Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1850
- Issue
- 28 (13.7.1850)
- Date
- 1850-07-13
- Page
- Spalte 445-446 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/8555529-9891031-9891076--6458-3535865- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
445 Studien. Kulturhistorische Miscellen. 446 Pococke Nr. 74. LH. II. auf eüi« der letzten Blätter, welche nicht zun eigentlichen Handschrift gehören. Sie lautet: nicav nnH nu ns cd1 iap nt?N i6’ gin hjj uw inia HDpn pl : D’Dn G1'3 {O1? ^N1 HD jBir bedauern, daß weder der Verfasser noch der Manu, für welchen sie verfaßt wurde , genannt ich. rurb im nriN;n b •pn tj»3 ntFN dj c/'n np^>m nnn jnjn : n’3 moN Dieses Gedichtchen befindet sich in derselben Handschrift Th. Ü. auf den ersten Blättern, wo von verschiedenen Händen verschiedene Gedichte ausgezeichnet sind, oft unleserlich verschnörkelt. Nach dem Gedichte stehen die Worte: nobw ':>nn rü -ihon? jn nby' mpp. Sie ist iiberschrieben onuob, worunter p\sn DiTüN ,m\ verstanden ist, ein Freund des rmyo in Salonik, von welchem sehr viele Gedichte in diesem Bande stehen. Wir werden über denselben bei einer andern Gelegenheit aus- Drlichex sprechen. Won dem rp-nNl nübitf ist uns nichts Näheres bekannt. Dm3N '-inu rwx ]vu by x*' ]Non Darin!? .pon *fi nn &' 'iux ^01 'O'B ipnitf rup? mn ippn onm '22b jjsaa jpyo rnpi rurra nmon Tjnn d^hd nWu }n nmb hjinji 5)id wob pnxm ni)22 ■»dvd nr Dipo : ruiom nnn tv nsi Auch dieses Gedichtchen befindet sich Th. II. der Handschrift P o c oke 74 zu Anfang. Literarische Miseellen. Zustände um 1200. Um 1200 n. Chr. war David b. Hodaja Exilarch in Babylonien, und sein Ansehen war groß über die sämmtlichen Gemeinden Vorderasiens und zum Theil noch weiter Der Name desselben ist nicht deutlich geschrieben. Die Familie Ha mon war in Konstantirropel im 16. Jahrhundert sehr bekannt. Besonders Moses und Josef Hamon waren sehr berühmt als Aerzte, Gelehrte und edle Männer, die für das Wohl ihrer Glaubensgenossen viel gelyan haben. hinaus. Der berühmte Reisende Ietnrda Charisi rühmt ihn,1 wie seinen Schweftersohn Hodaja, als die Vorzüglichsten ihrer Zeitgenossen,^ und wenn wir gleich Charisi als etwas stark auftragenden Panegyriker kennen, so lehren uns auch andere Zeugnisse, daß er hier nach einer Verwandlung des Superlativs in den Positiv richtig zeichnet. Der Reisende Petachja gedenkt ebenfalls dieses Exilarchen David b. Hodaja und meldet noch ferner, daß zu gleicher Zeit' sein Vetter Samuel Nebenexilarch gewesen, indem der eine Theil der Großen den David und ein anderer den Samuel gewählt, und als Petachja zu Neu-Ninrve war, wo beide damals residirten, war eine Ausgleichung über diese Rivalität noch nicht zu Stande gekommen. Beide waren von Davidischer Abstammung, beide die würdigsten Männer, das Exilarchat zu bekleiden und wie man fast dem Petachja'- schen Berichte entnehmen kann, scheint die Rivalität der zwei Vettcrn keine Bitterkeit hervorgerufen zu habend Der Sitz deö Exilarchats war damals, wie gesagt, Neu-Niöiroe. (n^nnn DU\3)5 der Namen war noch immer wie vor 12 Jahrhunderten entweder Na si oder Rosch Gola (n^U tCW)), und die davidische Abstammungstasel war schon so in Unordnung gcrathen, daß man nach Gutdünken sie ausfüllre. 4 Dieser Exilarch David b. Hodaja tritt auch bei einer Gelegenheit auf, deren Veranlassung wir eigentlich nicht begreifen, und über dasselbe uns ein Bruchstück erhalten worden ist. Unter dem Exilarchate David's, nachdem fein Gegen-Exilarch Sa m n et bereits beseitigt war, ereignete es sich, daß das Schulhaupt Samuel ha-Lewi^ in ehrverletzender Weise von einer ganzen Partei angegriffen und angeseindet wurde Der erwähnte Exilarch nahm das Schulhaupt in Schutz und erließ einen furchtbaren Bann gegen jene Partei, und von diesem Banne hat sich noch ein Fragment erhalten. * Um dieselbe Zeit war Rektor der Hochschule (Resch Metibta) S amuel ha - Lewi. Diese Hochschule war damals in Bagdad, wo also auch der Rektor lebte, und von da aus erstreckte sich die Autorität des Rektors, wie Petachja berichtet,' über Persien, Medien und ganz Babylonien. Als er einst von einer rationalistischen Partei, die wir weiter nicht näher kennen, angegriffen und in seiner Autorität verletzt wurde, da erließ der Exilarch David einen Bann, der 1) Tachkemoni S. 66. 2) Wörtlich heißt es daselbst: ui vtn~) ("fltPND) DEN" 'M o.b iw ■ nmn imriN pi .timm nbin twi on'jci -»jss 3) Wörtlich lautet der Ausdruck: 'ui nBTn >1U'J31 ’31 IW 1HN1 111 'IDT IDt? -IHN , .13 D'N'W MICH Dt? t'M , 111 jnfD Dill , D’flN ’J3 W cm , bioc? , 111 (TOD D’N'ttO ’Jt? jniN NpN nbu t?N1 DIM^ W'l , b n i pt? '313 napoi 111 '313 G'1:113 G'il?n napvi wm nP i’’~yi. 4) Darüber anderswo. 5) tfrOTlD t?’1 ’tn blDt? ID. 6) 623. d. Or. 1845 cot. 739—40. 7) Sibbub.