Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1850
- Issue
- 39 (28.9.1850)
- Date
- 1850-09-28
- Page
- Spalte 611-612 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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611 612 Studien. Lexikalische Beiträge zum Talmud. ni ’tran p m «mi nih te) “iDDH. — In den erstern Ausgaben stehen auch noch die Worte: yw 'DipDD TiU ’DJNl PiTOn TOI im) nriDJI DWVD DD H’3 rrn N1? DJ , ’3- ■roy ony^r nwonb nrn >ddh npbm , todd auch befindet sich dort ein Epilog von gedachte uv Jehuda, ben Josef Ibn Bo lat dem Spanier, welche gedachte Grellen in den späteren Ausgaben fehlen. — Als Einleitung zu diesem Werke hat der Verfasser ein metrisches Gedicht in hebräischer Sprache, ITWn DT»D nnp IDiy ’Qä beginnend,, voran ge stellt, welches aber nicht den mindesten originellen Typus an sich hat, sondern nur aus einer Kompilation ähnlicher bereits vorhanden geMstmy Dichtungen besteht. Die Verse np ''OOD DP *HnD nn w ^ni «• st w. sind fast wörtlich dem Gedichte des Kimchi aus seinem Michlul nachgeschrieben. — . (Beschluß folgt.) Lexikalische Beiträge zum Talmud. Von Israel BMrsrer. Art. -r. In einer Note meiner Kitbe Iisrael (S. 45 Anm.) machteich bereits darauf aufmerksam, daß die Citirformel DftK im Talmud und kn den externen Barajta's immer auf einen hyperbolischen und sagenhaften Ursprung (ptm nJlbsn), ty* auf eine poetisch - phantastische Quelle hmweist; der Talmud will sonach nicht sagen ,/tjbn" die Gesetzlehrer und Rabbiner haben dies oder jenes mitgetheilt, sondern die Hyperboliker und Fabulanten,- die Dichter (2^DTOll^DiP), nach den , poetischen und malerischen Vorstellungen. Hier, wo es gilt, diesen Ausdruck lexikalisch festzustellen, will ich aus diese Bemerkung näher eingeh en. Nach einer genauen kritischen Einsichtin die Haggada - Sätze der Talmude und Midraschim, welche durch die Citirformel DDN eingeleitet werden, drängt sich unwillkürlich der Gedanke auf, daßalle diese Sätzenicht nur einen eigentümlichen Geist bekunden, sondern aus einer einzigen Quelle geflossen zu sein scheinen und wahrscheinlich ernst in einer eigenen besondern Sammlung, wie die Baraj'ta's, verbunden waren, und wie die Barajta'S durch ^jn, so unsere durch nöN hervorgehoben wurden. Auch die Sprache dieser Sätze, insofern sie von dem sonstigen talmudischm unreinen Idiorn abweicht und einen reineren Hebrärsmus reprafentirt, stytifiische und künstliche Sprachformen wie in Poesien hat, weist auf eine eigene Gattung von Geisteserzeugniffen hin, wie weiter dieses anschaulicher gemacht werden soll. Ich getraue, mich aber yoch überdies die. Behauptung aufzustellen, daß die Sammler oder vielleicht erst, spätere Abschreiber der talmudischen Schriften aus Unkunde, über, das wahre Wesen dieser Cirirformel,^ theils Zuweilendas vyr solchen Sätzen weggelaffen, theils mit dem Ausdruck wenn dieses nicht ursprünglich eine Schattirunq dieser Formel war, vertauscht haben. Bon den vielen Beweisen für diese meine Behauptung will ich nur beibrmgeu, daß die Anfljh- H rwng Bcrechot 33 a mit MM in der Tosifta (Berach. e. 3. §. 20) mit vorgedrachr wird und im Jeruschalmi zur s Stelle sowohl nDN als n^D weggelaffen ist; umgekehrt!j steht Ioma 35 b nDN und in der Tosifta (0. 1. §. 6) bei k demselben Gegenstand in Sukka 53 und in To- I sifta c. 5 dafür und dergleichen Beispiele lassen sich A zahlreich zusammenstellen. Auch fehlt es nicht an Stellen, wo l (die Citirformel einer Barajta) für steht und jj ohne Zweifel haben diese Verwechselungen in der Willkühr der Abschreiber ihren Grund, wie jeder, der je auf die Vernachj lässigung der talmudischen Textkritik einen Blick geworfen und der da weiß, wie der talmudische Text vor Sal.. L oria (bVl) unb Joel Sirkes (n'2) ausgesehen haben mag, ein- 3 gestehen wird.. , ' | Was nun das Wahre der hyperbolischen poetischen Eru Zählungen und Sagen der durch citirten anlangt, so § war bei allen das Streben der ursprünglichen Erzähler und i Darsteller theils irgend eine philosophische, technische oder mo- -j ralische Eigenschaft der Altvordern oder irgend eine dahin if bezügliche Tugend derselben in poetisch-überschwenglicher Weist \ Zu verherrlichen, theils eine unlöbliche Eigenheit der Gegner der Vorfahren, ein Laster und Vergehen derselben in glc.ij chem Verhältnisse überschwenglich und hyperbolisch zu schildern, um sy für Jene die Hochachtung, und die Verehrung, Ij für. diese den höchsten Abscheu zu erwecken. Es tragen daher! alle dergleichen den Charakter der schriftstellerischen Abl sicht.lichkeit und der poetischen Hyperbollk^ und bei Benutzung j derselben zur Erhärtung einer wirklichen Thatsache muß man ] diese schriftstellerische Tendenz im Auge haben,, um danach, das : Wirkliche und, Wahre zu ernirem i S.o, z. B. wollte ein. überschwenglicher Agadist. von der j großen Friedfertigkeit des Iochanan b> Sakkak sprechen M ' er. sagte hyperbolisch (Berach. 1,7 a) dtW DIn IDnprr *; pTO nDJ lSöW: D^iy&5 von der. berühmten Sabbatheilb gung des Tannaiten Jose ha-Kohen (Sabb. 19-a) und er sagte -V3 N' DfOmoi Nbtlr van dem graßenFleiß! : des Elasar b. Pedat ('Erub.rn 54 b), und er sagte:. ' P>V3 ^>M0UNVI nis2 bty pnnnn PIN3 mina pDpi 2m . welche Hyperbolie ein anderer dann noch weiterführte, d. h. die Dichtung weiter spnnK ^3. nns* Up j n N23DT. Won dem Priester Iochanan. b^ Narbai wurden van dem Agadist seinegroßen Mahlzeiten geschildert mit \ den Worten vhw MM nwD nhw bim | mjpD; 0Ä0 nm . 'uix um \ (Pe.sachim 57 a) und der Zweck, dieser Hyperbel war (U>. ib.) | die andere Hyperbel, tib' -mv p pnr> btff l'v' b j syppDD nrpj.; Won dem Hohenpriester W& HW' \ (ib., ib,); von hem schon hie^ Sa^eevzählt^ daß, E