Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1850
- Issue
- 47 (23.11.1850)
- Date
- 1850-11-23
- Page
- Spalte 741-742 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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741 andern Staat geschah •)) by II n)i'2p2 mob2n (ibid.). Ein Staat ohne National-Sprache und Schrift genoß wenige Achtung 213 ,sb nrh PNI mnn ^ww nobo P^b Nbi (Gittin 80 a). Zu den Humanitätsbezeugungen von Seite der Könige, deren wir im zweiten Artikel erwähnten, führen wir noch folgende Stellen an. Ein Mann jüd. Abkunft war. Agent des K.• p *pv mn "ibo bw 212H2DN 'N22 (Sabbat 121 a). Eine Königin gedachte der jüd. Armen n'2'N l'DDD NiD'N ■tidn *pv m rrapb-nim NpiiN mitt' nd^2 inten rm.nisab ')>l'b (B. Batra 8 a); römische und persische Könige lassen ihre Träume von jüd. Gelehrten errathcn 'N2^N3 N'^mn 'N2 'b N2'N N312 m'23ni inn2N (Berach. 56 a); es scheinen auch jüd. Gelehrte häusig in der Nähe des k. Palastes sich bewegt zu haben 12’2N N3*7D 1tf!N '31 NniTON '32' Np 1,1 W 31) NID)? ID) (Ketub. 61a). Ein persischer K. beachtete aufs pünktlichste eine jüd. Ceremonie, so daß die Anwesenden ausriefen: N).l *7N1V> 13 1N*7 N13.1 'N.1.11 (AbodaZ. 76!)). Eine Königstochter läßt sich durch Beihilfe eines jüd. Gelehrten den bösen Geist vertreiben poi N2 ])'*72n p pD3 rpb npl (Meila 17 b). — Zulveilen übertraf der Reichthuiu von Privatleuten die Schätze der Könige N3*?2 1DWD l'ny NliT 31 '31 nn^DDN (B. Mez. 86 a)3 nnd Rabbi stand in einer Beziehung dem Kaiser nicht nach iD'p no!?ter jiddidn) '3i no bw j)Ddidn (Berach. 43 a). — Der Eid gegen den K. ist doppelt heilig und Hiskias wurde bestraft, da er den Eid selbst gegen Nebukadnezar nicht gehalten (Schcbnot 36 a s. das.). Stirbt der K. so beachtet man die strengere Norm der Ceremonie ibon by priNDD paar pjnp )*?n (Semachot c. 9). — Wir wollen jetzt, so weit es bei unserer aphoristischen Darstellung sich thun läßt, das Beamtenthum des Staates zu ordnen versuchen. Der Talmud giebt folgende Rangordnung an. a) Zuerst kommt der Minister '2ip, b) der Oberbefeslöhaber ]i2.in, c) der Heerführer N2311 , d) der Hausgeistliche (?) Niv2'2 und e) der Freiherr ND'D'J (Aboda Z. 11a).4 Sin einer andern Stelle findet sich die Ordnung: a) der Schatzmeimeister 13U, über diesem steht b) der Referent b3i2N, c) der Generalschatzmeister Npbinp, d) der Hohepriester bnJ ]DD und über Allen 6) der König 1*72 (Schekalrm ga). Die Schatz- oder Kunstkammer (N2L2L1 NU '3 N3*72 Sabbat 63 aj bewacht der Schatzbewahrer N^'HiD 3) Da hier der Reichthum des Stallmeisters allerdings fabelhaft zu sein scheint, so dürfte man vielleicht annehmen, daß hier unter jobo 1UE^ Raba oder Samuel verstanden werden, so heißt es von Beiden . bNlDtf 22) N3bo 1)3^ N31 212) (Pesachim 54 a). 4) Die Sabbat 145 b verkommenden p221p) ))2JIN sind wohl nichts Anderes als i^)p) p2^1. 5) Anders erklärt dieses Wort Raschi zu Erubin 80 az hiernach wäre es der Wächter des Zeughauses. "742 £0*721 (Berachot 56 a).5 * Der Ta feldecker heißt n)j?3N (Moed Kat. 12 a). Die Steuern vertheilen die Notare "pD'llN (B. Batra 55 b) und werden von den Exekutoren N22 »l'llb'riN (ilüä.) eingetrieben. Zur Polizei gehören der Sicherheitsbeamte (Gensdarm) NlttmD (B. Mez. 83 b) und der Beamte über den Preis der Bietualien '21)2 pi.HO (Joma 9 a). Die Stadtbehörden heißen 'Nin '12 (Pesach. 25 b), der Zöllner 23)2 (Nedarim 21 a), der Grundsteuereinnohmer Nin? (B. Bat. 55 a), Gehoimsekretäre nobö 'ibsb (Sabbat 92 b). Zu den Höhen: Beamten gehören der Vicekönig NHDpbN (Sebuot 6 b), der Gouverneur 2)2i2N (Pcsachim 103 a) und der Marfchall N3*72i N.umN (Ketub. 61 a). Auch werden Anführer erwähnt pürii (Berach. 32b), ebenso Befehlshaber *0*721 NpnooD (Megilla 13 b), Oberrichter DUO (Gittin 28 b) und Kriminatrichter l'2'i2J2)p (il)id.). Uebrigenö stand dem B. eine ganze Kohorte von Söldner zu Gebote rpiro nuu 12'p littf (?lboda Z. 11 a). — Ein Beispiel außerordentlicher Gnade findet sich Sebachim 19 a a-jD'Np .11.1 Nin NO2) ri'bno rpwni 'ni«dd 'b 'biD rnm N3b2 tuj'ni rrnp (ähnlich der Ceremonie beim Anlegen des Hosenbandordens). Schließlich mögen folgende zwei Stellen zeigen, wie Gott sich einer drückenden Regierung als Strafmittel für Sünder bedient. 'by3 ]122 2031 'l b'3L0 53) 2'>'112 2112^ 1.1L72 by n'übüb 122J 2'D3 (Sukka 29 a) und D'i^) ->*72 N^22 — )bn' (B. Batra 3 a). Dr. ö. Lewysohu. Syrier». Der gewaltsame Tod des syrischen Ministers Chajim Farchi (1820). (Fortsetzung.) Ich gehe nun zur Beschreibung des grausenhaften Nachtstückes, der Ermordung des hohen Greises Chajim Farchi über, die in der Nacht vom 24. August 1820 verübt wurdet Eine würdige Feier des Jahrestages der Bartholomäusnacht!9 8) Nach Scholz, Reise in der Gegend zwischen Alexandrien und Parätonium ... in den Jahren l820 und 1821. Professor Scholz war gerade zur Zeit ig der Gegend, und ßt ist der einzige Reisebeschreibec, der das bestimmte Datum giebt. Jos. Schwarz L c. giebt ein anderes, aber falsches Datum an. Er setzt die Ermordung nämlich auf den Rüfttag des Neumondes Elul 5579, das' wäre der 19. August 1819. Damals herrschte Soliman noch. 9) Die einzigen Quellen meiner Beschreibung sind der genannte Joseph Schwarz, mit ein ^aar Worten, und ausführlicher: „Voyage en Syrie . . . par Feu Loui$ Damoiseau.“ Letzterer war als Thierarzt einer Mission unter dem Grafen de Portes beigegeben, die von der franzLsischen Regierung im Jahre 1818 nach Syrien und der arabischen 47 * Studien. Zur Königslehre des Talmuds.