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Der Orient · 1850-11-16 · 46 (16.11.1850) · p. Spalte 727-728

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Journal
Der Orient
Volume
1850
Issue
46 (16.11.1850)
Date
1850-11-16
Page
Spalte 727-728 (sequence 4)
Language
German
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727 Studien. Der gewaltsame Tod des Ministers Chaj. Faxchi. 728 dann cdds rnijn D*Dnnm'nbw * dhöd nmi1? im in nw bow pbna pbm na^on n^sin1? nn na ^NiDiaf idvi pnsp na^mp’ * Vi nSn : rw rDD n^ D’D’ on^y 'n on dcid^h v?m , ppmn pnan nobty ia curu nntn'dxiattf nfo* wb ü^ncf in na n^ND; ppinnn buT nbn na nobw nwa z ppinon ii1? orTao Tcmn nddd p^dh ddd nra nn na d«n z ppinon b>"r piac^E>y nbn apy1 n"a"a .ppinon Das Opp. Exemplar ist am Anfänge defekt, aber ein schöner Pergamentdmck. Nr. 4, VQM. - Das opp. Exemplar-ist defekt und die Angaben von Z. theits falsch theils unvollständig; denn dieser Pentateuch wurde nicht, wie von ihm angegeben, auf Kosten von b Druckern gedruckt, weil diese mittellose Arbeiter waren und natürlich ein solches Werk nicht unternehmen konnten z die ersten Kosten wurden aber von dem obgenannten Jekutiel b. Isaak, mit dem Beinamen Salomo Bumsle (Bunzlau) bestritten, nachdem er aber Böhmen verließ und nach Rußland zog, wollte er kein Geld mehr für den weitern Druck verwenden und dieses Werk, wurde alsdann durch die Geldmittel seines Schwagers Samuel L David Gumpel vollendet. Wir erfahren dies aus einer Note nach dem gereimten Epigraph, Ln dem das Datum der Vollendung dieses Druckwerks genau angegeben wird, nämlich 22. Tebet 278 — 22. Jan. 1518. Jedem Wochenabschnitt ist die Hastara nachgefügt, so wie auch die 5 Megitlot und die Haftara'S der Feiertage rc. — Die Drucker dieses Werkes sind die Obgenannten. Nr. 7, nnar». Da§ Druckjahr ist von Z. falsch angegeben, denn nach der Angabe des Titelblatts wurde dieses Werk schon 1524 von zwei .Druckern Meier und Chajjim herausgegeben. ES heißt:!?ao nn$m nn na ' rtJBnn inans1 nmy1?, njo’^o my moni , m^n omn niN^-D^nr nwa o^ppmon, ronaa o^anon nan Jtf'nD Der Drucker Chajjim ist Chajjim Warz und Meir ist j^nao p^an ania nn na nwo, der 1526 eine eigene Druckerei und eine aschkenafische Tefilla herausgegcben batte. Diese sehr seltene Tesilla Ln 8 — von Z. nicht angeführt — sahen wir auf der Straßburger Bibliothek, die viele alte hebr. Schriften besitzt. Das Epigraph sagt: ') on nvn nno^n ’nni , wd'3 Navvrj; ,' wry .dino . nko tiM tin wirb irb Drf'ao ton:n tonso p^an ano nn na tnd ppTOH. (Fortsetzung folgt). Syrie«. Der gewaltsame Tod des syrischen Ministers Chajim Farchi (1820). Schon einige Mal habe ich in diesem Blatte auf die trefflichen Aufsätze jüdisch-geschichtlichen oder archäologischen Inhalts HLngewiesen, welche das ausgezeichnete Zeitblatt „Magazin für die Literatur des Auslandes", großentheils aus der Feder des vielseitigen , und sprachgewandten Gelehrten F. Lebrecht von Zeit zu Zeit bringt. Heute theile ich einen ähnlichen Aufsatz aus diesem Blatte unseren Lesern mit, und ich erlaube mir noch hinzuzufügen, daß es unseren jüdischen Lesern zu vielfachem Nutzen, zu reicher Belehrung und edler Unterhaltung gereichen würde, wenn sie dieses „Magazin" zu ihrer wöchentlichen Lektüre wählen mochten. Hr. I. Lehmann leitet dieses die ausländische Literatur repräsentirende Zeitblatt mit ausgezeichnetem Takte und in so edler populärer Weise, daß der nur einiger Maaßen gebildete Leser selten eine Nummer unbefriedigt aus der Hand legen würde. Der hier transskribirte Aufsatz befindet sich in Nr. 116 und Nr. 126, und die unter dem Texte stehenden Anmerkungen sind vom Schreiber des Aufsatzes selbst. „Hat denn ein syrischer Minister unter dem jüdischen Namen Chajim Farchi gelebt?'' höre ich viele Leser, und darunter gewiß vielseitige Geschichtskundige fragen, „und wenn er gelebt hat, war denn fein Leben so wichtig, so einflußreich, so hervorragend unter tausend anderen Ministern, daß wir die Erzählung seines Todes willkommen heißen sollen, daß wir von unserer jetzt so sehr in Anspruch genommenen Aufmerksamkeit beisteuern sollen zur Anhörung des Endes eines Daseins, dessen Anfang und Dauer auf der Oberfläche der Alltäglichkeit dahin gezogen sein mag?'" Ja, sie haben Recht, die so fragen, Chajim Farchi's Leben ist in Deutschland sehr wenig bekannt geworden, christliche und jüdische Geschichtschreiber haben ihn in ihre Jahrbücher einzutragen Vergessen; aber die Schuld liegt nicht an ihm, seinen erhabenen Tugenden, seinen Verdiensten und seinem durch Asien verbreiteten Ruhme, sondern an der mangelhaften Oeffentlichkeit und dem damit im Zusammenhänge stehenden Quellenflusse für die Geschichtschreibung im Morgenlande, ein Umstand, der Hinwiederum von der abendländischen Geschichtschreibung theils als deckender Vorwand benutzt wird, theils sie wirklich zwingt, das Stillschweigen, womit in ihrer Heimath Personen und Handlungen übergangen werden, in Europa fortzupflanzen, oder, noch schlimmer, Fragmente von mißverstandenen und entstellten Nachrichten, verbunden mit sprachlicher Unkmide, als beglaubigte Thatsachen anzuerkennen und für historische Wahrheiten weiter zu verbreiten. Die Geschichte des. vielvermögenden Hauses Farchi, und besonders die des El) rjim Farchi, der unter den drei mächtigen Paschas von St. Jean d'Aere Dschezar, So lim an und Abdalla. Syrien beherrschte, giebt hierzu das schlagendste Beispiel. Selbst

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