Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1850
- Issue
- 29 (20.7.1850)
- Date
- 1850-07-20
- Page
- Spalte 449-450 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Iltcrrtturblatt des Orients. Berichte, Studien und Kritiken für Mische Geschichte und Literatur. M 39. Leip zi g, Leu 20. Juli 1850. Zn ha lt. L it er a t u r : B e r i ck t e. Mit au. Bibliographie von Wunderbar. — Studien. Abhandlung über Z-rra Jbn G'anäch von S. Munk, übers, von Jul. Fürst. — .Ueber die ersten Sammler der Psalmen. Von H. PH. R e e. — Ueber einige popitlarmoraliscke Werke von Leop. Dukes. — Ergänzungen zu Luzzatto'ü Betulat bat Jehuda von Dr. Carmvly. — Kritjken. Kurze Uebersichten. Dr. Kampf's Rede über das semitische Sprachstudium. Angez. v. Dr, Fürst. — Ankündigungen. Literatur - Berichte. Mitau, im Mai!850. Indem ich nach einem zehnjährigen Wicken als Lehrer an der Lsrael. Schule zu Riga, nun in meinen Geburtsort in Mitau, wohin ich als Haupt- Migionslehrer an der daselbst vor wenigcn Wochen eröffneteii israel. Kronsschule berufen worden, zurückgekchrt bin, hege ich die Hoffnung, daß die geehrten Leser des Orients, welche bis hierzu meine in diesem Blatte enthaltenen, aus Riga datirten Artikel eine Reihe von Jahren mit gefälliger Nachsicht gelesen haben, ihnen nun auch von hier aus ihr Wohlwollen nicht versagen werden. Und so erlaube ich Miedern auch in gewohnter Weise über die neuen Erscheinungen auf dem Gebiete der jüdischen Literatur kurzen Bericht zu erstatten. 1) Die Sprache der Bibel und ihre S chw e st e r d i e A ra m ä i s ch e im phor>e ri schen V erhol t n i s s e zum sl a v i s ch e n S p r a ch st a m m e. Erster Theil: Semitische Nach kl an ge in den slavischen Sprachen. Eine Rede, die zur Aufgabe hat, die Anschauungen des Verfassers über diesen Gegenstand, so wie die hauptgrundsatze, denen er bei der Forschung desselben gefolgt ist, genau darzulegen. Vom Ehrenbürger W. Tugendhold, Sensor u. s. ro. Wilna, 1848$ gedruckt bei M. Romma, 8. 105 S." — Der Verfasser beabsichtigt, falls sich dieser erste Theil der Teilnahme des Publikums zu erfreuen Haben sollte, noch nachstehende drei Theile zu liefern: u) Ein hebräisch - aramäisch-russisch - polnisches Wörterbüchlein mit Hervorhebung der, .in beiden Sprachstämmen, im Semitischen wie im Slavischen, in den Bezeichnungen derselben Begriffe sich begegnenden Homophonie, d) Eine Abhandlung, worin diejenigen russischen und polnischen Slammworter, die so zu sagen, das kleine Wörterbuch des zue Vernunft und zum geselligen Verkehr sich emporarbeitenden Menschen ausmachen, großentheils auf semitische Urquellen zurückgeführt werden; endlich e) eine Abhandlung, wie weit die beiden Sprachst a'mme in ihre Grundanlage auch im grammatischen Bau unter einander kongruirem — 2^ nNi=nn rDN^DT DftDn 1. Heft. Biblisch-talmrrdische Medrem oder P r a g m a t i sch e Darstellung d e r A r z ne i t u n d e der alten Israeliten, sowohl in theoretischer als praktischer Hinsicht. Von Abraham bis zum Abschlüsse des babylonischen Talmuds, d. i. von 2000 v. Chr. dis 500 n. Ehr. Mit Einschluß der S r a a t s a r z n e i k u n d e n n b mit besonderer Berücksichtigung d e r Theologie. Nach den Quellen in gedrängtester Kürze bearbeitet von R I. Wunderbar. Erste Abtheilung enthält: Allgemeine Einleitung incl. d<r Geschichte und Literatur der israelitischen Heilkunde^ Matena medira und Pharmakologie der alten Israeliten. Riga und Leipzig, 1850, gr. 8. VIII und 1 i9 S. Eigentum des Verfassers und in Kommission bei C. L. Fntzsche in Leipzig. Preis f- Thtr. netto. — Obgleich dieser verhält ißmäßig geringe Preis ursprünglich blos für die Subskribenten bestimmt worden ist, und obgleich dieses Heft anstatt dev nur versprochenen ei,-ca 6 Bogen bis zu einem Umfange von beinahe 9 Bogen gediehen ist, so habe ich für jetzt dennoch auch den Ladenpreis nicht erhöhen wollen, da ich überhaupt bei der Herausgabe dieses Werkes nichts weniger als einen pekuniären Vortheil im Auge gehabt habe. Denjenigen resp. Abnehmern, welche wünschen, daß ihre Namen einem der nächsten Hefte als Subskribenten vorgedruckt werden, empfehle ich ihre Unterschriften mit genauer Bezeichnung ihres Standes und Wohnortes den betreffenden Buchhandlungen zur Ueberftndung an mich gefälligst zeitig zukommen zu lassen. R. I. Wun der bar. 29