Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1850
- Issue
- 27 (6.7.1850)
- Date
- 1850-07-06
- Page
- Spalte 427-428 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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427 428 Studien. Lexikalische Beiträge zum Talmud. Zala a Megala, de quo fuit dictum supra.“ Dicselbe Zeitbcstimmung für die Endschaft des Exils hat von unserem Autor auch Jbn Jachja in seinerUebcr- Lieferungskette (p. 47 a) und auch noch andere jüdische Autoren. Der Graf G i o v a. n n o Pico d e Mira ndola (gcb. 1463, gest. zu Florenz 1494) gedenkt ebenfalls in seinem Werke gegen die Astrologie (lib. V. c. 10, p. 371. 384. 386. 452) dieses Werkes unseres Abraham, welches er redemplio Israelis nennt. Den Verfasser nennt er bald Abraham Hispanus D.T^N), bald Abraham Princeps (arrDN bald endlich Abraham Judaeuö (mrpn dh-ün) und erzählt noch von ihm, daß er der Lehrer Abraham Jbn Esra'S gewesen (ib. 386. 452). Ueber ein Hauptziel dieses Werkes giebt uns folgende Stelle bei von Mirandola (p. 386) schon eine richtige Ansicht, indem er sagt: „Abraham Princeps, cujus audilor fuil Abraham Ayenezra (Jbn Esra), lilmim compesust, quem praeiilulayit de redemlione Israel, quoniam illud operis propositum ut aslrologica yia tempus yenluri Messiae iovesligaret.“ Auch über dessen Zeitbestimmung der Erlösung nach astrologischen Berechnungen haben wir die Mittheilung von Mirandola's, indem er sagt (p. 372): „Abraham Jndaeus A. C. 1464 (soll heißen 1358)18 Messiam eorum Yenturuni dixit, en aslrologica observatione, quod tune scilicet ea primiim redilura eral sideruin dis: posiiio, sub qua olim Moses ex Aegyplo populum reduxerai, et educlis dederat legem.“ Näher wird der astrologische Weg noch dort angegeben, daß die Konjunktion des Jupiter und Saturn im Sternbild der Fische, wie bei der Erlösung aus Egypten, gerade um diese Zeit stattfinden werde. 19 A sa rja de' Nossi (Meor Enaj. c. 43), der in gleicher Weise diesen Punkt des Megitlat ha-Megalla hervorhebt, polewisirt mit aller Kraft dagegen. Er sagt: p&y bD — D.m^N '-d D'DDin nsp bw nNViwn wn nm -ny r)io pnsj' jn "wni nbjon n8.io iDDn N^n na imn noitynn "»tob aosinb orajn idt wns 'di nbyn -mosn mViun nrononi ddddh 'üdwd nyi by bbin by tob bto^h bio |\>n p tob nnw tob) wo tb nNin rpwin rpiNin MN' tw Lnsn 18) Daß in dieser Zahlbestimmung ein Schreibfehler sein muß, sehen wir schon aus Abravaml's Ma'ajne Ha-Zoschu'a, oder Daniel-Kommentar (Mc?aj. 11. Tam. 10), wo es heißt: ”ttni N^n Yn d-h3n N'nwrn myo 'i jwn im rwo w n"’p ruaa o i'nbn pan, wie auch aus der oben angeführten Stelle aus dem Fortalitium. 19) Gegen diese astrologische Verirrung schrieb Ioh. Frischmuth eine eigene Abhandlung, betitelt: Dm. de Judaeorum amentia ex conjunetiune Saturni et Jonis ln sidere piseium adventum Messiae judicari praesumentiani. Jena, 1677, 4; aber früher schon, und aufrichtiger Asarja de' Rosst (More Enaj. c. 43). 'in litt 020 ’w naru 2sa in N2Ntt D201? nnspo an^itt.5 nipn mty in 8n-ic?' n^njn Nin bfem 'O5 roiyan. Dasselbe über dic astrologische Beweisführung in diesem Buche spricht Js. Ararna in seinen, 'Akcbat JizchaksPf. 56 ed. Prcßbnrg II. x. 267) a„s, mit den Werten: i^ap 'a2lia NLp 5'n I22lv ny ■— __ onono nui’^n nnanana doi nno^n ttt'pn Hntünttf 102 o'piy nia'a 5J'by raj/tp oaayn bib r,2D msDn tt"n '■) 12 dhijn 01 am nmin nibjo dot d’dspd Non1? nb-ia NTpjn. 5tddd HJDD cni'i?i 'Lp! pND V522 nTlDJnDl lflbiw D’TüO od dob' awb nt 822 1'IOV Tvtt? not^i cyj nupan ^pn rubsn ba onn d’^dk/dd ■5523^5 ^3) np’DDn D’iDiyn D’j'jyn 'as^a^ nnosy na ^>22 njm hnt TiLtt Dtt o ,35.12 DniVyntü vnu2^n pia“? ,nyi ais&^i ii5.!^ Yrbm na ^22 djo« : iai'in2 N23 .'525 121 D"5p' mb -,’nyii (Fortsetzung folgt.) * Lexiksrlische Beiträge zrrm Talmud. Von Isr. Böhmer aus Warschau. Unter bem Namen Astrolog, Astrologie haben die Talmudisten rheils das Schauen der Zukunft und der Schicksale der Menschen, theils aber auch die Sternkunde (Astronomie) überhaupt verstanden, d. h. Astrologie war für die doppelte Bedeutung der generelle Ausdruck. In Debarim rabba (par. Nizzabim) heißt es: "ißtt bwDfiS'? NM D'DKQ N7 TiD nDN jnjDiNcy rpiso minn &b jnb nDN? rmnD!?nji ^ibnDDN nnN nn nnrnn p ’UD'nwnjiw n^n nmi^viddnd m D’Qn n^1? DJDJ? TiD'N. 2n 'Erubin 55 a hat Mar S odj an an diesen eigentlichen Satz behauptet, wahrscheinlich als von Samuel herrührend, und die dabei vorkommende Erzählung über Samuel paßt natürlich auch besser für Jochanaa. Die Stelle lautete: ->^N JJDP ,jon D'b ^dyq üb) , nn ^djd NSDnwb , ton j^6r«L3DN3 n^i ]n)nD tob) tob togon tob tobi tpd inb 'iDto? toin. \jibrm* um btoiovb nb to'üb pDJ"l ]TyD tobto ira NJ^ya 1 Jedenfalls sehen wir daraus, daß Talmud und Midrasch unter Astrologie auch Astronomie verstanden, da wir von Samuel wissen, daß er sich mit Astronomie befaßt. Der "Aruch kennt nur die Bedeutung von Astrologie in unserem Sinne, wo es Sterndeuterei sei und die Beispiele, die er anführt, sind daher nur für diese Bedeutung. Er übergeht daher unsere Stelle. Für die 1) Jn unseren Editionen fehlt der Haupttheil des Passus, aber die Tosafor haben noch so die Stelle vor sich gehabt, wie man aus den Tosafot zu Ta'anit 7 a ersehen kann, wo auch eine Erklärung dieser Stelle.