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Der Orient · 1850-07-20 · 29 (20.7.1850) · p. Spalte 455-456

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Journal
Der Orient
Volume
1850
Issue
29 (20.7.1850)
Date
1850-07-20
Page
Spalte 455-456 (sequence 4)
Language
German
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455 Studien. Die ersten Sammler der Psalmen Davids. 458 Herrn, daß er dir nicht sülche und du wärest selbst Schuld daran. NB. Ich war der Knecht deines Vaters und gehorchte seinem Befehl. Deine Anspielungen gegen mich als p0pN~byB ist eine Verleumdung. V. 11. (Du sagtest: ,,Geschlechter gehen, Geschlechter kommen". Ja wohl; aber das gekommene — — an deines Vaters Stelle — ist nicht wie dein Vater.) Es ist ein Geschlecht, daß seinen Vater gering achtet und seine Mutter nicht segnet. NB. d. h. die Mutter nicht mit einem freundlichen Segen oder Gruß ehrt, indem ihre ,,kleine Bitte" nicht gewährt worden ist, 1 Kön. 2, 20—24. V. 12. Es ist ein Geschlecht, das sich rein glaubt; ist aber von seinem Unsiath nicht gewaschen. NB. Unter Unflath ist Sunde verstanden. Salomo lies den älteren Bruder Adonia umbringen: auf die Vermuthung, daß „wenn ihm jene Bitte gewährt wird, er am Ende Köllig werden will. So die alten Interpreten. V. 13. ES ist ein Geschlecht — wie hoch trägt es die Augen; wie erheben sich seine Blicke! — d. i. Stotz. — V. 14. Ein Geschlecht Schwerter sind seine Zähne, Messer seine Gebisse: die Armen im Lande und die Dürftigen unter den Neenscheu zu verzehren: NB. Zn dem nöthigen, aber auch unnöthigen Prunk 1 Kon. 9, 1 und V. 19: „Das HanS Gottes und das Haus des Königs, und all das von ihm Gewünschte p&5>n, das er zu machen Lust hatte/' und was er noch zu bauen Lust hatte, in Jerusalem, aus dem Libanon und im ganzen Lande seiner Herrschaft" mußte ja jeder beitragen, Arme sowohl als Reiche. Der Landbauer mußte von seinen Produkten, für dem ausländischen König Chiram und zu Futter für die „egyptischen" Pferde, außer dem Zehnten an die Priester und Leviten, seinen Theit hergeben — trotz dem Reichthnm, der in Jerusalem herrschte 1 Kön. 19, 27; 2 Ehr. 1, 15. — So die Werte der Mutter Spr. 31, 9: Urtheile gerecht, und richte Arme und Dürftige." Daher die unersättlichen Dinge im folgenden Vers: V. 15. Es ist zu der Blutige! zu vergleichen. Sie hat zwei Töchter: Gieb! Gieb! Es sind — somit — drei Dinge, die nimmer satt werden; Ja, vier giebt es, die nie sprechen, Genug! NB. Der Blutige! ist ein Zwitter. Es heißt von ihnen in den Naturgeschichten, daß sie sich einander gegenseitig begatten. — Wegen der Benennung Töchter weiter unten. — Hier ist das Bild. passend: Nachdem der Igel sich Kräfte holt von dem Blute anderer Geschöpfe, verschwendet er, als Zwitter, die Kräfte wieder doppelt gegen andere Thiere. Wiewohl mehrere Phy-« siologen, namentlich Prof. Steenstrup in Kopenhagen I in seiner Abhandlung über Hermaphroditismus, bezwei-1 feln, ob cs Hermaphroditen in der Natur giebt, so ße-1 hanptcn mehrere Physiologen oder Physiosofen, welches „Untersuchungen angestctlt haben", daß die Igel Zwitter I seien — Audouin imBiollonaire Classique d’Histoire I naturelle. Tom. 15. Art. Sangsues. p. 118 — herj ausgegcbcn 1829. — Auch Lehrbuch der Anatomie der | wirbellosen Thiere. Von Dr. H. Frey nnd Dr. R. f Leuckart. Leipzig, 1847, S. 344. — So viel ist gej wiß, daß die Alten dieses angenommen haben. Auch! im Talmud bekanntlich unter der Benennung dimtun.! Vielleicht kommt der Namen npby davon her. Der Buchstabe y wechselt mit n sowohl im hebräischen als im arabischen, nplbn, eine getheilte. halb Männchen und halb Weibchen. M. st auch Gesen. d. W. „von sich anhängen." — Talm. , rjpApn nJDD". — CV22 plur. von p Zweig, Theit eines Hcmptstammes, daher auch die zur Stadt gehörenden Dörfer, Theite des Ganzen, Glieder. So der Augapfel als ein Theil des Auges. Klaget. 2, 18. — Als Geschlechtstheil vielleicht so: Dan. 11, 17 und als Sing. na heißt es daher rirmiyrfr. Endlich sehe man Gesen. HW. unter »nB, kennen, theiten. „Die Grundbedeutung des Zerschneidens, Theilenö, Trennens, liegt unter vielfachen Modifikationen, thcils in der einsytbigcn Wurzel p2, thcils in der verwandten hartem , , nD PB" u. s. w. — In Hinsicht des Ausdrucks „Gieb", vergl. man HL. 7, 13: „'in nx )nx" vom Weibe. So Ez. 16, 15. Beim Zwitter paßt demnach ein doppeltes Geben „2p. 2p". Der Igel sagt nun, Gieb Blut her, und die zwei p02 sagen auch gieb l Dies also ist „njyat&n tö mi whuin. Hier steht das mnx. Es behält auch denselben Sinn, wenn man, gegen den Aecentuanten, diesen Satz zum folgenden ziehet, dann kann das „2p 2p" sich sowohl ans das Blntanssangcn beziehen als aus die doppelte Begattung. — „nun w" nehmen wir also tropisch für zwei Geschlechts thei le, wofür auch „an an" spricht. — (Wir schmeicheln uns damit, dem wahren Sinn des Verses nahe gekommen zu sein.) V. 16. Das Grab; der unfruchtbare Schoß; die Erde, die nicht'satt des Wassers wird, und da§ Feuer, es spricht auch nie Genug! V. 17. Ein Auge — das des Vaters spottet (Ps. 127, 2) und den Gehorsam gegen die Mutter Ohr ihre „kleine Bitte" nicht zu gewähren nnd denjenigen nmbringen zu lassen, für den sie bittet) mißachtet, das werden die Raben des Thates auShacken und die Jungen des Adlers fressen. — NB. M. s. Gesen. rmier ppp. Vielleicht ist dies auch unter 'Ja~ba "" nna,' %pt. 31, 8 zu ver-

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