Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1850
- Issue
- 30 (27.7.1850)
- Date
- 1850-07-27
- Page
- Spalte 477-478 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Studien. Webet einige populär-moralische Werke. M ns-t -]n ]niD 'by y« asjia Tjcp nnpN nV itps* nsry D’DJKODl D'JI nt£/J?N 1P 7JCJJB IM OJJON «“?! felN lBeschluß folgt.) liebeteinige populär - moralische Werke der später» hebräischen Literatur. Bon Leopold Dukes. (Fortsetzung.) Diese arabische Sammlung, welche Ho ne in den Zshak arabisch zusammengetragen hat, und von Je h u da illcharisi übersetzt wurde für die jüdische Gemeinde in fcunel10 ist ebenfalls sehr schätzbar. Sie ist oft gedruckt worden, und befindet sich in mehren Bibliotheken handschriftlich. In der Oppenh. Coll. (Nr. 1704, 4) führt dieses Buch üie Überschrift mmoi Dnnni G’SlD^’Dn niü’^D 12V ,11. So auch bei De Nossi Nr. 404. In einer Handschrift der Michaelischen Bibliothek, welche wir in diesen Blättern (1850, Rr. 13) besprochen haben, führt dasselbe den Titel ijij© fNsrbon. Eine Uebersetzung dieses Werkes von einem belesenen Manne wäre sehr wünschrnswerth. Das Werk enthält mehre dunkle Stellen. Auf eine derselben haben wir a. a. O. aufmerksam gemacht und die richtige Lesearr aus der Handschrift gegeben. Wenn der Leser in diesem Buche (Hauptstück I. Abschnitt o) die Verse liest: nnnriNl CWDJ3 nruni HN1D") — so dürfte demselben m ersten Augenblick dieselbe nicht ganz klar sein. Erst wenn er weiter unten (ebendas. Kap. 15) die Worte sieht: o näjjn "itSOH , ppnn nyn*) , dwjjm ntpftBO dn HiJnruo, wird ihm der Sinn der ersten Stelle klar. Der erste Satz wäre zu übersetzen: „In den Versuchen und sin der Betrachtung) der letzten Zwecke soder Folgen) ist Heil und Beruhigung." 3) ^djn nno ppn. Salomo ben G"ebir0l, der berühmte Dichter und Philosoph ist auch Verfasser dieses Werkes. Abraham ben Chasdai, im Vorworte seiner Uebersetzung des \3TND des Alghaza! i, Lewi ben Abraham ben C h a j i m (vergl. Note 42), Simon ben Zemach Dur an in seinem DUN pD (S. 48b) führen dieses Werk namentlich an. Rab- 10) Ein Gcdicht von 2Llcharisi zu Ehren der jüdischen Bewohner von Lunel befindet sich in dem handschriftlichen Tachkemoni auf der Bodleianischen Bibliothek (Nr. 498 bei U r e) Kap. 50. 478 benu Jona führt in seinem Kommentar zu eine Stelle anonym an (vergl. unsere Notiz über Josef Knnchi's Kommentar zu i^q), Es ist dieses Werk sehr schätzbar. Es werden viele Sprüche darin angeführt. Ben G'ebirol schrieb es ursprünglich arabisch und Iehuda Ben Ti b bon übersetzte es im Jahre 1106. Die Oxford er Bibliothek (Nr. 350 bei U r e) besitzt das arabische Original des Verfassers. In demselben finden sich viele Gedichte, welche Ben Tibbon nicht übersetzt hat. Ec wollte sie später bei Muße übersetzen, wie er an Ascher aus Lunel schreibt, welcher Brief in dem Anhang zu dem Michaelischen Katalog S. 306 mitgetheilt wird. Er hat aber dasselbe nicht ausgeführt. Das Jahr der Uebersetzung ins Hebräische findet sich in der sehr seltenen (in R aschischcift gedruckten) Constantinopler Ausgabe von 310 ( 1550) angegeben. In der Ausgabe von Riva di Trento 1562 fehlt dieses. In der Konst» Ausgabe steht das Gedicht riWi nno my zu Anfang und vor ihnen stehen die Worte DJnnon nDN. Sn der von Riva steht dieses Gedichtchen zu Ende und das DJnnon nDN fehlt, und so glaubt man es rübre von Salomo ben G^ebirol selbst her. Das Gedicht pm "]W D’Ol 15W, welches sich in der Ausgabe von Riva di Trenro findet, fehlt in der Constantinopler Ausgabe. Es fehlt auch in den Handschriften, sowohl in der arabischen als in der hebräischen. Der Titel welchen dieses Werk in der Ausgabe von Riva di Trento führt fehlt auch in der Constantinopler. Es beziehet sich dieser Titel, wie es scheint, auf das Titelblatt des Buches, worauf eine Pforte abgebildet ist, man glaubte nachher es sei der Titel des Buches selbst, und so wurde er in der Ausgabe von Lüneville ebenfalls mit abgedruckt. Was das Buch selbst anlangt, so ist es in vielen Hinsichten sehr merkwürdig. Salomo ben G'ebirol ist einer der bedeutendsten Geister des l 1. Jahrhunderts, der mit widrigen Schicksalen zu kämpfen hatte, wie er auch in diesem Buche andeuret, und der sich in verschiedenen Gedichten ausspricht. Dieses Werk ist nicht nur als Sentenzenwerk sehr interessant, es ist auch ein Beitrag zur Geschichte der Methode in der Psychologie lehrreich. Der Verfasser erwähnt keine Zeitgenossen, nur im Allgemeinen Dünn ION. Sn diesem Buche findet man ein Werk unter dem Namen 'oipn 100 citirt, es findet sich dieser Name auch in dem arabischen Original. Wir wissen nicht, ob dieses der Name eines Buches oder Autors ist. Es ist viermal, angeführt. Es wird immer ein Spruch daraus bcigebracht. Es scheint also ein arabisches Senterizenbuch gewesen zu'sein. Daß es Hecatäus oder Caro sein soll, wie wir früher glaubten, kommt uns jetzt unwahrscheinlich vor, da wir bis jetzt nirgends gefunden haben, daß die Araber diese Weisen gekannt haben. Die Zeit in welcher S a l 0 m 0 ben G'e b i r 0 l dieses Buch verfaßte ist nicht ganz bestimmt anzugeben. Zn den