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Der Orient · 1850-05-25 · 21 (25.5.1850) · p. Spalte 323-324

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Journal
Der Orient
Volume
1850
Issue
21 (25.5.1850)
Date
1850-05-25
Page
Spalte 323-324 (sequence 2)
Language
German
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323 Studien. Die ersten Sammler der Psalmen Davids. 324 ,TWT war), insbesondere die Leviten , die alle im Tempel als Beamte angestellt waren, und denen David wegen des Gesanges und der Musik besonders zugethan war, haben bei jeder Gelegenheit den Namen Davids und EDttf hervorgehoben. So z. B. in den Psalmen INOU mw I20K7 m und TDy nny 1N2U Ps. 78, 68—70. Nrrn haben einige Leviten, dem König zu Ehren, jeder einen ihrer Söhne nach Männern ans dem Stamme Jehuda genannt. Diese Söhne waren demnach Leviten, da ihre Väter ja Leviter; waren. — Um dem König zu gefallen, bemühete man sich ihnen eine gute Erziehung zu geben; ja David, dem dieses Vergnügen machte, nahm sich besonders ihrer an und bildete sie selbst in Musik ans: 1 Chron. 25, 1. 2. ’>T“by N3JH *)DN. Es wurde Sitte nach demBruder des Vaters zu nennen. yiD war der Stammvater Davids, dessen Bruder mt war. Nun hießen zufolge 1 Chron. 2, 6 vier Söhne des letztem: y-ff | j ]D>n | ]rPX. Ein fünfter, der älteste, hieß hör, der als Levite unter dem Namen NIt vorkommt, worüber weiter unten ausführlich. — Jene vier Namen wurden von verschiedenen Leviten genannt und um das Kompliment an David zu vervollkommnen, ließ man den Familiennamen TDin oder was dasselbe ist THtNfl folgen» Daher heißt es in den Ueberschriften der Psalmen, die von Hem an und Etan verfaßt sind, le-Hcman ha-Esrachi und la-Etan Ha-Esrachi. Asaf und Jedutun mußte:: auf diesen Familiennamen Verzicht leisten, weil sie ihren Amtsnamen — mit dem sie der König als Nom. pr. beehrt hat — fuhren oder zeichnen mußten und auch wollten. Hätten sie, in den Ueberschrifterr der Psalmen, ihre wirklichen Namen angeben dürfen, so hätte es gewiß auch geheißen: *rniNfi statt rpxb und ^mtNn jnvp statt pnmb Hinter den Namen Asaf und Jedutun durste aber der Familiennamen ha-Esrachi nicht gestellt werden, weil es in der Familie des Serach keine Personen gab, mit Namen Asaf und Jedutun. Würde man zu diesen spätem Namen den Familiennamen ha-Esrachi hinzugefügt haben, so hätte es ein Misverständniß in der Genealogie des rrorp p rni verursachen können, da man glauben konnte, daß Serach noch zwei Söhne hatte, deren wirkliche Namen Asaf und Jedntnn waren. — Nun nannte ein Levit Namens 'W'p seinen Sohn jjtn (1 Ehr. 6, 29). Ein anderer Levit, Namens nannte seinen Sohn |üvi (ib. 6, 16). Ein dritter Namens 1TO"I3 nannte seinen Sohn Wo (ib. 6, 24). Ein in der Bibel nicht genannter Levit —- vielleicht einer der obigen —- nannte seinen (zweiten) Sohn yTVi (ib. 16, 42). Jedutun war also wohl ein Bruder einer der andern. — Die beiden letzten waren es nun, denen David die Namen Asaf und Jedutun gab. — . Erwähnter Levit 'erp nahm vielleicht auch Rücksicht auf seinen eigenen Namen, der den David nicht angenehm zu hören war, weil er dem der Familie des Jeminiten des Vaters des Königs Saul, ähnlich ist; deswegen ist es vielleicht, daß Kischi t Chr. 15, 17 die Abänderung Kuschjahu hat. — Möglich ist es auch, daß bw und irrrro zufällig gleichlautend waren mit Namen aus dem Stamm Sauls von idod üD&y, welches Ursache mit war, daß diese auch ihre Söhne nach mn1 ton&y aufs nannten. t>Nr hieß vielleicht gar b)nw,s Gcsen. unter — Daß kein Levit nach dem ältesten Sohn des p mt iTTPP nämlich nor aufnannte, hat wahrscheinlich seinen Grund in den ungerathenen Personen dieses Namens: Ein not war Königsmördcr 1 Kön. 16, 19 und 2 Kön. 9, 31: WN;nn nDT. — Ein anderer war ni^d p nDT, der wegen seiner schändlichen That von Pinchas gctodtet wurde, v— Auch gab es ein feindliches arabisches Land Namens not.— Endlich würde es den David betrübt haben durch *HDt an py oder ~Dy sich zu erinnern, der von Serach ben Jehuda abstammte, Josua 7, 1: cnm byD btnw’> '33 Pyou min’ nüDt> mrp wp py npi. Kirnchi zu Josua 7, 17 sagt, daß dieser Sabdi ri'2 m1 war; soll wohl dann derselbe sein, der 1 Chr. 8, 19 verkommt. Nach Geseniuo, unter min, ist es aber richtiger unser mt p nDT ib. 2, 6. Vielleicht nahm der Koncipient des BuchcsJosua Rücksicht auf den Stamm Jehuda und änderte das ,,Mem" in Simri zu ,,Bct" ab und das ,,Resch" zu „Dalet^ , ähnlich pon und ) aber Serach hatte seinem Sohn Simri zugleich auch den Namen Sabdi gegeben (not, meine Erndte; Milt, meine (Gottes) Gabe). Sv hatte auch *)0N einen Sohn HOT Neh. 11, 17 : wahrscheinlich für not aus dem Stamme Davids. — Zu 1 Chron. 2, 6 heißt es bei Kimchc auch, daß mt p n^T identisch sei mit 'lül also nicht wie oben Dt* n'D &si. — Bei der Rolle, welche Namen damals spielte:? kann man m dieser Art Vermnthungen fast nicht zu weit gehen: Wegen des Wortes -^y wurde ^Dy abgeändert zu ^y. — In 1 Chron. 25, 3 fehlt"’yDiPV wir finden ihn V. 17, s. Kimchi z. St.: Möglich ist es, daß der Koncipient in Rücksicht für David (den er immer ausgezeichnet mn heißt) * den Schimi oben nicht auführte, wegen frTtf p 'yM 2 Sam. 16, 5. Bei diesem Namen fiel ihm gleichsam die Feder aus der 5) 1 Chron. 6, 21 Joel, wofür 23. 9 Saul. 6) Spielt doch noch in unfern Zeiten ein Kaistrnamen eine wichtige Rolle in Frankreich. — 7) So haben mehrere Abänderungen Ursachen. So das Ales in 'ml**, weil sie keine geborne cmil waren, sondern aufgenannt.

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