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Der Orient · 1850-07-27 · 30 (27.7.1850) · p. Spalte 469-470

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Journal
Der Orient
Volume
1850
Issue
30 (27.7.1850)
Date
1850-07-27
Page
Spalte 469-470 (sequence 3)
Language
German
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169 470 Studien. Abhandlung über Jona Jbn Ganäch. Jeschu^a's chronologisch zwischen denen des Saadja und denen des Jefet zu setzen, ungefähr zwischen 930 und 950 n. Ehr. D"p, . Dwn p yvVN nnNi £h nn nm i^n p ysn"1’ rxmbis Ä' ns )*6 □np cpy NI' Dh "IJJ? 'Vn OÜiba, d. h. eine andere Meinung, wahrscheinlicher als alle, ist daß Jakob das Pen Sinn der Himmelsleiter) selbst erklärt hat, indem er sagte: „dies ist nichts anderes als das Haus Gottes und dieses da ist die Pforte des Himmels" und folglich sind tbir enthoben, es besonders zu erklären. Er deutet also die Leiter und das Hinaufsteigen der Engel in dem Sinne, daß dies eine Stätte sei, wo die Menschen beten, dergestalt daß ihr Gebet zu dem Herrn des Weltalls hinaufsteigt und daß von seiner Seite ihnen eine Antwort zukommt, wie da gesagt ist (1 KLn. 8, 38): „Und er streckt aus seine Hände gegen dieses Haus" und ferner (ib. 8, 33 und 34: „Und sie werden ihre Gebete und ihr Flehen zu dir in diesem Hause richten" und endlich: „Und du erhörest sie vom Himmel." Das Wort D*6j) steht vor OHT/ weil doch zuerst das Geber der Menschen zu Gott hinaufsteigen muß, und sodann kommt die Antwort. In dem Segen, den Jakob dem Binjamin ertheilt lGn. 49, 27), macht der Erzvater nach Jeschua, von Jbn Esra angeführt, eine prophetische Anspielung ans den König Saul und auf Mardechai, von denen Einer wie der Andere vom Stamme Binjamin war. Diese Auflegung wird gerade ebenso von Jefet in diesen Ausdrücken angeführt: rpt\* bwitf 'btt ns -w ny bstt' npss Itt nntt j'nbtt -ttnyttbtts msäi bttnw' 'by nbbtt nsSb, f>D by nsibvn nsb b,ttM ttüs nnbs Ptt,n, nnbs 's tPy’l * ])DJ> ’JSS, SN,03 ,'3'tt bss S’SD llN>, bttlL" 'btt ns w bbw pbn' snybi nbipi 's, pbvy ntt b-n p bttSL" r<«bn' snvtt n' 'by, rrr 'by inbtt ’snno p mm in nd 'by, sn-ttiytt ttibnp, >^n rnu por ’o ttUtts nnsttb njss jNor "od, onnttsntt nbr< sps n,tt bm bttsptt no ttvbs, jnbni ^'sptt Mttv, Ittb 'S11Q fttQ! 'ÜO, ryiN'J '2 *D ttllbs IttSItt ’D N,nD ttllbs, ttnbltt 'O, N,b.1 fttv, d. h. eil, anderer Schriftausleger sagt, daß durch die Worte: „am Morgen frißt er die Beute", er auf Saul anspielt, welcher regierte und den Gott über Israel regieren ließ, und dem er den Sieg über die Feinde, welche in seinem Lande und um sein Land waren, gegeben, wie da sagt (die Schrift): „und Saul erlangte die Herrschaft über Israel und er bekämpfte alle seine Feinde umher, Moab und die Söhne Ammon rc. Er übte Macht und schlug 'Amalek rc." (1 S. 14, 47—48'. Durch die Worte: „und zu Abend verrheilt er Beute" giebt er eine Anspielung auf Mardechai; denn es war durch ihn und durch Ester, daß die Israeliten von der Verfolgung Hamanns gerettet wurden und ihre Feinde tobten, wie es in ihren Geschichten dargestellt ist. Die Zeit das Saul ist genannt Morgen (Boker), weil die Israeliten'damals in der Zeit des Glückes und.der Macht warm, und wenn man ging, so schritt man vorwärts, wie das Licht des Morgens nach Maßgabe seines Fortschreitens wächst. Die Zeit des Marde- Was Jefet anlangt, der arabisch Abu-'Ali CHassan b e n /Al i e l - Ba zr i genannt wird, so vermochte ich zu allererst einige genaue Angaben über seine Arbeiten und über die Zeit, in die sie hingehören, zu geben, indem ich so glücklich war, bei den Karäern zu Kahira beträchtliche Stücke seines weitschichcigen Kommentars über die Bibel aufzusinden und sie nach Paris zu bringen.^ Wie Jeschu^ü.^ ebenso lebte Jefet. in Palästina, wahrscheinlich in Jerusalem.^ chai wird genannt Abend (*Ereb), weil seine Zeit die des Exils war und (man war noch) im Beginn und nach Maßgabe des Fortschreitens ging man rückwärts. 28) Siehe über das was ich in dieser Beziehung gesagt habe in den Jsr Annalen von Hrn. I o st Jg 184i Nr. 10 und it und in meinen Zusätzen zu dem Berichte überSaadja Gaon hinter meiner Ausgabe des Kommentars Lanchum's über Chabakkuk (Cahen'sche Bibel LH. XI!.). Man kann auch zu Rache ziehen das von Abba Hrn. Barges u. d. L. ,,Rabbi Yapheth ben IrleLi Bassoreiusis Karaitae in libnim Psulmorum commentarii arabici JSpecimen (Paris, 1846, 8)" herauögegebene Merkchen. 29) Abraham ben David in Skfer ha-Kabbala sagt ausdrücklich, daß Scheich Abu'l-Farag in dem heiligen Lande gewohnt. 30) In seinem Kommentar zur Genesis (1,!4), wo er von dem Zustand des Luftkreises spricht, der bewirken kann, daß die Nacht in der einen Gegend früher eintritt als in einer andern, selbst wenn die Gegenden nicht sehr entfernt von einander sind, und wo er auf die Verschiedenheit aufmerksam macht, welche sich für Bewohner zweier Orte in Bezug auf Festsetzung des Mondesanfanges und des Beschneidungstages eines Neugebornen ergiebt, führt er als Beispiel die Städte Liberias (Labbarijja) und Ramla an. In dem Kommentar über die Klagelieder Jcremia's (2, 20), wo er von dem Priester Sccharja ben Jehojada (2 Chr. 24, 20) spricht, sagt er, daß sein Grab sich in jenem Stadtviertel Zerusalem's findet, das damals hlkSH d. h. Stadtgegend der Morgenländer, genannt wurde. Endlich in einer Einleitung zu Psalm 119 sagt er, daß die -p-j 'ü'DC, welche nach ihm die auserwählten Männer der karäischen Sekte sind, zum großen Lheile in Jerusalem lebm. Es heißt wörtlich: P 'TD snp’S ri'S J,JD’ '-p\ yälv^tt cn, mb-i px ’s pp-sno onsn 1'O'btt, d^vt ’q ps,s' DnD.1 D'W, d. h. was den Ort anlangt, wo sie sich befinden, so ist es wahrscheinlich, daß der größte Lheil in Jerusalem ist, und daß es nur deren eine kleine Anzahl giebt, welche im Lande des Exils verstreuet sind; dieses find die sechzig Helden (HL. 3, 7). Man kann daraus schließen, daß Jerusalem damals d(r hauptsächlichste Sitz der karäischen Lehrer war. In Bezug auf das in dieser Anmerkung erwähnte Grab Secharja's, so will ich noch im Vorbeigehen erinnern, daß nach Jeset dieStadrgegend, wo er selbst sich befand, in der Bibel durch die Worte iDn*>n pj^nh (Jos. 18, 28) bezeichnet ist, woraus sich ergiebt, daß anstatt wie unsere Ausgaben haben, Jefet Waw gelesen, wie man auch in mehrern Handschriften (unter anderen-in den zwei der Eibl. Rar. AF. Nr. 4 und Orat. Nr. 4 und Orat. Nr. 5) und daß er diese drei Worte nur als einen Namen bildend angesehen, einen Lheil Jerusalems, der dem Stamme Binjamin gehörte, * 30 ’

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