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Der Orient · 1850-08-24 · 34 (24.8.1850) · p. Spalte 535-536

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Journal
Der Orient
Volume
1850
Issue
34 (24.8.1850)
Date
1850-08-24
Page
Spalte 535-536 (sequence 4)
Language
German
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536 535 Kritiken. Hebräischer Kalender legen zu haben und dies führt auch zu dem Resultat, daß der Verf. um die erwähnte Zeit wohl gelebt haben mochte. Aber wer ist der Verfasser? Die gewöhnliche Annahme, daß R. Jakob Lam (b. Me'ir), der Losasist, der Verfasser gewesen sein soll, ist als Verwechselung mit des letzterem talmudischem Sefer ha-Jaschar längst abgewiesen. Men. di Lonsano in seinem Gedichte Dv>n sagt: rgin1? 32'm rpn onusn -rnWn kdi -p -put) dS b]3 *w(i rn n’^v ’ ont^n ns d i?pD rny Zu diesem Verse giebt er nun die prosaische Erklärung: N21L-N M1-V21 021112 p'ji^i Nip1? icsy din b’Jiw nDNi u:pni on tjoi^ nnnon itj"n 12021 iw v'2i bw u\s'i inum Nin in iL»>i idd wip idd nn n iip .H'lDI^IpD DSlJIi1 ni Ilv'.l IDDilt? in^Dt^ 'INI * N3D3 11,1.1 n’mi i"in ran INN dj;d .1N'3'1'121 INN dj>d UND 1DH1 112 N NID n'.l'L' 1'N'. Loasano hatte also gehört, daß ein gewisser Serachja Ha-Iewani es verfaßt haben soll, was Asulai auch in dessen Namen wiederholt, allein von der Existenz eines solchen Serachja weiß man erst recht gar nichts, da kein Bibliograph oder Literarhistoriker dessen gedenkt, und noch weniger weiß man etwas über seine Zeit. Möglich daß das Gerücht bei Lonsano blos nfV) gesagt, und er daraus ■ovn »7» ITH gemacht, oder daß für es Hjrvri heißen muß, da man von einem Griechen Serachja nun einmal nichts weiß. Wäre Serachja Ha-Lewi b. Isaak Gerondi der Verfasser, oder der Serachja Ha-Lewi (nfn), der bei der Kontroverse 1413 zugegen war, so wurde sich die historische Ansicht über dieses Buch ganz ändern. Möge ein Gelehrter von Beruf diese Forschung aufnehmen! Was nun die Ausgaben anlangt, so ist die erste erschienen ohne Abtheilung in Pfortenr 8. 1. e. a. 4 (Bl. 39), diese Ausgabe ist sehr korrekt und der Herausgeber Hr. K. hatte sie vor sich gehabt. Nach anderweitiger Ermittelung wäre diese Ausgabe erschienen zu Kstpl. 1526, was auch kritisch sich bewährt. Dann ist es erschiene» Venedig, 1544, 8 (Bl. 68); Krakau, 1586, 4 (Bl. 28; Arust. 1708, 8. Mit Ausnahme der Venezianer hatte der Herausgeber alle diese vor sich. Außerdem ist diesesBuch noch vielfach erschienen, als Franks, a. d. O., 1733, 8; ib. 1791, 8; Sulzbach, 1762, 12, in Heidenheim's Cat. steht auch augemerkt eine Ausgabe Prag, 1588, 4 und in der neuesten Zcit habe ich selbst eine neuere Prager Ausgabe gesehen. Dann auch in Polen und Rußland: Zolkiew, 1765, 8; Korez, 1785, 8; Lemb., 1792, 8. Es hätte dem Herausgeber gar nicht geschadet, wenn er sich die geringe Mühe genommen , olle vorhandenen Ausgaben in einer Notiz zusammenstellcn, zumal er die Übersetzung so unerwartet zum Gescheut erhalten. Daß der Druck gefällig und schön ist, braucht wohl kaum erwähnt zu werden. auf zwanzig Jahrhunderte rc. 46) Calendario Ebraico per venti secoli esteso con nuoYO rnetodo da S. D. Luzzatto da Trieste professore nelP Islituto Rabbinico di Padua socio correspondenle deiP I. R. Isliluto Veneto. Hebräischer Kalender auf zwanzig Jahrhunderte nach einer neuen Methode entwickelt von S. D. Luzzatto cms Triest, Professor des Rabbiner-Instituts zu Padua, korrespoudirendes Mitglied des k. k. Venezianischen Instituts. (Schluß.) Wie man sieht, so könnte man zugleich die Luzatto'schen Tabellen als Weltkalender gebrauchen, nur müßten sie dann vom I. 3858 beginnen und 16 Columnen, nämlich bis zum 1. 7714 durchlaufen. Da die Tabellen blos über 1976 I., von 4105 bis 6081, sich erstrecken, so entsprechen sie den Jahren der Schöpfung vom I. 248 bis 2224. Man will z. B. wissen den. Neumond, wie auch die Kalenderformel vom I. 1977 nach der Schöpfung, so füge man zu dieser Zahl 3857, so entstehet daraus 5834, nun ist der Neumond von diesem Jahre 1. 22. 319 und hat als Kalkriderformel aeq , füge man noch dazu 175 Scrp. so giebt es 1. 22. 524, welches also der Neumond vom I. 1976 ist und das ebenfalls rj^Q als Kalenderformel hat. Ebenso verfahre man, wenn man den Neumond der kommenden Jahre erfahren will, nur muß man das 175 Srrp. abziehen. Mau will z. B. wissen den Neumond, wie auch die Jahresformel vom I. 7962, so ziehe von dieser Jahreszahl 3857 ab, bleibt 4105, dieses Jahr hat zum Neumond: 2, 4, 204, davon abgezogen 175 Scrp., bleibt: 2, 4, 29, welches also der Neumond vom I. 7962 sein wird und das ebenfalls die Jahresformel n&sa haben muß. Es wäre zu wünschen, wenn sich Hr. L. entschlösse, die Tabellen nach meiner Angabe zu verdoppeln und auf 16 Columnen zu bringen, wodanri sie als ganz vollkommene Welttabellen betrachtet werden könnten. Was jedoch die vortalmudische Vergangenheit betrifft, so entstehet freilich die Frage, ob diese denn eine solche Kalenderform gehabt, und wie das biblische Jahr zur Zeit berechnet worden ist. Wäre die Tradition nicht dagegen, die das jüd. Jahr als Mondjahr annimmt und nur Einschaltungen von ganzen Monaten zuläßt, so konnte man eine ganz neue Jahresberechnuug für dieses Zeitalter aussinden. Schon R. Juda aus Persien (s. Jbn Esr. 2 M. 12) glaubt, daß das biblische Jahr ein Sonnenjahr gewesen. Als Beweis führt er außer der Stelle nxin npnn DN mW) noch besonders die Zeit der Sündfluth an, die nach 1 M. 7, 6 z 8, 13 ein Jahr gedauert hat. Nun hat dieselbe am 17. des zweiten Monates angefangen und ein Jahr später am 27. desselben Monats geendet, ibid. 7, 11; 8,!4, weil das Sonnerssahr 10 Tage mehr zahlt. S. Kerem Chemed IV. p. 163. Auch Abravanel zur Stelle äußert sich wie folgt : ,l^Q2 raUlP DlWrw ,1I>1 11DD2 lilthw 'll 2"' o"wqw D'is? nDN2 ei o^iD I^N>1 nrci'iD2i nmra' DP 'b tsnn 2".l 'Ml ilJEM i>2 D'tnn. Nehmen wie ein mittelmäßiges Mondjahr zu 354 T. an, das mir dem letzten Elul endet, so sind die 10 T. bis zum Vcrsöhnungsiag

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