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Der Orient · 1850-07-06 · 27 (6.7.1850) · p. Spalte 423-424

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Journal
Der Orient
Volume
1850
Issue
27 (6.7.1850)
Date
1850-07-06
Page
Spalte 423-424 (sequence 4)
Language
German
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423 Studien. Abraham b. Chijja. Eine Skizze. 421 Literarische Analekten. Abraham b. Chijja ha - Srfardt aus Bareellona. Eine Skizze« In der Probenummer einer neuen hebräischen Zeitschrift pnj,1 bei welcher Nummer es geblieben ist, gab Herr Prof. Dr. Goldenthal hebräisch eine kurze biographische Skizze über Abraham b. Chijja, genannt **0 anna« 'n nnbin,2 und in dem rpDNH 'd des Hirsch Phil ippowSky^ kündigt der Herausgeber die Edition des mayn.nDD von unserem Abraham nach zwei alten Handschriften an, womit N’BOn 'd, das auf der Pariser Bibliothek liegt, verbunden werden soll. In Erwartung, daß Hr. Ph. in London, durch Aufmunterung des LB. d. Or. sich vielleicht dazu entschließt, mehr als eine bloße Te.rtesausgabe zu geben, zumal er an einem Orte weilt, wo er alle Schriften Abr.'s übersehen kann, versuche ich hier alles das zusammenzustellen, was wir ohne Einblick in die Schriften, bloö durch Sammlung der zerstreueteu Notizen, erfahren können, mit dem Wunsche, daß Hr. Ph. diese Anregung benutzen und eine ausführliche Biographie dieses bedeutenden Bareelloneseu geben möge. Ich lasse die Notizen über seine Schriften schon darum vorangehen, da das Wenige, was wir über seine Persönlichkeit wissen, doch nur erst Ergebnisse aus dessen Schriften sind. Die Studien und Arbeiten dieses gefeierten Abraham erstreckten sich freilich zum großen Theile nur über Arithmetik, Mathematik, Astronomie, Astrologie und Kalenderkunde, und der von diesen Wissenschaften handelnden Werke im Allgemeinen gedenkt bereits Jedaja Pen in i in seinem berühmten Schreiben an Jbn Adrat* als die besonders hervorgehobeu zu werden verdienen; allein, wie man ans noch erhaltenen Handschriften weiß, waren auch andere literarische Bethatigungen ihm nicht fremd, die er weniger im Dienste jener Wissenschaften als in dem des Judeuthnms gearbeitet. Man braucht nur in dieser Hinsicht an sein berühmtes viergethciltcs Moral werk Hegsou ha-Nefesch (ras Sinnen der Seele) zu erinnern, das mit jenen erwähnten Wissenschaften nichts zu thun hat, oder an sein fünsgethcilteg Werk ü der die Erlösung und die Auferstehung, genannt Megillat Ha-Me- 1) Im Jahre 1845. 2) S. 7—12. 3) Leipzig, 1849, 8. S. LB. d. Or. 1849. 10 und vergl. e. 216—18. 4) Iggeret Hirriazlut. Da heißt es: nao) UD Ql miapnai nsoca cran onoo (N^n nzyn nioai niiDnai. \ gella Sod ha-Gc'ulla. das Ibn Esra° Seser Ha-Kizzin nennt, wenn gleich auch diese vom Geiste dieser Disciplinen durchwehet sind. Wir wollen nun diese Werke der Reihe nach anszählen: I. 3H ]1DH n£D. Der vollständige Titel dieses Moralwerkes ist: nppna * naisyn tt'DJn pyn ->dd niDyn : omoy nyan** * nasu rrmrfnSyrnaitönn : lroom moi ' inmm o^yn nbnna - ptewn bj ntn o^iya * irwyt> mub aiö no wn nioyn ' inytan» Nüinn bw * wbwn -royn : wn * gTn nsiDNa -noyn : maipr« incroa irpnriNi oSyn rpoi : Diesem ausführlichen Titel nach, den Luzzatte^ und Delitzschs vollständig mitgetheilt, besteht also dieses Moralwcrk ans vier Abschnitten (D,HiDy>, von welchen der erste ,,über die Schöpfung der Welt, ihre Ordnung und Beschaffenheit", mit Bezug auf den Menschen, als die Welt im Kleinen 8 handelt, der zweite ,,die dem Menschen auf Erden obliegenden Pflichten", der dritte ,,die Buße und die Reue" bespricht und der vierte endlich ,,über den Tod des Menschen und über seine Zukunft" handelt. Der erste Abschnitt im Buche selbst ist noch überschrieben9: niDyn ormv noN p^y ntmicma * ■pun n nnna ptcwn 'Dl "jna iT0Dn N^n na.- Am Schluffe stehen feigende Verse: ' w bo ioa * jr^y vxd> nbnn-« inJnn - wy pnsp * y^' nSi mo' yn onw niain wy nten - Nna> icy * Nno mno 2bi : wns dn niptc'nb - nny mpoi * rro1 pn nN3 Man sieht aber daraus klar, wie die Kopisten oder vielleicht schon der Verfasser dieses Werk in Kürze jpann nDD nennen konnten, ohne daß man an die philosophische Bedeutung dieses Wortes denken darf^. Handschriftlich liegt das Werk aus der Nathöbibliothek in Leipzig (eod. XV. a) ,1J bei Luzzattto in Padua, im Vatikan u. a. Das Buch war auch p\m 'D nawnn nberschrieben, 14 auch noion nso, wie man aus 5) Zu Dan. 1!, 30. 6) Kerem Chemed VII. S. 77. 7} Karat. Nr. XL. 8) Darum konnte Wolf i^BH. I. S.53) diesen Abschnitt beschreiben: 0« origiiie ei natura. hominis, et •mirabilthunautii corporis sirurtura, 9) Del. I c. 10) Das pvjnn 'D. dessen Immanuel (Machb. 8.!8.21) gedenkt ist damit nicht zu verwechseln , wie S. Sachs in Ha-Iona (S. 72) gelhan, da dort wirklich eine Logik zu verstehen und auch unser Abraham gar nicht genannt ist. 11) Del. Kat.!. c. Es enthält c 29 Blatt in Folio. 12) Ker. CH. VN. S. 71. Es enthält 33 Blatt. 13) Bartolocci I. p. 25. Dorr in 4. 14) Del. 1. c.

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