Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1850
- Issue
- 21 (25.5.1850)
- Date
- 1850-05-25
- Page
- Spalte 321-322 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/8555529-9891031-9891064--6389-3535761- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Rashi 1× ep/1002670
OCR text
des Orients. Berichte, Studien und Kritiken für jüdische Geschichte und Literatur. M 31. Leipzig, den 25. Mai 1850. Inhalt. Studien. Arrr Erforschung der ersten Sammler der Psalmen. Ueber Elan, Heman, Kalkol und Darda. Von H. PH. Ree. — Der Natur-- Philosoph, nach Perek Schira, von Rabb M. Zipser. (Schluß.) — Die Familie Kirnchi. Josef Kimchi's hstbr. Kommentar zu den Sprüchen. Von L. Dukes. — Literarische Miscellen. Die Unterzeichnung Ha-Katan. Die Asharot. — Kulturhistorische Miscellen von L. Dukes. Eine seltene Formel. — Ankündigungen. Zur Erforschung: Wer der erste Sammler der Psalmen Davids, rmd somit auch der Verfasser der Psalmenschristen war, von Hartwig Ph. Ree. (Fortsetzung.) II. Daß jene vier Leviten pnm , *)DN , p'H , p’N weise waren, und als Psalmendichter, Tonkünstler und königliche „Seher" für äußerst weise gehalten wurden, wird wohl niemand bezweifeln. Und waren die mnstcirenden Leviten überhaupt WoL7Q, weil sie den Sinn des in hbn gut verstehen mußten — 2 Chr. 7, 6. Reh. 8,7 — um gehörig das Zwischenspiel danach einznrichten, so waren ja unsere vier Hauptleviten, die selbst Psalmen dichteten, die größten Wok-7Q. Nun sagt der Koneipient des ersten Buches der Könige 5, 11 — als Apologet des Königs Salomo — daß dieser weiser war als jrm | Wd | p'n | lim Diese Stelle ist unS der beste Beweis dafür, daß dse- Namen Asaf und Jedntun AlNtsnamen-wME'Lenn diese vier Weisen wie wir uns nicht anders denken können — sind Zweifels ohne unsere..^a^Mchen Sänger, mit ihren wirklichen NauM^'Mmnnt. Daß an jener Stelleein nomen proxmam ist —- sr' Eargulir — können wir nie und nimmer annehmen. Abgesehen davon, daß in den Genealogien in der Bibel keine Person dieses Namens vorkommt, ist es ja vernünftigerweise nicht denkbar, daß ein Mann gerade vier Söhne haben solle, alle benannt nach den Söhnen jenes rrw p ml, 1 Chron. 2, 6, die alle so weise geworden sind, daß sie als Muster der Weisheit ausgestellt werden konnten» Nicht einer von solchen vier berühmten Weisen kommt als Beamter vor, kein Wd p ]DYI, kein p Wo! Raschi, der bekanntlich dem Targum gern folgt, pflichtet auch hier dessen Meinung nicht bei. — Der Ausdruck Wo ’OS soll . so viel sagen als Männer des Tonspiels; Musik, Gesang und Tanz waren, wie Gesenius auch öfters bemerkt, mit einander verbunden. M. s. Gesen. HW. 4. Aufl. unter ID? piei und unter nWa Auch bedeutet im Arabischen diese Wurzel singen, welches vielleicht vom Hebräischen abstammt, wo Wl tanzen bedeutet. Weswegen der Koneipient statt Wo ’O nicht DOpran gesetzt hat, und weswegen er Asaf und Jedntun bei ihren wirklichen Namen Kalkol und Darda nennt, und nicht bei ihren Ehren- oder Amtsnamen, wird zur Genüge aus folgendem Abschnitt Hl. erhellen. — Nach dieser unsererAnsicht erklärt cs sich, weswegen Wo und p'O"? nirgends als Weise Vorkommen, obgleich der Koneipient sie doch als Muster der Weisheit aufstellt. Sie kommen nämlich vor mit ihren königlichen / Namen *)DN tmfc jirrp, als Seher, Dichter und Sänger re. Bekanntlich mußten die Sänger im Tempel oder vor der h. Lade von ')b sein, folglich auch Asaf und Jedutun. DaS waren sie auch und dennoch war ihr wirklicher Namen Kalkol und Darda, wie die Sohne des Serach ben Je h u d a, der also nicht aus dem Stamm Levi war. Dieses Problem ist ganz einfach zu lösen. Die Verehrer Davids (dessen Stammvater fl pD 21