Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1850
- Issue
- 23 (8.6.1850)
- Date
- 1850-06-08
- Page
- Spalte 359-360 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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359 Studien. Die ersten Sammler der Psalmen Davids. 360 3 Es ist diese Erklärung nicht übel, die ander» Erklärungen scheinen uns begründeter zu sein. (Fortsetzung folgt.) Zur Erforschung: Wer der . erste Sammler der Psalmm Davids, und somit auch der Verfasser der Psalmenschristen war, von Hartwig Ph. Nee. III.* Von dem König Salomon heißt cS — 2 Chron. 5, 1 und 8, 14 ff. — daß er, nach Vollendung des Tempels, alles nach Vorschrift seines Vaters David anjw kmn rbym : pyn paa nmajn manbi inbit pnm mbyo D^cam rnrnarn npnmn by nun i'byiao ddh wjrn sypyrn uh imi ab yno mts'pyn a tw tid') aid tff’N sop’ Ninn ninan man yiotybi a'L'pnb nu rniyyiiab yvv' Nb dn 'a ab jid mano lam p'mta Nim bapni 3'basn in1 nayb yaity Nim manb avp' Nbi nbiyb pnim aia lVNi abn jid -p by iniNW Dny-i; ab jid mann prnn' ia by DiN ua hnj^d Nach dieser 'Erklärung wäre die Stelle zu übersetzen: „Von seinen Ansichten ist der Starrkopf befriedigt, der gute Mensch wendet sich von ihm weg." Josef Kaspi, der geistreiche aristotelisch-hebräische Lexikograph, in seinem Wörterbuch genannt *^C0 (vgl. unsere Notiz darüber in diesen Blättern 1847 S. -181. 1848. Nr. 41. 42), giebt folgende Erklärung von dieser Stelle, welche ebenfalls sehr geistreich ist. bj? unDiW 12a ubniD nimm D’Dysi-nby Min) by N-b law' ton abnion paj m nya nsa didn pj ’ini nan in tod ia tw “an by th noiba ('r totid ton j’bsm iNip' by P"») by Dpn najn dnj ’ntw noiba (n"1 ’b&yo) aia b”n nbyoi Db jid yaty> nt^ND pn yaL" Nb aia e/'n bai in-wn nw naa pan wan nibjjoa,, niron ~idne> ma man pi yby .noann todd ddusd nn "'ut?ao nbysb Der angeführte Vers lautet ganz 132 nbyob van □’ts'jjiaa ■pin r^'Dini “JiiDna man -pta nanb "wy nibyoai : -,vnb jnub pnn 'a nmn Auch Simon den Ae mach Duran in seinem pß nnx S. 54 führt diesen Vers an. Derselbe hat wie bei uns 'tfl t)D»l DWJJDS. (Dieses Berschen ist aus dem priDSri 'lyw -linpn rvpm mW) entnommen.) *) ÜB. des Orients Nr. 19, 1850, Col. 291 Zeile 3 v. o. Psatmen-schriften l. Psalrnen-Ueberschriften. geordnet. Ja, in Hinsicht der Menge der Opferthiere war die Zahl bei Salomo viel größer als bei David. 2 Chr. 1, 6. Aber eine Uuübereinstimmung, wenigstens in bcn spätem Tagen- Salomo's, fand jedoch statt. Nach dem Geiste in seinen Schristen: Kohelet und die Sprüche , nahm sein. Charakter eine mehr philosophische und vorzugsweise eine belehrende Richtung. Er empfiehlt oft Weisheit, Einsicht und Kenntniß, ermahnt auch öfters zur Gottesfurcht. Aber von vielem Beten und Absmgung von Lobliedern im Tempel ist in diesen Schristen i)te. Rede gar nicht. In dieser Hinsicht mußte bn ihm eine Unzufriedenheit emtreten, namentlich gegen Asaf, wegen der Aufnahme der vielen Lob- und Dairklieder in fcir $17161^(^11111161113} solcher nämlich, die nichts als Hallel-Gesänge — wie z. B. die letzten in dem Psalter — enthalten. Während David sagte: „Ich freue mich mit denen, die zu mir sprechen: lasset uns in's Hans Gottes gehen." — Pst 122, 1. — heißt es in Kohelet 5, 1: „Sei nicht vorschnell* mit deinem Munde und sei nicht geschwind, Worte auszustoßen vor Gott, denn Gott ist im Himmel und du bist aus Erden, drum seien deine Worte wenig." G’DJäd -pm OT p-ty« — Ueber die Worte prrnn n^np wpn ik 12, .10 bis zu Ende dieses Buches, weiter unten. — So viel auch Salomo versaßt hat, lieferte er zu der Psalmensammlung nur zwei Psalmen, nämlich den zwei und siebenzigsten und den hundert und sieben und zwanzigsten, in denen beiden.— auf welche wir wieder zurückkommen — kein Wort von Lob- und Danksingen vorkommt, während die meisten Psalmen, die Asaf von David anfnahm, voll sind des Löbens und Dankens. — Bei David sind die Worte nmn vorherrschend; bei Salomon WH und ruu und njn, wie z. B. Spr. 1, 2—8; ib. 22, 6. — Von David heißt es, daß er früh und spat gerne im Tempel „weilet". Vergl. Ps. 84. — M. s. diesen Psalm in Uebersetzung in unfern „Forschungen über die Ucberschnfteu der Psalmen. S. 69 — sogar ließ David die „Schlüssel zum Gotteshause" in den Händen der Leviten, daß sie frühmorgens öffnen sollten, npab npabi nnDDn by Dm, l Chron. 9, 27, und mitten in der Nacht stand er auf Gott zu loben und zu danken, Ps. 119, 62: p nmr6 rbh nm Von Salomo heißt es dahingegen in einer Pesikta, daß die Leviten die Schlüssel vom Tempel bei ihm abholen mußten und bekamen sie eines Tages erst so spät Vormittags, daß der Frühopferdienst sehr spät verrichtet wurde, welches ihm jenen Tadel seiner Mutter Spr- 31, 1-—9 zugezogen hat. Diese Tradition ist citirt von „Rasch!" und von „Biur" zu Spr. 31, 1. — Im Ps. 77, von Ufas, heißt es V. 7: »TW nWo 'Mw — wahrscheinlich zusammen mit David.