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Der Orient · 1850-05-11 · 19 (11.5.1850) · p. Spalte 293-294

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Journal
Der Orient
Volume
1850
Issue
19 (11.5.1850)
Date
1850-05-11
Page
Spalte 293-294 (sequence 3)
Language
German
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293 Studien. Die literarischen Vorlagen des Talmuds. 294 j/rni bW pro Triwn inw' klarer werden, daß jnw pniTi?|Dn pn vier Personen waren. — Die Genealogie des Jedntnn kommt nicht vor. Möglich daß er ein Bruder von einem der drei andern war, und da jeder dies wußte, führte der Koneipient seine Genealogie nicht an, wozu er auch später keine Gelegenheit fand.— So wie nun Jedutun nicht nach einer frühem Person bei seiner Geburt genannt worden ist, so war cs auch *)DN nicht. Es kommt vor ihm nirgends eine Person dieses Namens vor; und mit welchem Wun-' sche oder mit welchem Omen sollte ein Vater seinem neugeborenen Kinde den Namen „Sammler" gegeben haben? Bei dem Namen ’rpN-O# 2 M. 6, 24 ist der Wunsch anwendbar: „Der . Knabe möge Präses einer Weisenversammlung werden!" gleichsam riDDN-Otf. Bei *pW'4 M. 1, 14: „Gott möge mehrere Sohne hinzufügen1" Bedeutung von *)DV> b&t wie es anderswo heißt TW p ovfttf 'b vpv*. Aber rpN ist, wie es bei N. pr. gewöhnliche Form ist, dasselbe als pplN Sammlend oder Sammler. Vergl. -py s# a* Wiy u. m. dergl. David, der das liebliche Zwischenspiel in Israel cinführte niroöi ü'yi, mußte, um sein Ziel zu erreichen, einen regelmäßigen Gesang mit Zwischenspiel: rrw und mDi, wie es in der Schule Samuels „des Sehers" gelehrt worden ist, in dem „Gottestempel" haben: so bald die h. Lade daselbst Ruhe gefunden: |TOn riMDD 1 Chron. 6, 16. 17 — wie die Lade ja mit voller Musik dahin gebracht wurde ib. Kap. 15. Dazu gehörte eine Sammlung von Psalmen. So heißt cs Neh. 12, 46: „Schon vor dem, in dm Tagen Davids und Assass gab es Häupter über die Sänger und Lob- und Danklieder." Waren die Lieder auch noch nicht in einem Buche eingeschrieben, so war cs doch eine Sammlung von Liedern: ibid. 12, 24ff. TH maoa niron*?. Assaf war bekanntlich der beste Psalmdichter — Joel Löwe, in der Vorrede zu seinem „Bim" , macht mit Recht aufmerksam auf Pf. 50 und 73 — und Assaf war es, der unter Leitung des Königs selbst spielte: 1 Ehr. 25, 2 “pan nW>y frOJru also ein ausgebildeter Musikus und zugleich ein ausgezeichneter Dichter, wie David auch selbst war pj yro "Dl JDJV. 1 Sam. 16, 18; auch war Assaf königlicher Seher “jbcn Hin.3 — Wen konnte David nun wohl besser wählen, eine Psalmensammlung zu veranstalten oder Präses einer Versammlung von Psalmendichtmr zu sein, als Assaf? Daher der Name rpN Sammler. So giebt auch Gesmius die Etymologie 3) Man kann wohl auf diesen Titel die Worte des Talmudistm anwenden: nbun HN Hfcnn D3(1 HTW. — 3« bemerken ist, daß' Heman und Assaf diesen Titel hatten; nicht aber Etan. — dieses Namens, HW. d. W. Daher werden die Psalmen auch ^DNM'n na*i genannt; 2Ehron. 29, 30. — Nach Ges. unter ]p ift Dih so zu sagen verwandt mit ^23 „wahrnchmeu dtrrchs Gesicht." — . Dieser neue Ehrennahme rpN, von dem König selbst verliehen — wie Assaf auch^ Gott dafür dankte, Pf. 73, 24: „Du führtest mich zu Ehren", blieb noch seinen Kindern als Eigennamen, vor dem der wirkliche Name weichen mußte, ebenso wie der Name pnrp. — Wie diese zwei Hauptleviten wirklich geheißen, glauben wir bei Besprechung der Namen Wo und yrn zu entdecken. — Zuvor wollen wir von dem Nutzen, der für die biblische Exegese durch diese Kausalität entsteht in diesem ersten Abschnitte einiges anführen..— (Fortsetzung folgt.) Die literarischen Vorlagen des Talmuds. (Fortsetzung.) Endlich XII. dos „Prophetenbuch des Malachi", von dessen Persönlichkeit man schon damals so wenig Ueber- Uefertes hatte, daß man ihn von verschiedenen Seiten her bald mit Mardechai,411 bald mit 'Esra identisicirte, ungeachtet die allgemeineAnsicht geblieben, daß Malachi nicht appellativ, sondern wirklicher Eigenname fei416 und daß er als besondere Persönlichkeit mit Baruch b. Nerijja (?), S e r a j a b. M a*a | i j j a, £> a n t e l, Mardechai, B a lschan, Chaggai und Secharja im zweiten Jahre des Darius b. Acha schwere sch, d. h. im Jahre 464 v. Ehr., geweiffagt fyabe.417 Möglich auch, daß die Zusammenschmelzung verschiedener Persönlichkeiten in Talmud und Midrasch418 ursprünglich nur die Gleichzeitigkeit ausdrücken sollte, und hier demnach auch nur damit gemeint sei, daß Mal- 413) vdnW 'D oder OttW HNOI Megilla 15 a. 414) Megilla 15a $ Jalkut z. St. 415) Megilla 1. e.z Jalkut!. z Targum zu Malachi 1, I. Vergl. Simonis On»m. p. 298. Den Grund dieser Jdentisicirung fand der Talmud in dem gleichmäßigen Kampf gegen Ehen mit Heidinnen (Mal. 2, 10—16$ *Esra 9, 1— 10, 44), wie ausdrücklich angeführt wird (Megilla!. c.). Aber dies würde nur wenig beweisen, da auch Nechemja über diese Mißehen klagt lNeh. 13, 23 flg.). 416) )ßü/ omW Megilla l. c. 417) Meg. 1. c. (Wm nwo p mten m p "f'13 mm nwa warna jbo onW rro? tfro pefta otiqi 418) z. B. Mardechai mit Petachja, Balschan rc. 19'

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