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Der Orient · 1850-05-25 · 21 (25.5.1850) · p. Spalte 333-334

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Journal
Der Orient
Volume
1850
Issue
21 (25.5.1850)
Date
1850-05-25
Page
Spalte 333-334 (sequence 7)
Language
German
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Studien. Die Familie Kimchi. 334 stimmt aus den Worten seines Vorworts zu entnehmen, ob demselben dieser Kommentar Vorgelegen hat.6 Ferner von Benjamin aus Nom,^ von Zosef Kaspi, von I osefben Nachmias p m seinem Kommentür zu liwD,9 von Salomo den Melech in seinem bjoo. 2tuch bei demselben ist nicht ganz klar angegeben, ob derselbe den Kommentar wirklich vor Augen gehatt hat. Eine Einleitung zu dem Kommentar findet sich in unsrem Exemplar nicht. Wir wissen nicht, ob sich überhaupt eine dazu gefunden. Vielleicht hatte dieselbe auch kein seyr großes Gewicht gehabt, denn in der Uebersicht der Massen, und dies ist der Boden, auf welchem sich eine Einleitnng bewegen kann, thut es die heutige Zell der frühern zuvor. Wir wären nur begierig gewesen zu wissen, ob derselbe den Begriff und den Werth der kulturhistorischen Parallele richtig aufqefaßt hat. Wir waren zwar nicht verwundert gewesen, wenn er es nicht gethan hätte, da die Zahl derjenigen, die dies in neuerer Zeit, wo doch die Lektüre verbreiteler ist, richtig aufgesaßt haben, ebenfalls nicht so groß ist als man erwarten sollte.10 Dies aufzufassen, dazu gehört Moren genannt. Derselbe erörtert oft die von ihm benutzten Schriftsteller. Er erwähnt chn nicht namentlich. 6) Derselbe sagt, indem er von den jüdischen Kommentatoren zu spricht: r)DP '"V DDnn N")pDH pnplD - vwn n.sp^q jr\ by 0*76.3; 'im ud in .min pN n,op pa on Da derselbe hier auch David Kimchi erwähnt, von welchem nicht bekannt ist, daß er einen Kommentar zu geschrieben, so scheint es allgemein genommen werden zu dürfen. 7) Auf der Oppenh. Bibliothek Nr. 25 (früher 254. Folio. Ms.). 8) Vergl. weiter unten Note 17. .9) Auf der Michaelischen Bibliothek. 10) Manches hierhergehörige haben wir in der Einleitung zu n&yE) ausemandergesetzt. Ucber den Werth der Parallelen haben wir in diesen Blättern oft gesprochen, und auch manchen Beitrag zur praktischen Anschauung gegeben. Es ist interessant zu sehen, wie eine Anschauung in verschiedenen Zeiten und unter verschiedenen Nationen sich gleich bleibt. Das Hocazjsche (Lat. B. 11. 7) „aut msanit Homo aut versus fecit“ (der Mmlch ist toll oder er macht Verse) findet in dem biblischen nnn yjjltpo (Hosea 9) seine Parallele ebenso (Jerem. 29) yiWD bdh. Es ist dies tog Losungswort des AU tage men schon gegen warme Begeisterung. Der nemestamentliche Ausdruck „übertünchte Gräber" (Ml. 23, 27) findet in dem biblischen rjs^E) O'D nDD vin (Prov. 26, 23) seine Parallele. Es ist das Bild des Unechten, des Scheines, welcher die Wirklichkeit ersetzen will. Vergleiche auch Note 14. Ueber die Sprüche Des neuen Testaments in Bezug auf das alte haben wir niehres in einem größer» Aufsatze gesagt, welcher in Archives isnielites 1849 (Januar, Februar, August und November) abgedruckt ist. Manches haben wir auch in Jewisli chronide (1849 S. angemerkt. Vergl. auch weiter unten Note 14. Solche Parallelen könnten wir gar viele zu geben. Wir las- , eine geordnete Lektüre, welche durch keine philosophische Konstruktion ersetzt werden kann. Das er aber den Werth derselben er'ngesehen hat, dieses beweisen seine angegebenen Beispiele. So hat auch der Verfasser des idd, Menach em den Salomo Meiri, so wie auch Joses Kasp i ebenfalls hie und da ein Sprichwort als Parallele angeführt, obwohl sie sich theoretisch nicht darüber ausgesprochen haben. 11 Wir finden bei den ältesten Schriftstellern Aussprüche der Philosophen neben den Sprüchen der Bibel zusammengestellt." Allen diesen Zusammenstellungen liegt die richtige philosophische Ansicht zu Grunde, daß die Menschheit eine und dieselbe ist, und daß die Grundgedanken der menschlichen Brust immer dieselben bleiben. Schon die Talmudisten haben, indem sie biblische Stellen mit vulgären Sprichwörtern zusammengestellr haben (vergl. unsere Blumenlese S. 8), diese Idee stillschweigend bestätigt. Diese Grundanschauung muß allen literarur- und kulturhistorischen Uebersichren zu Grunde liegen, und diese allein, wenn sie richtig sen hier nur noch eine folgen, sie enthält eine Klugheitsregel, ist aber verschiedenartig vorgecragen. „Bonum est — sagt Publius Syrus, Roms erster Gnomolog — fugienda aspicere, in alieno malo“ (Es ist gut durch das Unglück ins andere einzusehen, was man fliehen soll). Das italienische Sprichwort sagt: „pensa al tua albergu (juando arde il vicino“ (denke an dein Haus, wenn das Haus deines Nachbars brennt). Der Leser wird leicht einsehen, daß diese 2 Sprüche, obwohl verschieden ausgedruckt identisch sind mit Prov. 22, 2 njn Heo DH]/ und das dieser Spruch selbst dem Wesen nach identisch ist mit 19, 28 'Ul HDH yb. Vergl. die Erklärung des Immanuel zu dieser Stelle in den hehr. Beilagen zu unserer Einleitung zu 6b0Ü S» 17. 11) So z. B. in seinem Kommentar Prov. 15, 23. ibd y\mb mjr>„ : idin tsinri bw.pi -pDI1?". Ueber den Ausdruck' bwü vergl. unsere Blumenlese S. 5 ff. Eine Stelle aus dem Drnttfn "0D. wo ebenfalls ein vulgäres Sprichwort angeführt wird, haben wir im Jewisb Chronic] e (1849 S. 336) mitgetheilt« . 12) So bei Salomo den CPebirol in seinem pp^ L7O5.1 niiv; so bei Mose ben Esra in seinem nmy D£On (auf der Or sord er Bibliothek, woraus wir bereits Proben gegeben haben). Eine nicht unbeträchtliche Anzahl findet sich in den niDObn m3in des Rabbenu Bachja, so wie euch bei dem Verfasser der y\y 6ttfD (woraus wir bereits einige Proben in diesen Blättern mitgerheilt haben 1850 S. 106 Note 1, vergl. auch weiter unten Note 26). In dem p^L \31nd des Alghazati hat Abraham ben Chasdai der Uebersttzer ebenfalls viele hebräische Sprüche mit den arabischen zusammengestellt. Hr. Prof. Goldenthal hat dieses Blich vor einigen Jahren herausgegeben. Es scheint nicht sehr bekannt geworden zu sein. Die Bodleyanische Bibliothek (Nr. 392 bei U re) besitzt ein sehr schön geschriebenes Exemplar dieses Werkes. Gelegentlich mag hier bemerkt sein, daß Alghazali auch der Verfasser des D^vyn wnö ist. Abraham ben Chasdai in seiner Vorrede zur hebräischen Übersetzung des erwähnten p*{tj sagt dies ausdrücklich. Das Zeugniß des Elia Lew:La ist sonach überfleißig geworden.

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