Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1850
- Issue
- 29 (20.7.1850)
- Date
- 1850-07-20
- Page
- Spalte 453-454 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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483 Studien. Die ersten Sammler der -Psalmen Davids. 454 ^arabisch geschrieben, nennt diese zwei Lehrer, indem er M ihnen spricht, Abu-Jakub el-Bazir und Abu'l- Farag^ Forkan Ibn Asad, von welchen der erste offener mit Joses ha-Roeh und der zweite mit unserem Zeschu^a identisch ist.22 Wir machen auch noch die Be- DJty ’s bi! «)N b"t npw' 'n nNnn fjoi’ 'i nj/TB» wv VT1SJ D’CSnn W* — Man kann über diesen Gegenstand noch Nachsehen: Selben, IJxor liebr. jib. l. c. 4; Lrigland, Oia11‘ibe de seeta Karaeorum Ct g. p. 138—140; Wolf, Bibi. liebr. 111, p. 294 und dessen Not. Kar. p. 25 und 26. 21) ■yiyg p ns\ Den Namen -pyg schreiben manche spätere auch Er war Arzt und verfaßte ein nhvfrw ,l^pn iOrach Zoddikim 27 a) und n^Dn ">5)D. Uebers. 22) Der Traktat von den verbotenen (karäischen) Ehen (flinyn tO), den neunten im Buche der Gebote (ruLQN 1OO) von dem Arzte Iefet ben Za'ir bildend, befindet sich unter den von mir für die National - Bibliothek aus Egypten gebrachten karäischen Handschriften. Das 15. Kapitel dieses Traktats hat folgende Aufschrift: •»£> onpN n^vp ND '2 p nspNJO h;d ndö rb nny-i)N dnpd om ny d^ddh w-Pn bipb 'hD^vrio rpsi ynobNi jnp“)D m DDrrbNi mpp1 ihn cDn-bx nV ION ptt d. h. Ueber das was der Reis (Abu'l-Fodhl) in seinem Buche von den verbotenen Ehen gesagt und das ( ein Widerspruch zwischen den Grundprincipien und den Ne- I benregeln und eine Widerlegung enthält gegen die Aussprüche der Lehrer, die da sind: der Lehrer Abu-Jakub el-Bazir und der Gelehrte Abu'l-Farag' Forkan Ibn Asad. Im Verlaufe des Traktats drückt sich der Verfasser (zu Ende des 23. Kapitels), nachdem er die Banale Ha-Rikkub widerlegt hatte, in folgender Weise aus: njy ND NV0 J fpi\ pnb’NHi orrvyi rramlw DsnsN ansio >o rrai I avb p nnonpnpN ndd nnsNi^N on^wpN ’i 'du io) d"di I’ss^n mpj?’ ’sn D’DDn ub^n nj! D’DSn~bN p f"1>1 b N *1B'1 d. h. das ist ks was ich sagen zu müssen geglaubt, um die Ansichten der Anhänger der Zusammensetzung und anderer Lehrer nebst ihren Beweisgründen (mitzutheilen) und um ihre Aussprüche durch unwiderlegliche Beweise, kraft dessen was ich aus den Sätzen der zwei Lehrer Abn Zakub el-Bazir und F. F. (d. h. Abu'l-Farag" Forkan) und derer unseres Lehrers und Meisters R. Israel Ha-Dajjan und anderer Gelehrten zu lernen gesucht habe, zu widerlegen. Uebrigens erkennt man in diesen zwei arabischen Namen leicht den Gleichwerth der hebräischen Benennungen. Was den ersten Namen betrifft, so ist Abu-Iakub der Beinamen (Kunje, "rns) des Iusu f, und e l - B a z t r (der Schauende) ist von gleichem Werthe als das hebräische ha-Raeh (riNDn); dasselbe ist nun mit dem zweiten Namen der Fall, Forkan (von dem aramaischen NJpniD, Heil, Befreiung) ist nur die Übersetzung des hebräischen Wortes n]W\ und Asad (Löwe) bezeichnet Iehuda, den Vater des Jeschua, nach der bekannten Anspielung ans Gn. 49, 9. Das ist auch der Grund, warum in Spanien, Italien und in der Provence die Juden des Namens Jehuda gewöhnlich den Namen Leon annehmen. Bei den arabischen Juden nennen sich die Jehuda's auch oft Jachja (^rp)*f* Bericht über Josef b. Jehuda im Journal asiat., Juli 1842 p. 7. merkung, daß Jeschua, der arabisch geschrieben, von Ibn Esra als Schriftausleger erster Reihe unter den Karäern angeführt und den Gründern dieser Sekte zur Seite gestellt wird,^ während auf der andern Seite, in einer Glosse des samaritanisch - arabischen Pentateuchs, Ibn Asad (Abu'l- Farag') als der größte Schrifta usleger der Karä e genannt wird und endlich daß gedachter Ibn Esra außer Jeschua und Iefet nur wenige karäische Schriftausleger anführt und daß der oben erwähnte christlich-arabische Schriftueller ebenfalls die Ausleger Abu'l-Farag" Ibn Asad und Abu-*Ali el-Bazri (Iefet) zusammen nennt. (Fortsetzung folgt.) Zur Erforschung: Wer der erste Sammler der Psalmen Davids, und somit auch der Verfasser der Psalmenschristen war, von Hartwig Ph. Nee. (Schluß.) V. 7. Zweierlei erbitte ich mir von dir; entziehe mir sie nicht bis ich sterbe. V. 8. Falsches und Lügenrede hatte von mir fern; Armuth und Reichthum gieb mir nicht, lass' mich — bloö — mein gesetzlich bestimmtes Brot essen. V. 9. Daß ich nicht übersatt verleugne und spreche: Wer ist der Allmächtige? und daß ich nicht verarme und stehle, und mich vergreift am Namen meines Gottes. NB. Asaf verlangt von Salomo, daß er ihm in seinem Amte nichts Uebles Nachreden sollen; er thue nur was Recht ist und schmeichle ihn nicht, denn er verlange nichts von ihm; er verlange blos sein Gehalt als Seher, Sänger und als Levite: ,,denn es ist euer Lohn für euer« Dienst n. s. w. 4 M. 18, 21. V. 10. Nicht verleumde einen Knecht bei seinem 23) S. seine Vorr. zum Pentateuch.Komm. §. 2. 24) pwippN *VID. Siehe: S. de Sacy, Memoire sur ia Version arabe des lirres de Moise, a Tusa^e des Samaritains (in den Memoires de l’Academie XL1X p 131). In einer andern Glosse dieses Pent.'s sib. p. 141) ist Abu'l-Farag" Harun citirt, der aber nicht mit unserem Ibn Asad verwechselt werden darf; denn dieser ist älter und ist ebenso in zyirfr# rjüD erwähnt (s. Not. Kar. p. 116).' ") In der karäischen Ueberlieferungskette des Iefet ben Z a'i r (Dod Mard.' 11 b) wird A h r o n A b u'l - F a r a g' (Njrib bx 13N pH») zu einem Empfänger von Josef b. Jakob el-Kirkissiam, der um 930 gebl., gemacht. Uebers. 29