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Der Orient · 1850-10-26 · 43 (26.10.1850) · p. Spalte 675-676

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Journal
Der Orient
Volume
1850
Issue
43 (26.10.1850)
Date
1850-10-26
Page
Spalte 675-676 (sequence 2)
Language
German
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675 676 Kritiken. Nork's System der Mythologie. tit" An einem andern Orte wird riachgewiesen, daß Nykteus kein Sterblicher, sondern ursprünglich ein -Beiname des Pluto gewesen sei. Also Lot ist Pluto; und wie dieser ein Bruder des Zeus, so auch Lot von Abraham, wenigstens nach der talmudischen Tradition; denn im Pentateuch sind sie Oheim und Neffe. Lot's. Schwester hieß D2D' d. i. die Verhüllte (von fDD bedecken); also war sie die weibliche Hälfte seines eigenen Wesens. Und wie der Sohn in allen Mythen nur das Prädikat des Vaters, und umgekehrt ist, so ist Lot seines Vaters pH % i. hey Brennende (mn), also Pluto. Darum fürchtete sich Jakob, als er in dem nach diesem Gott genannten Orte ankam, wo er den Traum von der Himmelsleiter hatte (deren Bedeutung in diesem Buche ebenfalls S. 66 in der Note erklärt wird). Wie Zeus den Poseidon (Neptun) und Pluto zu Brüdern hat, so Abraham den „brennenden" jHH und den „strömenden" -M), wacher wohnt in pvjnj D*]N (rad. -ff] 3 Fluß). Nahor hat zur Tochter die Rebekka, d.'i. die Quelll frau, denn ist Npsn (Brunnen, Taanit f. 23). Nun begreift man auch, warum die Knechte des Abimelech dem Isaak die Brunnen verstopften, und warum Abimelech schon die Sara gleicher Aufmerksamkeit wie die Rebekka gewürdigt Hatte; denn aus dem Quell Sara ist Juda hervorgekommen (Jef. 51, 1. 2), Sara' und Rebekka waren, nichts anders als die Ahnmutter der Phönizier, Anobret (rrpy. ]^) b. i. die überströmende Quelle, deren Gemahl bei den Phöniziern — die bekanntlich Halbbrüder der Israeliten waren — Israel, und dieser hatte einen ihn feindlichen Bruder (Esau?), wie man dies alles in den phönizischen Fragmenten aus denen der Kirchenvater Eusebius Bruchstücke mitrheilt, ausführlich lesen kann. Dort heißt es auch: Israel habe sich und seinen Sohn Jeud (Isovß i. e. wie Isaak im Opferkapitel heißt) zuerst beschnitten, und ihn später zur Abwendung einer Pest dem obersten Gott geopfert. Wie hier, also Israel mit Abraham verwechselt ist, so in der Geschichte des Abimelech Sara mit Rebekka. Wie der Sonnengott, weil es eine lichte, aber auch eine finstere Monats- Hälfte gibt, zwei Weiber haben muß, deren jede eine dieser beiden Hälften repräsentirt, —. aus der griechischen Mythologie wird dies vielfach nachgewiesen —: so hat Adam neben Eva noch, die nächtliche Dämonenmutter..JvWj/ Abraham neben der Mondfrau Sara (»1^ vergl. mondsörmiger Ring Jes. 3, 18, und. das Ztw. , leuchten) auch rine (d. i. die Schwarze, von räuchern, Tip schwarz sein), welche der Talmud mit.Recht für Hagar halt, die den Spötter Jsmael geboren, dessen Namen der Vers, von 8mi ableitet, wie Pluto in Egypten hieß, nämlich Typhon der Eselköpsige; und Jsmael hieß: der Esel (&0!d). Da Jakob aber vier Frauen hat, so werden zwei der finstern Seile angehoren, nämlich die beiden Mägde, *) Welche in dem angeführten Verse mit einem Brunnen, wie Abraham mit dem' Fels verglichen wird. wie dort Hagar. Im Winter ist der Sonnengott kraftlos, gebunden, ein Knecht (vergl. dienen, -jrW schwarz sein), im Sommer frei (Tt licht, frei), im Winter in der Irre, weil er aus dem Lichtreich, dem Sommer, seiner Heimath verwiesen ist. Um diese Zeit war Abraham, wegen einer Hungersnoth — denn im Winter wächst nichts — in b. i. im Lande der' Irre, und Isaak ebenfalls, denn beide sind Ein Wesen; und Hagar d. i. die Irrende, Wandernde , ist die Mondgöttm im Winter. Hagar ist zugleich d. i. die Schreckliche (vergl. Hufel)/ anspielend auf die im letzten Monatsviertel auch von den Aerzten anerkannte stärkere Ausbreitung tätlicher Fieber; und ist schon im Namen der „abnehmende" (^?) Mond. Lea hat Triefaugen, weil das neue Mondlicht noch schwach ist, aberRahel ist „schön wie der Vollmond." Nicht zweimal sieben Jahre (Tage) wird Jakob um die Töchter des Mondgotts* Laban (man denke an Buna) gedient haben, sondern viermal; aber der monotheische Umarbeiter der phönizischen Kalendergeschichte harte, weil er den astronomischen Sinn dieser Sage nicht mehr kannte oder kennen wollte, kein Interesse mehr, Jakobs Dienftjahre sich so oft wiederholen zu lassen. Die Heerden Jakobs trennen, sich also aus demselben Grunde von denen Labans, wie jene Abrahams von denen Lots. Jakob beißt der Listige (von opy insidiari), weil Saturn oder Kronos bei den Arabern und Griechen (kqovos aynvlo^7it7}q) ebenfalls für schlau- und hinterlistig galt. Jakob war also Saturn,** wie Edom der rothe Mars, von welchem die Edomiren (Phönizier) und ihre Abkömmlinge, die Römer, sich herleiten., Hr. N. erklärt den Namen Israel durch 'W d. i. '£tyovQavLog, wie Kronos hieß, weil Saturn seine Wohnung im siebenten, also obersten Himmel hat (Tacit. Hist, V. 4: septem sideribus, altissimo oi-be fertur). Darum heißt Jehova, dessen Verkörperungen die drei Erzväter, so wie unter den himmlischen Geistern die drei Erzengel waren, der höchste Gott; und der Psalmist ruft aus: „Wer ist dir gleich unter den Göttern." Also werden sie nicht geläugmt, sondern nur als untergeordnete Kräfte betrachtet. Wenn auch die Juden nichts von einer weiblichen Gottheit wissen, so bringt dies doch den Vers, bei seiner Vergleichung biblischer und heidnischer Mythen, nicht in Verlegenheit, denn wo die Bibel ihm ihre Stützpunkte entzieht, muß die rabbinil'che Tradition aushelsen, und er erinnert daran, daß die Kabbala den Schöpfer bei der Weltschopfung beide Geschlechter in sich repräsentiren läßt: (jpFlflN) frGpW Sohar 31. f. 292. Eol. 6). Auch Hermes oder Merkur war ein Deus Lunus, und— listig wie Laban. **) Dem, als siebenten Planeten, die Siebenzahl geheiligt ist; daher dem Jehova der 7. Tag, die 7. Woche (Pfingsten), der 7. Monat (Tisri), das 7. Jahr. nJE'>, und das 7 mal 7 oder Jobeljahr.

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