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Der Orient · 1850-06-08 · 23 (8.6.1850) · p. Spalte 365-366

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Journal
Der Orient
Volume
1850
Issue
23 (8.6.1850)
Date
1850-06-08
Page
Spalte 365-366 (sequence 7)
Language
German
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&65 366 Studien. Einiges über die Engellehre. verloren gegangenen Stamme ^b abgeleitet. Im Aethiopischcn wird laaca, im Arabischen mit Transposition der Buchstaben alaoa, „senden" und so auch das hebräische Wort „Bote". Kimchi (zu Jes. zz, 2) sagt: n'bw byi n'bw by tqw 'pbü c\bü ,jnn. OnkeLos übersetzt daher überall, wo das Wort nicht Engel, sondern Bote heißt, durch pJitw; dasselbe Wert aber gebraucht der Chaldäer auch zur Uebersetznng des iwtem (Job. 4, 18). — Der Engel erscheint in der Bibel auch niemals als ein selbstständiges Wesen, sondern stets als Bote zu verkündigen, oder auszuführtn den Befehl Gottes, er nennt stch den Herold Gottes (Jos. 5, 14). In dieser Eigenschaft aber genießt er göttliches Ansehen. Sein Allschauen ist wie das Scharren Gottes gefährlich (vergl. Nicht. 13, 22; Malach. 3,2 mit Erod. 33, 20), der Ort, auf dem er sich befindet ist heilig (vergl. Jos. 5, L5 mit Exod. 3, 5), sein Befehl muß streng vollzogen werden, da er nicht verzeihen darf (Exod. 23, 21). Andererseits aber stellt sich folgende Rangstufe seines Wesens heraus. Er ist entweder nicht fehlerfrei n!?nn D’Bn raNtaai (Job. 4, 18), oder er besitzt die Kraft für den sündigen M-cnschen Gottes Gnade zu bewirken (ibid. 33, 23) pta, oder er handelt ganz im Namen Gottes 'DW ’D mpa und verlangt strengen Gehorsam (Exod. 23, 21). In der Stelle )b bbsn' 'D ti/w not f^b dni (1 Sam. 2, 25) scheint der Schriftsteller an jene Eigenschaft des Engels als eines Vermittlers nicht gedacht zu haben. Es giebt gute Engel übw on!?o (s. Kimchi zu Jes. 33, 7, der' es im Sinne von Engel nimmt), ^bü fta (Job. 33, 23), man (Malach. 3, 1), D'oro man nann ^bn (Sach. I, 13) re. und böse Eriget D'jn E)nPd (Ps. 78, 49), mD (Prov. 16, 14), rvnran (2 Sam. 24, 16), ’nttN (Prov. 17, 11) re. — Eigennamen der Engel finden sich in der Bibel nur selten, z. B. ^nd^e, der auch irun nty heißt (Dan. 12, 1), ^Nna.1 (ibid. 8, 16) Ulld ^NiN welches Kimchi (zn Jes. 33, 7) im Sinne der Rabbinen als Eigennamen erklärt. Der Engel selbst verweigert seinen Namen mitzutheilen (Nicht. 13, 18; Een. 32, 30. Der Satan bildet den Gegensatz zu (Sach. 3, 1), doch heißt er selbst so (Num. 22, 22 s. Jbn Esra z. d. S.). Eine eigene Klasse der Engel bilden die mntp, welche Jesajas (6, 2) näher beschreibt; Ezechiel thut dies bei den NM (C'zech. 1, 5, 15). Die Engel erscheinen entweder im Traume (Gen. 28, 12; Jbn Esra sieht jedoch hierin nur die Imaginationen nEorin DD^nD), oder des Nachtö beim wachenden Zustande des Menschen (Sach. 1, 8), oder am Tage und zwar entweder in menschlicher Gestalt (Nicht. 13, 10) oder er läßt blos seine Stimme vernehmen (Gen. 21, 17). — Der Satan ist, obgleich Engel, dennoch neidisch (siehe Jbn Esra zu Job. L, 6), er gehört mit zu den Engeln, die an einem bestimmten Tage vor Gott erscheinen und Rechenschaft ihrer Handlungen abgeben (ibid.). Ein Engel hat die Aufgabe, die Worte de§ Menschen zu verzeichnen (Pred. 5, 5). Der Engel, der mit Jakob rang, wurde von diesem besiegt (Gen. 32, 27; Hof. 12, 5). Zuweilen ging der göttlichen Theophanie ein Engel voraus (Nicht. 6,. 11—14). Der Engel ist allwissend, er besitzt eine hohe Weisheit (2 Sam. 14, 20). Einige Engel, besonders der Würgengel, erscheinen mit gezückten Schwert (Jos. 5, 13; 1 Ehr. 21, 27). Auch gab es Schutzengel (Ps. 34, 8; Gen. 24, 7). —> Aus eine nähere Kritik der angeführten Bibelstcllen, die zur weitern Forschung reichlichen Stoff bieten, wollen mir diesmal nicht genauer eingehcn. Dr. L. Lewysohn. Literatur- und kulturhistorische Miscellen von Leopold Dukes. Der Kommentar des R. Abigdor zum Pentateuch. Da Aunz unter andern in seinem Werke zur Geschichte und Literatur dieses Werk erwähnt, so möge hier bemerkt werden, daß derselbe nicht komplett ist, und übrigens auch keinen Werth hat, es sind kabbalistische Es sind - nur ty»Eijr6, es stehet nicht, daß sie von Abigdor Kara sind. Ueberschneben ist diese Rubrik mit den Worten;pnaN Vi mj'aN dditi ’dd D'btto apte nspD pp* Die Blätter der Handschrift selbst, die allerlei Piecen enthält, sind oft versetzt, und stören den Leser sehr. Uebrigens enthält dieselbe nicht sehr viel Brauchbares." *) Die Handschrift befindet sich Hunt. Nr. 352 (Ure Nr. 345) und enthält a) -nVr6 p~H 1->M (Es ist dies der enpn rTUN des Nachmanides. b) napn öian ma!?n (5 Abschnitte. Ohne Werth). c) Die besprochenen D^p^. ü) Kommentar zu rnDN rpOE kabbalistisch, anonym, e) nDtyn fWDD TO (ebenfalls kabbalistisch. Nur 2 Blätter stark. k) ^.in by 1DND (Ueber SeelenDnnderung). Die Elirleitung beginnt mit den Worten: 'NdeLQ fj I’D'l p nnpo TD C)bw DN1D.T TDtt by tdtd n’öö NDipio Tp ’n'inu'D in« oniip — .map -pm wo 'ntynvi no rm Wun td Die Abhandlung selbst fängt mit den Worten an nniDD hd Nin pp >d jiit tdi a'Dint rPinn1? Nim mma 1DD D’N’D^n ,'*ID'!Dl HlClpiD HDIflD .1TND VD1 U’ljn — .n/3 KOKi? (Nur 2 Blätter stark. Vergl. unsere literaturhistorische Mittheilung S, 21 Note 1.

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