Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1850
- Issue
- 22 (1.6.1850)
- Date
- 1850-06-01
- Page
- Spalte 343-344 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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343 Zb» Esra's Commentar zu Ester, angezeigt von Dukes. 344 ken allenthalben erscheinen, die Neigung zu epigrammatischen Wendungen, die demselben eigenrhümlich ist, hat auch veranlaßt, daß man ihm auch allerlei Gedichte zugeschrieben hat, von welchen einige nicht demselben gehörenG andere zweifelhaft sind.7 Eine gewisse Dunkelheit charakterisirt alle Werke des Ibn Esra. Diese Dunkelheit hat eine zufällige und eine prinzipielle Ursache. Seine reisende Lebensart trug zufällig dazu bei. Principiell aber ist dieselbe durch die Ansicht, -aß man nicht Alles entdecken darf. Diese Ansicht hat ihren tiefen psychologischen Grund. Man wollte die Allegorien, welche man in die Bibel hineintrug, nicht profaniren, oder vielmehr man wollte nicht zeigen, daß man Profanes in die Bibel hingetragen hat. Die biblische Stelle -cn “inDn ü'fik TDD ist der Ursprung dieser Anschauung. Diese Ansicht, gewisse Dinge nicht dem großen Haufen mitzutheilen, oder wie es neutestamentlich ausgedrückt ist „ werfet nicht die Perlen vor die Schweine"^ ist der Neuzeit auch nicht fremd. Und der Kampf der Aufklärung mit der Stabilität beruhet doch nur darauf. Das Buch Esther bietet, seinem Inhalte nach, nicht so viele. Schwierigkeiten dar als andere Schriften des alten Testaments. Insofern ist auch die Erklärung des Ibn Esra leichter als die der andern Bücher. Derselbe hat seinen Kommentar ebenfalls überarbeitet und dieselbe verdient jedenfalls gekannt zu sein. Herr Zedner har sich um die Herausgabe derselben ein schönes Verdienst erworben. Diese Überarbeitung bietet dem Forscher mehre interessante Erklärungen und Notizen dar. Das Exemplar des brittischen Museums, aus welchem diese Edition geflossen, ist nicht sehr korrekt und auch nicht ganz komplet. Die Oxford er Bibliothek besitzt eine Handschrift (Pococke 184, ziemlich gut geschrieben), welche korrekter und kompleter als die Londoner ist. Die ganze Stelle, ü'xxnin 'izb pN hdnh by o ]DTn .idt pi ny mp -byisn hx nsn '2 D'NSfDjn bi nvoya itdd nmy rrn nVDN p"l U'NT * *lb WW JD?n pW pN niNSDJ nttr pa dni niNSDjn moyn ru 'l’pn fDTnw iTPDN — Diese Worte scheinen mit dem Ausspruch Kants verwandt zu sein, „Zeit und Raum sind Formen der Anschauung." 6) A. B. das bekannte 'yDl 'TN )bx, welches von Alcharisi ist; es befindet sich in dem handschriftlichen Tachkemoni (Kap. 50) auf -er Oxforder Bibliothek, und auch in dessen Uebersetzung der Makamen des Hariri. Eins derselben haben wir in TTSDpiW. mitgetheilt. 7) So ein kleines Gedichtcherr, anfangend ^2 Jp'2 jpjpn r131 }", welches wir der Redaktion dieser Blätter eingefandt haben. Verschiedene andere solcher Kleinigkeiten haben wir in diesen Blättern (1843 S. 057) mitgetheilt. 8) So sagt auch Jehuda ha Lewi in einem moralischen Gedichte, anfangend rnpi qn (in der öfters erwähnten Handschrift Pococke 74) -pr)v!?N T'JOD riN 122^ 2p)H mrWND. Mehr über diesen Gegenstand haben wir in dem Aufsatze über die populären Schriften der Juden gegeben. welche in der Londoner fehlt, findet sich hier. Wir lassen die, selbe später folgen. Die andern Handschriften der Oxforder Bibliothek stimmen mit dem gewöhnlichen gedruckten Koni, mentar überein.9 Diesem Werkchen hat Hr. Aedner ein Vorwort vor, ausgeschickt, welches von der stylistischen Seite betrachtet das ungetheilteste Lob verdient, da dasselbe höchst elegant geschrieben ist und Hr. Zedner hat sich dadurch den hebräischen Prosaisten der Neuzeit angereihet. Es enthält die oecidentalische Begrifflichkeit mit orientalischer Färbung, und es ist zu bedauern, t daß Hr. Z. seine Kenntniß des Hebräischen nicht im Dienste der hebräischen Literatur verwendet. Von Seiten der Grundidee aber, welche dasselbe ausspricht, verdient es eine nähere Betrachtung. Wir glauben nickt, daß alle Leser damit einverstanden sein werden. Wir selbst gehören ebenfalls zu denjenigen, die nicht die Meinung des Vorredners theilen. Die Auseinandersetzung dieser Gedanken muß einem zweiten Artikel Vorbehalten werden." Leopold Dukes. 9) So z. B. Pococke 108 (Ure 127); in demselben Exemplar befindet sich auch das Gedicht des Ibn Esra von R. Menachem, welches Luzzato bereits in -oi nn2 Jahrg. 4. S. 143 gegeben hat. Ferner Lond. 115 «Uri 126). Zn dieser Handschrift befinden sich interessante Sachen, die Ure theils unrichtig, theils gar nicht gegeben hat. Ferner ans der Oppenheim. Bibliothek Nr. 25. 10) Wir lassen hier die fehlende Stelle folgen aus dem Oxforder Exemplar. tniht Dtp D’jitp byisn Dtp ('n 'N).niptPTi in D’nins D’b3 cm tp’tp Dyom ptp muo D'T3iy idd D'bma D'n nioipo jtjod ooop D'b33 Tbriraw 3iro nitip iojn nt^D |”) oyoi -oin ■pn w Ton lbo,T T'3 DJ/Dl DT NI.TtP ’D'vn DJIN J’N DnN ti’ti nbo« bptpo by n’ntpm * tn~d T3 '3 npmb p]bnno Nüitp tPDtp.T Ti' |ron T®y3 tprui moyatpuo f)’Dirib l’N l’by pboT DtPtP pnn NIT NIT NT3 - NHD Nb ^’JT TDD3 3'HD TT1 Tbo DJIN ynjb ]’N MODI 1DP3 3T * yiT b"l UMOTp ]ltpb31 DJID3 TDlTp ib DM« ToboT 'DtPT DJI iboT '3T1 3T "]bü mp 103 blU F|VnnD ’DDl 11 ’blN U'Jltpba tPTUP Tbon IPNT3 l'I I'N TI33T ^IDtP M31 b"«j] N’3JT QlOtP' J3 fll TPl Tb J’N ®3 nnboT N'3 DTD ]wb ’OtPl DtPl [/’ 'l 'n TT3 MtPl DiptDTl IDtT by TTl’tP '3T TDnb Dn3J?T DDtPD3 '3 TON T3T sbl '3 T13JQ D’D* DtPtP '3 'T N'3 NSDJ.T «3 P’3 I^DT 3^ 31D3 'j,'3 tPT D1’3 ' DT’JtPb l’TSt D"DTS D’D’TDT niOtPl * T13tP T’TtP p’3 DJIC NU.nb D’mtPDb D'NTtPO L" '3 I^DT 'JD D'NTlPV-T D'DJIT NlNTTb TkPNT3 mbo TD33 T3bDT ’HtP) N» : D’bnJT Q’TtPT TlTtPD 1’TtP D’3tP)’ TT’3T ItPlE'S IVI» innDtP T13JI3 ] N D fl 1 I'J'JI3 N'.T TN TO D31D '3 31TD l’DO NSl’ *)3p TNT.T -]boT P)13p’l ' N3b mnsnJ no'nn '3 13 ny3 Dyor D'OT md by ^3p3 103 Dpi Dtp,TIP 3JI Tb Dtpyi ^t’T3J N3 DyDI yjT TTN yJT fj'D’H 13DD1 3JI nb tP'tP TO,TD N'.T 1*0 1'J'yD iTDlND TVlP