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Der Orient · 1850-11-16 · 46 (16.11.1850) · p. Spalte 725-726

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Journal
Der Orient
Volume
1850
Issue
46 (16.11.1850)
Date
1850-11-16
Page
Spalte 725-726 (sequence 3)
Language
German
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725 Studien. Historisches und Druckjahr drescs Midrasch auf 5382 an; ja sogar in dem Kat. .von. 1826 wird er unter einem ganz andern Namen aufgeführt,, das Druckjahr aber belbehatten. Die Auflösung dieses Räthsels liegt darin, daß Ln dem Opp. Exemplar das Titelblatt fehlt und daß das Epigraph ein anderes Datum 5382 hat. ö"KhiDn no^i nnvn bat? iid* *6 : nj&o 'sn n3D tnr6 'n '.t cra h^n.i nra na 3^ minv psb i^ji p'o ppmoi m".TD Vl 3py\ Auf diese Weise verfuhren die Katalogistm bei den vieler: defekten Exemplaren dieser Sammlung, wo Titel und Druckjahr weder durch das Werk selbst noch durch Sabbatai zu ermitteln war , so wurde nach Willkür dem Werke Name, Druck'ort und Jahr gegeben und so entstanden Schriften und Editionen Ln den Katalogen, die sonst nirgends existiren. Die Handschriften befinden sich noch in einem erbärmlichem Zustand, die guten sind defekt; so' z. B. fehlen 24 von den 39 Abschnitten des rö > das Machasor Vitry ist aus zwei defekten Exemplaren zusammengesetzt, eir: Theil fehlt und der andere ist doppelt; in dem merkwürdiger: Geschichtswerk von Joselmann aus Roßherm (]oi?Dr OON) fehlen 62 Blätter. Andere Handschriften sind fabrizirt, d. h. es wurden gedruckte Werke abgeschrieben und sodann mit einem neuen Namen getauft, die nun der reiche aber unwissende Sammler für eine rmedirte Handschrift annahm und bezahlte, so wie überhaupt derselbe seine Bibliothek wie unbenutztes Prunk-Möbel ohne eigene Benutzung hillstellte und in seinen eigenen Schriften nie ein seltnes Druckwerk oder eine Handschrift erwähnt, wozu sich ihm doch wohl oft Gelegenheit dargeboten hätte, und als er in Mähren und Böhmen lebte — befand sich seine Bibliothek in Hannover. Der Vers. des handschriftlichen Katalogs war zugleich der Abschreiber vieler Werke in sefardischer und aschkenasischer Schrift und der Fabrikant der unechten Handschriften; er nennt sich selbst S ch n e l lga b b e und Unterzeichnete sich mit diesem Epithet zu Ende des nsunn Hin (Cod. Opp. 601 a). Diese Andeutungen müssen nufere nachfolgenden Bemerkungen über die bereits begonnene Abhandlung der Prager Druckwerke, die großtentheils von den Katalogisten dieser Sammlung entstellt wurden, vorausgeschickt werden. Diese Bemerkungen sind freilich sowohl für uns als für dem größten Theil der Leser von sehr untergeordnetem Werthe;. und wenn auch Asulai. sagt: bp Mv btt jimim nirransvd .pjon onsDr* um |di nyibwjp, so besitzt doch nicht jeder die eiserne Ausdauer und rücksichtslose Beharrlichkeit Zunzens, hierseine Liebhaberei selbst auf Kosten der Leser zu befriedigen; Wir würden daher diese Abhandlung gar nicht vor das Forum der Kritik gebracht haben, Hütten wir im voraus wissen können/ daß auf dieser unfruchtbaren Haide so viele auszugätende Gewächse hervorkeimen; da wir uns aber einmal literarisches Sündenregistern 726 dahmein verirrt haben, so müssen wir noch einmal uns in diesen unerquicklichen Jrrgängen henunlummettt. Wir werden aber nur bei den sehr seltenen Druckwerken verweilen, obgleich wir zu fast jeder Nummer eine berichtigende Bemerkung hätten. S. 261 sagt Z. ,,Dort (in Prag) wurde bereits irn Jahre 1513 gedruckt und zwerr von dem angesehenen (?) Gerschom Cohen b. Salomo." Den Nachweis zu dieser Angabe sollen wir in Nr. 1 (S. 270) finden, wo aus der Opp. Bibl^ Nr. 1467 eine Tefilin aufgestellt wird, die zwar 1513 gedruckt ist, von der aber nicht gesagt werden kann, daß der erwähnte Gerschom sie gedruckt habe. In der That wurde diese prachtvolle Tefilla, von der sich nur der letzte Theil erhalten hat, 1512 vollendet, die scheue, kunstvolle Arbeit derselben läßt jedoch vermuthen, daß diese nicht die Erstgeburt der Prager Druckerei war, und daß sie vielmehr schon lange im Betriebe gewesen sein mußte. Zu Ende dieser Tefilla befindet sich ein Holzschnitt mit einer sonderbaren Arabeske und mit den abgedruckten Namen der. sechs Drucker, unter denen sich jedoch der von Z. genannte Gerschom nicht-befindet. Es sind diese: tw-OT sno-irr 13 TWD , pnsp 13 -bwnip-1 »ibn m , ^n. bmm 13 nobw ,, *mb nri'DD jinidd. ' 13. OHD r JHViDQ 12D uniE. Die Erklärung des Holzschnittes und das Drnckjahr ist in folgenden Reimen gegeben: wiipn na? d^oti firnny iY3-! nawn-aiy NnDBf mwpDn. pp"3 N^ID HD »Tun djji 1:31-' ix P11 nm pix ’ppina |Nsfri nys '"y pi3 prn1? cnn m 'n i'x.i iw oniöißQ D’Dehit on>3N mb &n by uns*. ..d’pnnD.-.npipnn ro^ED iVdr D'ppmT^®-^n* JJDH: ■Tltnb 13t1 3K0 13131in |1D3trpirnan bi. pw npnoi nijr& 1311' .JEN 11DM DTn^ ^1^'b. dj; , Das erste uns bekannte Prager Druckwerk datirt daher 3. Deeember 1512 und nicht 1513 wie- A auglebt. Derselbe Fehler'ist bei Nr. 3, wo das Druckjahr 1515 nicht 1518 angegeben werden, muß, denn dieses Werk wurde '3 't Di' iyS roD — 26. December 1515 von 5 Druckern und auf Kosten dreier Herausgeber gedruckt; unter diesen ist einer der in der vorhergehenden Nr. als Drucker unterzeichnet ist. Wir entnehmen dieses dem Epigraph: iw ii3imi wipi irm ms iiwi iw3 .i:.i Enipn mb um / onnDiDi Dnson idyünä 46"

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