht genannt. Es lautet: ÄV rin pp -wy jnn bz by ht non, mn b®: cno njwn }n)v niy»spi nio , nmo rao ym tnp ]nn p — .)nn nn Nnp )om ■ m n i n b x. Der Brief der Bewohner von Kerruwün an rn lst außer in der ECditio Princt*ps auch in der Jesnitzer Ausgabe (1722! des abaedruckt. Der Bericht des Eldad Ha-Dani selbst endigt mit den Worten rfy WON Dp^1 p jl p "JDDTIN p IN^HN p. In der Konstantinopler Ausgabe des 11^ von fyi (= 1517) folgen hierauf folgende Worte: b'zwz nniü monj Nin nrfpn pxn niDID J/ITIND- WITU pp1 mr'pn OML/n mwy ■uw ' (OK nowi D^nn (ntcn bz oy tanpon mn1? lmbu,n Diy:iN ros/ t^dd*? nr yzn idj/ ms* zw dn> miso) mm ttbn nn^ no nn Dyinoi &np nDin piDD^ &b nny ny oniyn nrn zw )b jrp nn'pn cpduj nnm ccano?nnn .«on nin Diese Worte fehlen in der Editio priuceps (Coll. Oppenh. 1347, 4 mir dem ^2',^ nDlj■ sufammen,2 befinden sich aber in den Ausgaben Venedig, 1544 und 1607, beide in 12. In der nniGtfn des R. Zemach Gaon,^ stehet nichts über das Sprachliche des t6n, was zu bedauern ist. Wenn Landauer (in diesen Blättern 1846 S. 121) Eldad für wußtsein des Unterschiedes zwischen kanonischer und nachkanomscher Literatur; wie hätte er also bei einem etwaigen Konflikte dieser zwei Quellengattungen dem Nachkanonischen den Vorzug geben können? 1) Hier fehlt also die Zahl der Jahrhunderte. Es ist zweifelhaft ob man p"n oder in hinzufügen soll. 2) Zu Anfang desselben stehen folgende zwei Zeilen: wwdi ho cwn wip p'Vy 7020 •wi.i nV ^n wi'jn ho nwi 3) Worin die Worte N'ONQ' Nllv3t7 inder genannten Tnsgabe fehlen. Es befinden sich daselbst die Worte: wed DnyDtEf ue/ni WWD1? Dnr6w 11^ '*1 pDyn iOmi 'iD p pny NJ31 |D. IJJDtW 0'D3n lA 1130 — .pncri rm nr ~rik 'i ini^ nnosy

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.