Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1850
- Issue
- 34 (24.8.1850)
- Date
- 1850-08-24
- Page
- Spalte 539-540 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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539 Studien. Ueber einige populär-moralische Werke. Btumenlese von vielen, namentlich levantinischen oder Salov nikischen Dichtern. Der vierte Band enthält eine Liedersammlung der Dichterschule des Don Gedalja Jbn Jachja in Saloniki, von 33 Dichtern, die Hr. C. speciell aufführt und den Band überhaupt 'beschreibt. Der fünfte Band enthält eine gemischte Sammlung. Diese Quellen, insoweit sie bro- und bibliographische Notizen über diese Gelehrtenfamilie geben, hat Hr. C. kritisch zufammengestellt, und unsere Kunde von den Schicksalen, Wanderungen und Schriften der Familie Jbn Jachja ist nun vielfach bereichert, obgleich in Bezug auf gedruckte Werke dieser Familie ich nur wenige Berichtigungen gesunden. Es ist hier kein geeigneter Ort auf das Einzelne einzugehen, da dergleichen Arbeiten nur im Werhältniß zu andern kritisirt werden können, aber ich wünsche, und mit mir gewiß jeder Literaturfreund, daß Hr. C. recht oft uns mit dergleichen Monographien beschenken möge, da wir ohnehin keinen großen Reichthum an solchen haben. Zum Schluffe kann ich aber eine Rüge in Betreff des hebr. Styles nicht unterlassen. Dieser Styl ist sehr inkorrekt, und scheint zuweilen gar nicht nach einer Grammatik zu sein. Ware er blos nicht schön, so könnte man sich dabei beruhigen, bet wir bei solchen Monographien nur die Sache im Auge haben z. wie er aber jetzt ist verhöhnt er zuweilen Logik und Grammatik und ist auch manchmal unverständlich. Möge diese Rüge genügen, den gelehrten Schriftsteller künftighin zür Revision seiner Handschrift zu veranlassen. Ueber einige populär-moralische Werke der später» hebräische« Literatur. Von Leopold Dukes. (Fortsetzung.) Ueber die übermäßige Trauer haben alle Denker sich ausgesprochen, und dieselben haben diesen Gegenstand in den verschiedensten Formen ausgedrückt. Wir haben in diesen Blättern (1849, S. 111) das mit einer griechischen Allegorie in Zusammenhang gebracht. Es ist interessant zu sehen, wie ein spanisches Sprichwort denselben Gegenstand mit lakonischer Gedrungenheit ausdrückt. Es lautet: „Ado yas duelof a do suelo,“ (Wo gehest du hin Trauer? wo ich gewohnt bin hinzrrgehen.) Mit andern Worten: das Unglück kommt nicht allein. ' l"' *1 y W ffen 331 3^> nint7 3332 133332 31MJ3 ft 3'33 3E3D °?33 3DN3 QJ 33171' ’3JN ’2JJ 11513 3L2 ftl 540 Diesen BcrS citirt der Kommentator des DUUD tos ft 3JJ15» 33^? 3DD D1D 3032 ,133 1DJ> 3'3J 3N ft 132N’ VN131 3p’ 12033 , 3N '2 3<H7J ttb : 1DN ip' 133131 1'3X nft 3 j? ü DU nu ,31? D133 3317 33173 333 172)1 032 ft>3N 3'3 30ft 312 : 331723 3'3 bt* 12J1 33^2 Das Wort “133 drückt bei den jüdischen Psychclogkn mehr aus als das Wort „lästig". Es schließt in sich den Mangel an Zartgefühl, Mangel an Sinn für das Paffmde. Statt aller Definitionen wollen wir hier eine Stelle aus dem 3iy (Kap. 38) geben. ^1 133 BMJN Dnp3Dn p n^n WH N3 wwn )b -pi -p 30NU ^rbno to iom mw Ino irm *■ '3N no riNin n^nono 333.1 1BW “pp 3H' ‘PN 133,3 WN 3DN3 Dnp30H w)3U ^Din *b 3DN') ”]ND"1V) 'l htt N3pN ' 3 '5)333 my »i! '-m 30Nn ♦ *133 bw stnin übw rfero 13nd) [yun] y\in “prp hi» topK 30)N) 133) 'UL7 .3N3N ^3^ .3^3N3 p)'O).1) : WIWJJ „Ein Lässiger besuchte einst einen Kranken und fragte denselben: was ist deine Krankheit? diese so und so — antwortete der Patient. „An dieser Krankheit — erwiederte der andere ist mein Vater gestorben." Der Kranke und die Umstehenden waren verdrießlich über diese unpassende Bemerkung. „Nehme nicht übel — setzte der Lästige hinzu — meine Worte, ich will zu Gott beten, daß er dich heiles In der Nähe eines Kranken von dem schlechten Ausgang seiner Krankheit zu sprechen, ist dumm, den Kranken nachher mit der Kraft seines Gebetes beruhigen zu wollen ist nicht sehr bescheiden, und macht die erste Dummheit nicht besser. (Wir bemerken hier gelegentlich, daß die ganze Stelle sich etwas verändert in dem Kommentar zu dem d\3\]q *iri3Q in D^in 31p3 3M findet. In dem Gedichtchen heißt cs dort WM# statt bas dort folgende Gedichtchen *nD 'Ul 333^1 so wie der vorhergehende Satz ist ebenfalls ans dem 33)/ ^>&70 entnommen.) 15) Iehuda den Tibbon. Iehuda den Tibbon, der berühmte Uebersetzer verschiedener philosophischer Werke, hat auch ein Buch für seinen Sohn, moralische Lebensregeln enthaltend, verfaßt, welches sich unter dem Titel ^cno.1 rrUN erhalten hat. Wir haben in diesen Blättern bei verschiedenen Gelegenheiten Proben daraus mitgctheilt. Dasselbe befindet sich unter andern Coll. Michael Nr. 354. Dieser Brief ist in Prosa und es sind Verse aus dem ^O p bes Samuel ha - Nagid eingestrcuet. Zu Ende 18) 133 heißt ein lästiger unerträglicher Mensch ohne Zartgefühl» '?