Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1850
- Issue
- 42 (19.10.1850)
- Date
- 1850-10-19
- Page
- Spalte 659-660 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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659 660 Kritiken. Wort zu seiner Zeit rc. wenigstens „den B essern, die sich unter der Herrschaft des Talmuds glücklich fühlen, eine Bestärkung ihrer Ueberzeugung sein und sie zu einem noch fester» Glauben an den göttlichen Ursprung unserer Traditionen entflammen." — Kehren wir nun das Buch um und sangen es von der rechten Seite zu lesen an, so stoßen wir zunächst auf ein hebräisches Titelblatt, das also lautet: umin ntsnp by cm 'uari ’sd nny npnyn — n’ayn U’yb mra p-®’ noari in , rtaipuii p nnbw nNa; n'uaatPN paba imanDD nnay map (nn N'iPvpa) b"t -iiuoy^s aP Pno Die Titel-Devise ist dem entnommen und lautet: Nipv nt, tmn n'N' nai> Dnbn by nb o •—.tinJNJ niabn ibn, ühnh irrr 'n ’s not Pa by o Auf der Rückseite des Titelblattes befindet sich ein Motto aus jn npn “)DND von Hartwig Wessely. Einem Herrn Mendel Brest (Verfasser der Werke NNkl^ und ps “lOND) ist die „hebr. Uebersetzung" m dankbarer Anerkennung gewidmet. Eine sogenannte ntDDDn vom feU Rabbiner A. I. E. Herzfeld in Rawicz ist schon vom 8. Elul d. I. 5585 (d. i. 1825) datirt und geht aus diesem Schriftstücke hervor, daß Herr Pl. schon damals die Absicht gehabt, sein Sendschreiben in „hebräischer Sprache" zu veröffentlichen. In dem — Vorwort — welches aus Breslau vom 6. Nisan 5610 <19. März 1850) datirt ist, sucht Herr Ml. (wie bereits in dem deutschen Vorworte geschehen) die „Sammlung und Herausgabe der Zeugnisse" überhaupt damit zu entschuldigen, daß diese wie jene lediglich „zur Verherrlichung deH Gottes Israels und seiner Lehre" irbttb mNDriJ TO3 TO nn poP pi imir6) Pn"W geschehen wäre. — Alsdann wendet er sich zuerst an die „Gegner des Talmuds" und nachdem er diesen in sanften Worten auseinander zusetzen gesucht hat, wie es durchaus nicht möglich sei, das Moses uns die Tora, und nicht mit dieser zugleich auch das mündliche Gesetz als Erklärung erhalten haben sollte, bitter er sie dringend, in die vorgelegten „Zeugnisse nichtjüdischer Gelehrten" einen prüfenden Blick zu werfen und deren Inhalt zu beherzigen. — Hierauf hat es Herr Pl. mit den „G l ä u bi g e n" (D’WND) zu thun. Diesen gegenüber entschuldigt er sein Unternehmen ebenfalls mit dem Grunde HNT 'rwy rnim N1^, dann aber auch mit der rabbinischrn Phrase: nmb xbw TODD rwP D*OJJ nPnJ. — Als Belege dafür, daß man sich auch in der Bibel auf das Jeugniß von Nicht-Juden berufe, werden der Priester Iethro (2 M. 18, 10), die Gastwicthin Rahab (Josua 2, 11), der Feldherr Naemau (2 Kön. 5, 15) u. A. m. cilirt. — Auch den rabbinischen Satz nDNty ’DD FlUNil PapP )JN DOnS läßt Herr Pl.* nicht fehlen. Unter den jüngern Autorltäten, welche von Hrn. Pl. als Gewährsmänner angeführt werden, ist auch der gelehrte Menasse ben Israel nicht vergessen. Was aber die „Uebertragung der fremden Zeugnisse in's Hebräische" betrifft, so versichert Herr Pl., hierzu vielseitig aufgefordert worden zu sein, und zwar aus dem Grunde, weil es sehr Viele gebe, die des deutschen Idioms nicht mächtig, das Hebräische dagegen sehr gut verstehen — einer Befestigung im Glauben aber (p^pj rwiDNH) in jedem Falle bedürfen. Hierbei hat uns aber ein Satz sehr frappict, den wir deswegen wörtlich anzuführen nicht unterlassen wollen. Er lautet: bm mriN nn , oruioNa n'p’ino py mann dni "na muipan Paai pxn Paa , nPun in nN Dysp a’*iayn ab tin dot’ noni nwnn pdd tu no’nj — .nPai napin oton ma npaini Welche Schulen meint Herr Pl., vön denen er sagt, daß sie die Jugend der Religion ihrer Väter abwendig machen? — Wir hätten hier etwas mehr Deutlichkeit gewünscht. — Der Schluß des hebr. Vorwortes ist beinahe dem des deutschen gleich, den wir oben angeführt haben. Nun folgt die h e b rä i sch e U e b e r s e tz u n g der Zeugnisse. Sie ist nicht nur keine wörtliche, sondern auch keine vollständige. Herr Pl. hat (wie er in dem NNOQ selbst bemerkt) hier nur das Wichtigste gegeben und sich dabei auch sehr kurz gefaßt." — Die Sprache ist kräftig und fließen-, wie wir es an dem Autor gewohnt sind. An gelehrten Noten fehlt es auf keiner Seite." — In dem Nachworte sind noch einige wohlwollende „Ermahnungen an die Ungläubigen", sowie einige „Ermunterungen an die Gläubigen" enthalten. Zuletzt beklagt Herr Pl. noch das gänzliche Geschwundensein der Jalmudschulen, rühmt das neulich in Berlin aufgetauchte Projekt, ein Rabbiner-Seminar zu gründen," und wünscht diesem Unternehmen Fortgang und Gedeihen. — Wittkowo, im Sptbr. 1850. Louis Weyl. Zweiter Artikel über die Königslehre des Talmuds. Wie sehr das legitime Prinzip im Iudenthum seine Geltung beansprucht, geht am deutlichsten aus folgender Stelle hervor: nw n^ict m nüpn jraiafi 13) fo) , n*rp nnnn nsp d&n rwin npnyrp o rra-n ins inw rw pi ns 'npnyn o , n&v w Yiüopn. 14. ) Im deutschen Original ebensowenig. 15. ) Herr Pl. sagt: , ivMO by HIDbnni WV b& 'n. mc*? Dt^D -ibtn . pns m )b LQnbi D?pim Dnpiw bl. Hiermit soll doch wohl nichts Anderes, als der von Berlin aus projektiere „jüdische Centralverein" gemeint sein?