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Der Orient · 1850-10-19 · 42 (19.10.1850) · p. Spalte 661-662

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Journal
Der Orient
Volume
1850
Issue
42 (19.10.1850)
Date
1850-10-19
Page
Spalte 661-662 (sequence 3)
Language
German
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661 Studien. Zur Königslehre des Talmuds. 662 D)ijjn (Kclub. lila), deshalb ist der Wille des Königs absolutes Gesetz -ipy nio ttlipy Nnota io« 'tt n'3 Tin niö. (B. Batra 3 h), U»d nur bei der wichtigsten Staatsaktion, dem Wechsel des Regenten, findet sich em Beispiel von, einem konstitutionellen Akte, der Zuziehung der Stände: '1' by mb'O 13 tobü iDp’0 (Ab«da Sara 10 a). Für den Staat galt der Grundsatz: Gleiche Pflichten, gleiche Rechte I lOtt iobü njtin bmb ttpoo 3'n’7 1ND (B. Mezia 73 h) und der Unbcstencrte allein Hatte keinen Anspruch auf bürgerliche Gleichheitnoynsy1? t«*o 3'.-,' ttbn jnd idn N3i?o MliD 3'n'l (ibid.), Ein monarchisches Oberhaupt ist zur Erhaltung der socialen Verhältnisse nothwcndig HD o“itt '13 fjtt non ntt j^n nono ^run 73 doi» nun ntt y'in nono *?njn b? no’pD hm nttno ttbob'H non (AbodaSara4a). Deshalb genießt der König die höchste Verehrung; man feiert seinen Geburtstag 01' ,rr6n Dl’ ttDil'l (ibid. 10 a);1 man pflanzte an demselben einen Baum, den man bei dem Regierungsantritt zur Anfertigung des Thrones benutzte ,l nnDK' bar nj>’ül Dota btt/ 'pll3tt (Taanit 14h),2 und cs findet sich sogar ein Beispiel, daß man die Statue des Königs im Bethause aufstellte ttjnmio 3'0'I p>wl ttnL"13 '3 ttinn cmn bm 3i 'by um motum no nim (Rosch Ha-Sch. 24h).3 4 Verläßt der K. auf einige Zeit das Land, so begleitet mau erst den K. und empfängt später den Stellvertreter ntt 0131 oonotti ttäi’ '-po DDiDttn nttipb 0'ttLN o'nttl -jbon (Pesachim 103 a), Stirbt der K., dann ist das Leichcnbegängniß möglichst großartig epo 'Hi7n )"b r&b lttsn (23. Kamma 17 a), die Trauer ist allgemein ttisoo ’ID' (Mcg. 3 aj. — Der K. besitzt zu seiner Belustigung einen Turnplatz Mp (Kelim 24, 1), einen Platz zum Stiergcfccht f'iniiL'tt (Aboda Sara 18 h und Aruch s. t.); die geprägte Mänze wird nach ihm benannt: ri'111'1 (B. Mez. 25 h), ttl'nio ttl'nm ttil'l (Bechorot 50a)/ an welchen Namen sich noch eine technische Benennung cnn ttl’Onn (Abod. Sara 32 a) knüpft. — Es finden sich viele Beispiele von den Gunstbezeigungen von Seiten der Könige oder königlicher Personen, so -j^on DOnitt rp-in nuno i1? iriii nona 'n pi.ro iVip ym (Schckalim 5h); 01' bv ’bn niT bo nwy n'.n ibon nno by 3ni bw ntroi nnry idn 'ib’n , onr btt/ omoon bs>n bu? inno (Joma 37 a); die Toleranz dieser Helena wird besonders erwähnt: nimt? nobo '1^.13 nti'jJQ dbP pttsi’i pDioi o'jpi um nvtt 'od nmoi nroio 1) Nach einer andern Version das. ist cs dv DV> P p’DyDtf. 2) Raschi giebt z. d. St. noch eine andere Erklärung. 3) Nach Aruch 8. v. netUM soll die Aufstellung der Statue in Folge des königlichen Befehls geschehen sein, was jedoch aus der Talmudstelle nicht hervorgeht. 4) Wergl. unstre Aphorismen LB. d. Or. 1849, Nr. 23. (Sukka2b). Einzelne Personen konnten zuweilen der königlichen Gunst sich erfreuen. Samuel durste in Gegenwart eines persischen Königs Proben seiner technischen Fertigkeit ablegen N\iona ndPd D2W T)'üp b"00 btfiop Nnon 010 (ibid. 43a). Die Königin-Mutter spricht zwar etwas zu viel, doch recht freundlich zu Rabbi Abahu: “pa mmn ■ .stooiüh wrano rrojn nan D^>ec6 *pTiü (Sanhedr. 14a), und dieses freundschaftliche Verhältniß des R. Abuhu zu den königlichen Personen blieb nicht ohne wohlthätigen Einfluß für die Gesammtheit io'p '2 kpm nn j«a maya nnb dos jwn (Chag. 14 a). Minder zart ist das Kompliment einer Prinzessin an R. Jehoschua, Sohn Chanania, nnm n)/0D P22 nnttlDD (Nedar. 60 b). Antonin nahm Unterricht bei einem jüd. Lehrer '2ib l'Wüü DOOiDJw (Llbod. Sara 10 b) und eine Königin fand sich wegen einer von einem Rabbi richtig erkannten Diagnose zu der Aeußerung bewogen wnrp 'vM ndd Mn (Nidda 20 b), es ist dieselbe Königin, welche ihrem zürnenden Sohne zürnst h2i to ma Dnai poy p *6 in1? i.TnDD p^an jnd (Taanit 24 b). Diesem gegenüber finden sich jedoch leider nur allzuviel Reminiscenzen von Verfolgungen und Bedrückungen von Seiten despotischer Könige oder deren tyrannischen Beamten. Wir wollen nur einige Stellen hersetzen v£d jnpo DITUDafo nj^Dp (@uffd 51b); * DODDDM *pW b>na nmnn nM (Taanit 26 b), nnu nanpra^ by nnu (ibid. -23 a) onoa fow na^n mu no^n nnu (Bteila 17 a) und die Rabbiucn sahen sich genöthigt von selbst Nalionalgebränche abzuschaffen, um nicht Angriffe der Feinde zu provociren OU'OSv-r DlD^sa niD^iDa , Dnwn by nonn by oohn nrap by nn DiDbiDa , tvxw wa hm din nu did^d 5m ■vyn iina jnsNa n^an mhh nn jnrjNn (Sota 49 a). Hierzu kam die Geldsncht einiger Könige M3pnn »TDpiMi by #2hD 'tn'ö o?n«a na Nnnnn^ f)2\ (Joma 18 a) und die Empfänglichkeit für Verleumdungen n mi)p ina bow (Gittin 56 a), weshalb es nicht Wunder nimmt, daß die Inden sehr oft werthvolle Geschenke den Kaisern machten 1THP nD'p '2b pan (Taanit 21 a) n. öft. — Einige schöne Winke giebt der Talmud dm Königen, daß sie nicht hochmüchig und ahnenstotz sein sollen, narsvl *6 DO Dicy n st1»! $bw nso n^a (Joma 22 b) nainn nM na^a^ nsn mbob a^nn na» no nso (Sanh. 102 b), jo »mno ayann n ri'rw nnn nioa D^iyn (ibid. 101 b). Die Königstochter soll zuweilen von der Tochter des Hohenpriesters, wenn auch zum Scheine nur, Geld oder andere Dinge geliehen nehmen, damit diese ermuthigt im uöthigen Falle dasselbe thun 5) Freundlicher erscheint rms der Charakter Alexanders Joma 69a; Sanhedrin 91a; Tamid 31 d. 42*

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