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Der Orient · 1850-07-20 · 29 (20.7.1850) · p. Spalte 451-452

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Journal
Der Orient
Volume
1850
Issue
29 (20.7.1850)
Date
1850-07-20
Page
Spalte 451-452 (sequence 2)
Language
German
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451 Studien. Abhandlung über Jona Jbn Ganäch, Nachricht über Ahu'l-Walid Merwän Jbn Manäch und über einig c hebräische gra m m atische Schrift st e ller des zehnten u n > elften Jahrhunderts. Nebst der Einleitungdes Kitab ei-Luma von Jbn G'anäd), arabisch re. von d. Munk. Aus dem Französischen in dem Journal AsieUitjue (April 1850) in's Deutsche übersetzt von Jul. Fürst. (Fortsetzung.) Jeschu^a ben Jehuda, der den Beinamen ha- Säten (der alte, Scheich) führte,15 ist derselbe Schriftausleger, welcher von einem christlich-arabischen Schriftsteller der Scheich Abr/l-Farag" Zbn As ad genannt wird." Ohne Zweifel ist es auch derselbe el-Scheich A b u'l-Fa ra g", von dem Abraham ben David in seinem Buche der Ueberlieferung (Sefer Ha-Kabbala) spricht/' dessen Schüler Jbn el-Tarras aus Kastilien in Spanien den Karä'ismus eingesührt/b Niemand bis jetzt hatte diese Identität wahr¬ 15) Siehe: Beiträge zur Geschichte der ältesten Auslegung und Spracherklärung des alten Testaments von Ewald und Dukes H. p. 29 Aniri. 1.* *) Er heißt n^un ’J3 bo Vddm rroin byy ip'.n )ptn oder *npD '33 my jpi mir? P iipiL" oder auch!iy.c7' ^3 •nnbpn ^siebe das.). 16) Siehe die einleitende Abhandlung an der Spitze einer handschriftl. arab. Bibel (Ms. arab. der Bibt. Nat. n. l), die durch Schnurrer tationes plnlolo^ico-ciitieae p. 204) veröffentlicht wurde. 17) Die Stelle (ed. Vened. 1545, 4. S. 32 d) lautet: 13 N ITH ’SSH pN3 (D’J’DH ) Pis'Dl C3n’33 VTllDSy ipNNL" insbiS*. Uebers. 18) Siehe Sefer ha.-Kabbala I. c. Qz. Jost der mit Unrecht annimmt, daß Abraham ben David da von einer hungern Begebenheit spricht, weist dem Scheich Abu'l-Farag das Jahr 1100 n. Ehr. an (Jost, Geschichte rc. VI. p. >56); die Wahrheit ist aber, daß zwischen der Einführung des Karäismus in Spanien, durch Jbn el-Tarras (nicht Jbn el-Tedam, wie Jost schreibt) und seiner Verbannung unter dem König Kastiliens, Alfonso VIH. Sohn des Raymond von Bourgogne, ein Zeitraum von ungefähr 200 Jahren liegt.* Wahrscheinlich durch die in Spanien verbreiteten Abschriften der Werke des Jeschu'a (Abu'l-Farag*) und Jefet geschah es, daß Jbn Esra diese zwei Kommentare gekannt und sie daher auch sehr oft citirt. *) Für die Geschichte des Karä'ismus und dessen Schicksal La Spanien ist jene dunkle Stelle in Sefer Ha-Kabbala, die wir zu citiren angefangen, höchst wichtig und interessant. Es heißt daselbst: „daß der Scheich Ab u'l-Fa.ra g' <Jeschu'a ben Jehuda) in Palästina gelebt, und zwar in Jerusalem^ ein gewisser Jbn el-Tarras aus Kastilien wanderte nach Palästina und lernte dort den Abu't-Farag' kennen. Jbn el-Tarras wurde vvn Abu'l-Farag' zum Karaismus verführt und verleitet, schrieb sein Werk ab und verbreitete es in Kastilien, in seiner Heimat, nachdem er zurückgekehrt war, wodurch er Viele zum Karäismus verleitet. Jbn genommen. Ohne in dieser Hinsicht hier in ausführliche Ent. Wickelungen einzugehen, wollen wir blos einige Beobachtungen mittheilen, welche für die Wirklichkeit der von uns behaupteten Sache genügen werden. Man berichtet, daß die ersten karelischen Lehrer den Heiraths-Verboten unter Verwandten eine solche Ausdehnung gegeben haben, daß unter den Kn-! räern es schwer wurde zwei Personen zu finden, denen es nach j dem Gesetz sich einanderzu heirathen erlaubt gewesen wäre. Die! Gelehrten sind zu dieser Uebertreibitug gekommen, weil jfe | den Schriftwerken (Lev.!8, 6): „Niemand soll seinen Blutsverwandten sich nahen" im weitesten Sinne gefaßt und Analogie neue Verwandtschaftsgrade, außerhalb dieser angegei benen Ausdrücke im Schrifttexte, zusammengesetzt haben, weshalb man sie die Z u sa mm e n s e tz er oder die Anhänger der Zusammensetzung genannt.'" Um jedoch die verdrießlichen Schwierigkeiten, die aus einer solchen Auslegung des Gesetzes sich ergeben haben, zu beseitigen, stellte ein Gelehrter des zehnten Jahrhunderts, Josef ha-Roe'h, gewisse Hauptregeln auf, welche zur Grundlage einer xsvs nünfrigern Schriftaustegung dienen sollten. Jeschu'a ben Jehuda, Schüler des Josef, nahm diese Hauptregeln mir gewissen Einschränkungen an. Die karaischen Schriftsteller nennen beständig in erster Reihe, wenn sie von den Gegn e rn der Zusammensetzung sprechen, die zwei Gelehrten Josef und I e s ch u* *a. i0 Jefet ben 3 a i x.21 el-Tarras wurde das Haupt und der Apostel des spanischen Karä'ismus. Nachdem Jbn el-Tarras gestorben war, hinterließ er eine gelehrte Frau, welche Die Partei e l- Mrsalima nannte, und diese bildete dann die karäische Autorität und alle stützten sich auf ihre Ueberlieferung. — Später hat der Nasi Rabbi Josef Jbn el-Fara/ el-Kabri eine Macht erlangt, und durch diese Macht suchte er diese Sekte §u demüthigen, ja dann sogar aus allen festen Plätzen Kastiliens zu verjagen, mit Ausnahme eines einzigen Platzes, den er ihnen zugewiesen, da er doch nun einmal die Macht nicht besaß, sie umbringen und vernichten zu lassen. Nach dem Tode des Nasi Rabbi Josef hatte der Karäisnius wiederum Macht gewonnen, bis endlich unter Alfonso VI!!, unter dem Nasiat des N. Jehuda b. Josef Jbn Esra, da wurden sie denn endlich ganz aus Kastilien vertrieben/' 19) Nämlich D^V oder SDVI arabisch 'ssiehe Notitia Karaeor. p. 25). In einer ^Glosse des sarnaritanisch-arabischen Pent/s (arab. HS. der Bibl. Nat. n. 2 und 4) zu Kapitel 18 des Lev. stehen die Worte: UJ« l^o StkuwUJI Laoju w-jÜLä* i)<2ß d. h. was die Karäer anlangt, so machen sie . falsche Zusammensetzungen und verhindern in dieser Weise eine große Anzahl Heirathen, die sonst erlaubt sind; aber einer widerspricht den andern. 20) Ahron den Josef in seinem Mibchar (zu Lev. 18, 6) drückt sich darüber in folgender Weise aus: nyT) 'am 3i3in 'bpa 'n.i D’p^n veh np^ru a'Nipnra

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